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Regionalliga Nord: Spitzenkampf ohne Spitzenreiter
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Regionalliga Nord: Spitzenkampf ohne Spitzenreiter

Autor: Stefan Freye am 02.09.2022
Logo Regionalliga NordDer 8. Spieltag steht vor der Tür und wird eine englische Woche am Wochenende beschließen. Nach den zahlreichen Spielen der letzten Tage gewann die Tabelle einige Aussagekraft. Langsam aber sicher drängt sich eine Frage auf: Wer kann dem VfB Lübeck folgen? Während der Spitzenreiter spielfrei ist, stehen seine Verfolger vor mehr oder weniger schweren Aufgaben.


SC Weiche Flensburg – SV Werder Bremen II (Sa., 13.30 Uhr)
Es gab dieses 1:3 gegen Hildesheim. Ansonsten stellt sich die Bilanz des SC Weiche doch recht positiv dar, stehen der einen Pleite doch gleich fünf Siege gegenüber, die den Gastgeber auf den dritten Rang der Liga führten. Die zuletzt spielfreien Flensburger stehen gleichwohl vor einem Problem: Der Gast aus Bremen gilt als Angstgegner. In bislang zwölf Partien vermochte Weiche lediglich einen Sieg zu landen (1-7-4). Ob es diesmal anders läuft? In jedem Fall erscheint der SV Werder noch nicht in der Rolle, die er in den vergangenen Jahren regelmäßig eingenommen hatte. Einem guten Start mit drei Siegen aus vier Partien folgten zuletzt zwei Niederlagen. Dabei geriet vor allem das 0:3 gegen den BSV Rehden am Mittwoch zu einer Enttäuschung. Womöglich kann der Gastgeber die aktuelle Formschwäche seines Gegners also ausnutzen.

Teutonia 05 Ottensen – Blau-Weiß Lohne (Sa., 14 Uhr)
Der Gastgeber trat am Mittwoch ebenfalls nicht an, sein Gegner dagegen schon. Und dabei gelang dem Aufsteiger angesichts eines 3:2-Heimsiegs über Atlas Delmenhorst durchaus Bemerkenswertes: Blau-Weiß Lohne sicherte sich im fünften Saisonspiel den ersten Saisonerfolg. Die Erleichterung war natürlich groß. Der Gast hatte ja schon oft vor einem positiven Ergebnis gestanden, allerdings nicht selten in letzter Minute die Punkte verloren. Diesmal lief es andersherum: Zwar vermochte Atlas den 0:2-Rückstand aufzuholen. Doch in der Schlussphase schlugen nun erstmals die Blau-Weißen zu. Was dieses Erfolgserlebnis wohl auslöst? Nach zuletzt drei ungeschlagenen Spielen tritt allerdings auch die Teutonia selbstbewusst an. Sie wird zudem unterstreichen wollen, dass der zwölfte Tabellenplatz lediglich eine Momentaufnahme ist.

Kickers Emden – Bremer SV (Sa., 14 Uhr)
Die Neulinge unter sich. Dabei entwickelten sich die Teams nach dem Kickers-Sieg in der Aufstiegsrunde allerdings ziemlich unterschiedlich. Während der Gastgeber auch nach dem siebten Saisonspiel noch auf den ersten Punktgewinn wartet, sammelte der BSV immerhin sieben Punkte aus seinen sieben Duellen. Die Bremer wussten dabei immer wieder zu überraschen, verloren zuletzt aber zweimal in Folge. Leiden sie also bereits unter dem Verlust der Aufstiegseuphorie? Der Gastgeber wird darauf setzen und erst recht alles in die Waagschale werfen. Am nötigen Einsatz hat es dem Schlusslicht bislang ja ohnehin nicht gemangelt. Und wie ein Sieg gegen den Bremer SV geht, hatten die Kickers ja bereits beim 2:1 im Mai gezeigt.

BSV Rehden – FC St. Pauli (Sa., 15 Uhr)
Hinter dem Gastgeber liegt eine besondere Partie. Beim 3:0 im Auswärtsspiel gegen den SV Werder Bremen II gelangen mehr als nur drei Punkte gegen den Nachwuchs des benachbarten Profivereins. Viele Spieler leben in Bremen, traten früher für Werder an. Auch BSV-Coach Kristian Arambasic stammt aus der Stadt, er hatte ja bis zum Jahreswechsel noch den FC Oberneuland trainiert. „Es war von vorne bis hinten eine sensationelle Leistung“, lobte der Trainer nach einem Spiel, das in Ex-Werderaner Malik Memisevic einen dreifachen Torschützen erlebte. Man darf also davon ausgehen, dass der BSV Rehden nun richtig viel Lust auf das nächste Spiel hat. Sein Gegner war zuletzt nicht im Einsatz und tritt mit einer ausgeglichenen Bilanz (2-1-2) in den Waldsportstätten an. Dort trifft der Tabellenzehnte im BSV (2-1-3) auf den neuen Tabellennachbarn .

