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Regionalliga Nord: Direkte Duelle an der Spitze und im Keller
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Regionalliga Nord: Direkte Duelle an der Spitze und im Keller

Autor: Stefan Freye am 20.10.2022
Logo Regionalliga NordDer 15. Spieltag hält nach der Absage der Partie zwischen dem Hamburger SV II und Blau- Weiß Lohne (Krankheitsfälle beim HSV; möglicher Nachholtermin 30.11 um 19 Uhr (Fube)) noch immer acht interessante Duelle bereit. Dabei heben sich zwei Partien allerdings noch ein wenig ab: Das Spiel zwischen Weiche Flensburg (5.) und dem VfB Lübeck (1.) galt vor der Saison als absolutes Top-Duell, und in der Paarung St. Pauli II – Kickers Emden tritt der Vorletzte gegen das Schlusslicht an.

BSV Rehden – TSV Havelse (Fr., 19.30 Uhr)
Auf drei Punkteteilungen folgte zunächst ein 2:1 gegen Flensburg und schließlich eine 0:4- Niederlage beim VfB Lübeck. Der BSV Rehden punktet ordentlich, vermochte sich als 14. aber noch nicht wirklich vom Tabellenkeller abzusetzen. Dem Heimspiel gegen den TSV Havelse kommt insofern eine besondere Bedeutung zu: Mit drei Punkten würde der Gastgeber eines der Kellerkinder distanzierten. Der Gast kommt nämlich als 17. in die Waldsportstätten, mit einem Rückstand von fünf Punkten auf den BSV. Beim TSV Havelse sorgten die späten Unentschieden gegen Atlas Delmenhorst (2:2) und Teutonia 05 Ottensen (3:3) zuletzt für Hoffnung auf bessere Zeiten. Unter dem neuen Trainer Samir Ferchichi gelangen fünf Punkte aus vier Spielen (1-2- 1). Zur Favoritenrolle in Rehden reicht das aber nicht.

SC Weiche Flensburg – VfB Lübeck (Sa., 13.30 Uhr)
Das nominelle Spitzenspiel der Saison, galten diese beiden Teams im Sommer doch noch als heißeste Anwärter auf den Titel. Tatsächlich wurde nur der VfB den Vorhersagen gerecht, als einzige ungeschlagene Mannschaft führt der Gast die Liga mittlerweile mit deutlichem Vorsprung an. Dagegen offenbarte Weiche einige Probleme, die zugedachte Rolle auszufüllen, und so erfolgte zuletzt sogar ein Trainerwechsel in der letzten Woche. Nach vier sieglosen Spielen feierte Mamadou Sabaly beim 2:1 über D/A denn auch einen gelungenen Einstand – obwohl Drochtersen dem Ausgleich sehr nahe gekommen war. „Der Gegner hat eine tolle Leistung geboten. Glück gehört dazu, aber wir haben es uns auch erarbeitet“, kommentierte der neue Trainer die Leistung seines Teams. Dabei spielte Sabaly an auf die Grundtugenden: Weiche hatte sich die drei Punkte mit Einsatzbereitschaft und Leidenschaft erarbeitet. Das scheinen ganz gute Voraussetzungen für das Duell mit dem VfB. Der Gast bleibt allerdings der Favorit dieses Duells.

SV Werder Bremen II – Bremer SV (Sa., 14 Uhr)
Ein Derby, auf das vor allem der Bremer SV lange warten musste. Dem Gast war nach fünf vergeblichen Anläufen ja erst im letzten Sommer der begehrte Aufstieg in die Regionalliga Nord gelungen. Nun soll die Euphorie – der BSV ist Elfter und derzeit bester Neuling – auch gegen den Bundesliga-Nachwuchs helfen. „Wir werden alles reinhauen in dieses Spiel, aber Werder ist ganz klar der Favorit“, sagt BSV-Trainer Torsten Gütschow. Der Gegner sei schließlich mit einer „riesigen Qualität“ ausgestattet. Sein Potenzial stelle Werder pünktlich zum Derby unter Beweis, nämlich beim 4:1 über den SSV Jeddeloh am Mittwoch. Das Spiel gilt gleichwohl als relativ offen und gewissermaßen auch als Duell der Systeme: Die spielstarken, mit viel Ballbesitz agierenden Gastgeber treffen auf einen Bremer SV, der den Erfolg über eine kompakte Defensive und Konter sucht. Es wird spannend.

Atlas Delmenhorst – Eintracht Norderstedt (Sa., 15 Uhr)
Der Gastgeber ist seit fünf Spielen sieglos (0-3-2) und fiel nach ordentlichem Start auf den 13. Platz zurück. Keine Frage: Atlas benötigt nun einen Befreiungsschlag, um in die Erfolgsspur zurückzukehren. Dem Gegner (10.) ist dies bereits gelungen. Nach vier sieglosen Spielen war das Team von Olufemi Smith zuletzt zweimal siegreich und wusste dabei auch beim 4:1 gegen Lohne am vergangenen Spieltag zu überzeugen – trotz zahlreicher Ausfälle. „Wir pfeifen momentan etwas aus dem letzten Loch, was das Personal betrifft. Von daher bin ich unfassbar stolz auf die Jungs, wie sie zusammen gestanden sind, wie sie sich in alles reingeschmissen haben“, kommentierte der Eintracht-Coach den Heimerfolg. Ohne Sorgen wird der Gast auch in Delmenhorst nicht antreten, aber mit Einsatzbereitschaft und Selbstbewusstsein dürfte zu rechnen sein.