SSV Jeddeloh – Holstein Kiel II (Sa., 16 Uhr)
Nach zwei Siegen in Folge kletterte der SSV auf den fünften Tabellenplatz. Der Gastgeber sammelte insgesamt 14 Zähler und befindet sich damit ganz sicher im Soll. Zumal ihm am Mittwoch ein etwas überraschender 3:2-Auswärtserfolg beim VfV Hildesheim gelang. Wer dem Team der Stunde die erste Niederlage beibringt, sollte unbedingt zu den stärksten Mannschaften der Liga gezählt werden. Für den Gast gilt das in dieser Form eher nicht. Die kleinen Störche haben einen sehr durchwachsen Start hinter sich, da sie gute Leistungen regelmäßig nicht mit zählbaren Erfolgen kombinieren konnten. Am Mittwoch aber gelang der erste Saisonerfolg. Womöglich haben die Kieler mit dem 3:1 gegen den TSV Havelse also den vielbeschworenen Bock umgestoßen und treten nun effektiver auf. Der Stimmung taten die drei Punkte jedenfalls gut. „Es war ein schwieriges Spiel gegen einen unangenehmen Gegner, und wir sind extrem froh, dass wir unseren ersten Sieg geholt haben, weil wir bereits in den vergangenen Partien extrem viel dafür investiert haben“, meinte Holstein-Trainer Sebastian Gunkel.

Hamburger SV II – Hannover 96 II (So., 13 Uhr)
Das Nachwuchsduell wird von unterschiedlichen Vorzeichen begleitet. Während dem HSV beim 1:0 im Auswärtsspiel gegen den Bremer SV bereits der zweite Sieg in Folge gelang, wartet 96 II nun seit zwei Partien auf einen dreifachen Punktgewinn. Das 0:0 gegen Eintracht Norderstedt am Mittwoch galt allerdings keineswegs als Misserfolg. "Es war ein gewonnener Punkt für uns“, meinte Daniel Stendel. Der Trainer sieht seine Mannschaft trotz einiger Mängel auf einem guten Weg: „Wir haben uns diesen Punkt verdient, und er hilft fürs Selbstvertrauen.“ Der HSV absolvierte bislang allerdings ebenfalls durchaus erfolgreiche Wochen. Lediglich beim 1:4 in Drochtersen enttäuschte das Team, ansonsten wurde gepunktet, und so empfängt der Gastgeber seinen Gegner (13.) als Tabellenvierter.

TSV Havelse – Phönix Lübeck (So., 14 Uhr)
Beim 1:3 in Kiel sammelte der Gastgeber eine weitere Enttäuschung ein. Nach ohnehin durchwachsem Start wartet der TSV nun bereits seit drei Partien auf einen Punktgewinn – und sitzt einstweilen im Tabellenkeller fest. Hinter dem Gast liegt allerdings auch eine Pleite, und zwar das glatte 0:4 im Derby gegen den VfB Lübeck. Als 15. ist Phönix zudem nicht wesentlich besser platziert als der TSV (17.), und so ergibt sich der Charakter dieser Partie beinahe von selbst: Im Wilhelm-Langrehr-Stadion treten zwei Mannschaften an, die sich wohl gern den Frust von der Seele schießen würden.

Eintracht Norderstedt – VfV Borussia 06 Hildesheim (14 Uhr)
Nach vier ungeschlagenen Spielen (2-2-0) befindet sich die Eintracht in der Spur. Das 0:0 in Hannover verbuchte man beim Tabellensiebten dabei als durchwachsene Erfahrung. „Es war sicherlich nicht unsere beste Leistung, aber wir haben das Spiel hinten raus gut verteidigt und den Gegner vom Tor weggehalten. Das kann man auch als Punktgewinn sehen", meinte Eintracht-Coach Olufemi Smith. Beim Gast tat sich dagegen etwas Ungewöhnliches: Bei der 2:3-Heimniederlage gegen Jeddeloh blieb der VfV im siebten Spiel erstmals ohne Punkte. Daran möchte man sich nicht gewöhnen, zumal auf die Pleite der Absturz auf den sechsten Tabellenplatz folgte. Der VfV war zwar relativ unerwartet in die Spitzengruppe gelangt - aber dort will er nun möglichst lange bleiben. Das Spiel beim neuen Tabellennachbarn in Norderstedt wird vermutlich ein Hinweis darauf geben, wie realistisch dieses Ziel ist.

Atlas Delmenhorst – SpVgg Drochtersen/Assel (So., 16 Uhr)
Überwiegend erfolgreich, aber von den Ergebnissen her doch ein bisschen durchwachsen – so stellte sich die Saison bislang für den Gastgeber dar. Nun folgte eine 2:3-Auswärtsniederlage in Lohne, und mit ihr verbunden war eine herbe Enttäuschung. Dass ausgerechnet Atlas dem Neuling die ersten drei Punkte gestattet, war so nicht geplant. Man darf gespannt sein, wie der Tabellenachte auf den Rückschlag reagiert. Der Gast – nach drei Siegen in Folge auf den zweiten Tabellenplatz geklettert – gilt jedenfalls als echter Prüfstein und stellt derzeit den härtesten Verfolger des Lübecker Spitzenreiters. Wenn Atlas mit dieser Herausforderung fertig wird, dann beendet es die englische Woche in der Gewissheit echter Stabilität. Dann war die Pleite in Lohne auch nicht mehr als ein unglücklicher Ausrutscher.




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