Phönix Lübeck – VfV Borussia 06 Hildesheim (So., 14 Uhr)
Gegen den Bremer SV (2:2) und bei 96 II (2:2) reichte es zuletzt zwar nur zu zwei Unentschieden. Gleichwohl ist Phönix nun bereits seit sieben Partien ungeschlagen (3-4-0), zählt also zu den formstärksten Mannschaften der Liga. Für den Gast gilt das nicht uneingeschränkt: Zwar teilte sich der VfV zuletzt gegen Holstein II (2:2) und D/A (1:1) ebenfalls die Punkte und wusste dabei durchaus zu überzeugen. Allerdings wartet er nun seit sieben Spielen (0-4-3) auf einen dreifachen Punktgewinn. Beim Tabellennachbarn Phönix (8.) können die Hildesheimer (9.) also ein Ausrufezeichen hinter den leichten Aufwärtstrend setzen. Oder der Gastgeber unterstreicht seine gute Verfassung mit einem Heimsieg. Es ist offenbar eine ganze Menge möglich in diesem Duell.

Teutonia 05 Ottensen – SSV Jeddeloh (So., 14 Uhr)
Die Teutonia ist derzeit auf einem guten Weg zum Remiskönig der Liga: Gleich vier der vergangenen fünf Partien endeten mit einer Punkteteilung. Da die einzige Niederlage in diesem Zeitraum aus der Partie gegen Spitzenreiter VfB Lübeck resultierte (0:2), mag sich der Gastgeber in einer einigermaßen stabilen Verfassung befinden. Für die Ansprüche der Teutonia ist der 16. Tabellenplatz aber nach wie vor zu wenig. Ob gegen den SSV mal wieder drei Punkte drin sind? Der Gast präsentierte sich recht formstark in den vergangenen Wochen, leistete sich aber auch immer mal wieder einen Ausrutscher. Auch das 1:4 bei Werder II am Mittwoch war natürlich nicht geplant. Allerdings wurde der SSV in dieser Partie unter Wert geschlagen, trat besser auf, als das Ergebnis vermuten lässt. Insofern dürfte der Gast auch für die Teutonia eine Herausforderung darstellen.

FC St. Pauli II – Kickers Emden (So., 14 Uhr)
Vier Niederlagen in Folge, zuletzt gar ein 1:5 gegen den HSV II – der FC St. Pauli (18.) sucht noch nach seiner Form. Zudem tat die Derby-Niederlage natürlich doppelt weh. „Die Enttäuschung ist groß, weil das für uns alle ein wichtiges Spiel war, das fühlt sich daher heute natürlich nicht gut an“, kommentierte Elard Ostermann die Pleite gegen den Nachbarn. Der Trainer vermisste vor allem den Mut seines Teams: „Wir haben respektvoll gespielt und uns nicht auf unsere Stärken besonnen.“ Nun kommt das Schlusslicht zu Vorletzten, und damit stehen die Hamburger natürlich vor einer großen Chance: Mit einem Sieg ließe sich der Anschluss ans untere Mittelfeld herstellen. Für die Kickers aus Emden – zuletzt ebenfalls viermal ohne Punktgewinn – ist mit dem Spiel bei St. Pauli vermutlich noch etwas ganz anderes verbunden: Bei St. Pauli besteht eine Gelegenheit zum Start einer Positivserie. Möchten die mittlerweile um acht Punkte distanzierten Emdener noch vor der Winterpause den Anschluss zur Konkurrenz herstellen, dann sollten sie in Hamburg besser gewinnen. Das 2:4 gegen Werder II am letzten Spieltag macht dabei durchaus Mut. „So viele Offensivaktionen wie heute hatten wir in dieser Saison noch in keinem Spiel, schade, dass die Mannschaft nicht mit mindestens einem Punkt belohnt worden ist“, meinte Kickers-Trainer Stefan Emmerling.

SpVgg Drochtersen/Assel – Holstein Kiel II (So., 15 Uhr)
Bis in die Spitze war der Gastgeber mit guten Ergebnissen vorgestoßen, ehe drei sieglose Spiele (0-2-1) für Stagnation beim Tabellenzweiten sorgten. Die Spielvereinigung spielt also eine sehr gute Saison, vermochte sich zuletzt aber eben nicht so eindrucksvoll in Szene zu setzen. Letzteres gilt in ganz ähnlicher Form auch für den Gast, der nun ebenfalls seit drei Spielen (0- 1-2) auf einen Sieg wartet. Der Unterschied: Während D/A eine sorgenfreie Spielzeit absolviert, belegen die kleinen Störche nur den 15. Tabellenplatz. Sie kämpfen derzeit also um den Anschluss ans Mittelfeld und stehen in dieser Partie schon etwas mehr unter Druck als ihr vermutlich mit einigen Vorteilen versehener Gegner. Andererseits pfeifen es die Spatzen derzeit ja von den Dächern: Abgesehen vom VfB Lübeck an der Spitze und vielleicht noch dem Schlusslicht Kickers Emden ist die Liga sehr ausgeglichen. Es kann also auch im Kehdinger Stadion eng werden.



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