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Regionalliga Nord: Schlag auf Schlag
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Regionalliga Nord: Schlag auf Schlag

Autor: Stefan Freye am 02.08.2019
Logo Regionalliga NordDas Schöne an englischen Wochen ist doch, dass es so schnell weitergeht. Wer bislang also noch nicht so richtig in Fahrt gekommen ist, kann am 3. Spieltag der Regionalliga Nord schon bald zum Erfolg kommen. Andererseits steht die Liga natürlich auch vor der spannenden Frage, ob die sechs Punkte, die der VfL Wolfsburg II, der VfB Lübeck und der SV Werder II in zwei Partien gesammelt haben, bereits ein Beleg für die herausragenden Rollen dieser Teams sind.

Hannover 96 II – Altona 93 (Sa., 13 Uhr)
Hoppla – das 0:6 beim SSV Jeddeloh war eine Überraschung. Auch für Christoph Dabrowski. „Wir müssen das so schnell wie möglich aus den Köpfen bekommen und den Schlag ins Gesicht verarbeiten“, sagt der 96-Coach zum Spiel am Mittwoch. Es geht ja auch umgehend weiter, nämlich mit einem Duell gegen den Neuling aus Altona. Der Gast blieb bislang zwar ohne Punkte, kassierte nach der 2:5-Pleite in Norderstedt am Mittwoch allerdings eine ebenso unglückliche wie knappe 1:2-Niederlage gegen den VfB Lübeck. Als Laufkundschaft wird 93 also vermutlich nicht antreten.
 
VfB Lübeck – Lüneburger SK Hansa (Sa., 14 Uhr)
Die weiße Weste des VfB strahlt. Allerdings hing die Maximalausbeute von sechs Punkten aus zwei Partien angesichts des sehr späten 2:1 in Altona am seidenen Faden. Keine Frage: Noch treten die Lübecker nicht mit der erwarteten Souveränität an – aber das ist zu diesem Saisonzeitpunkt vielleicht auch noch nicht zu erwarten. Das Heimspiel gegen den LSK bietet nun eine weitere Gelegenheit, an der Form zu arbeiten. Der Gast dürfte zudem auch noch nicht genau wissen, wo er steht: Nach der 0:1-Niederlage in Bremen musste die Heimpremiere gegen Norderstedt in der Schlussphase abgebrochen werden – bei 1:0-Führung der Lüneburger.
 
BSV Rehden – HSC Hannover (Sa., 15 Uhr)
Noch wartet auch der BSV Rehden auf den ersten Sieg: Der 0:1-Heimniederlage gegen Holstein II schloss sich nun ein 0:3 bei Wolfsburg II an. Vorm Duell mit dem Neuling aus Hannover steht der Gastgeber also schon ein bisschen unter Druck. Allerdings sammelte der HSC immerhin einen Zähler beim 1:1 zum Auftakt in Havelse. Und am Mittwoch kassierte der Gast gegen Weiche Flensburg auch nur eine knappe 0:1-Niederlage.
 
Hamburger SV II – Holstein Kiel II (So., 13 Uhr)
Weil das Spiel gegen St. Pauli II verlegt wurde, trat der Gastgeber erst zu einer Partie an, dem überzeugenden 5:1 gegen den Heider SV. Dem Gegner erging es ähnlich: Holstein gewann zum Auftakt mit 1:0 in Rehden, musste beim Wetter bedingten Abbruch gegen den VfB Oldenburg am Mittwoch aber bereits nach 18 Minuten zurück in die Kabine – bei 1:0Führung. Wer nun also das Nachwuchsduell für sich entscheidet, wird trotz des SpielRückstandes vorn mitmischen. Und das ist sicher ein ziemlich guter Anreiz.
 
TSV Havelse – SC Weiche Flensburg (So., 14 Uhr)
Dem 1:1 gegen den HSC schloss sich nun ein 0:3 in Drochtersen an. Keine Frage: Der Start des TSV Havelse muss als durchwachsen gelten. Das Team von Jan Zimmermann möchte nun einen Dreier einfahren – und da kann der Gegner eigentlich egal sein. So wirklich souverän war Weiches Auftritt beim knappen 1:0 im Spiel beim HSC Hannover am Mittwoch ja auch nicht. Beim knappen 1:2 im Eröffnungsspiel gegen Wolfsburg II hatten die Flensburger dagegen angedeutet, dass sie auch in dieser Spielzeit zu den stärksten Mannschaften der Regionalliga zählen werden. Insofern steht der Gastgeber wohl doch vor einer neuen Herausforderung.
 
Eintracht Norderstedt – Heider SV (So., 14 Uhr)
In Lüneburg gab es keine Punkte für die Eintracht, die Partie am Mittwoch musste ja abgebrochen werden. Dafür hatte der Gastgeber beim 5:2 im Auftaktspiel gegen Altona 93 schon unter Beweis gestellt, dass er mit Neulingen offenbar umzugehen weiß. Der Gast ist also gewarnt. Nach dem 1:5 beim HSV stellte der Aufsteiger am Mittwoch aber unter Beweis, dass er sich nicht ergeben wird. Schließlich fiel die 0:1-Niederlage gegen den SVW II doch recht knapp aus.  
 
SV Werder Bremen II – FC St. Pauli II (So., 14 Uhr)
Dem 1:0 gegen den LSK schloss sich ein 1:0 in Heide an. Die Bilanz der Bremer kann sich also sehen lassen. Ihre Leistung offenbar auch. „Dafür, dass die Mannschaft auch heute wieder so jung war, haben sie die Gegebenheiten klasse angenommen“, meinte Werder-Trainer Konrad Fünfstück nach dem Spiel am Mittwoch. Wenn sein Team nun nachlegt, darf der Start als geglückt gelten. Aber was erwartet die Bremer? St. Pauli trat erst zu einem Spiel an, der 0:1-Auftaktniederlage in Oldenburg. Ein Urteil über die aktuelle Form lässt sich danach eher nicht fällen.
 
VfB Oldenburg – VfL Wolfsburg II (So., 15 Uhr)
Auch der VfB wurde am Mittwoch ein Opfer der Unwetter: Nach dem 1:0 gegen St. Pauli zum Auftakt musste die Partie bei Holstein II abgebrochen werden. Nun kommt der Meister. Der VfL II tritt nach den Siegen in Flensburg (2:1) und gegen Rehden (3:0) mit der Maximalausbeute an. Für seinen Trainer Rüdiger Ziehl ist damit natürlich auch ein „perfekter Start“ verbunden. Dieser werde jedoch vom Wissen begleitet, „dass wir noch nicht am Maximum agiert und noch nicht zu hundert Prozent das umgesetzt haben, was wir sehen wollten“.

SpVgg Drochtersen/Assel – SSV Jeddeloh (So., 15 Uhr)
Dem 0:2 zum Auftakt bei 96 II schloss sich am Mittwoch ein 3:0 gegen den TSV Havelse an – der Start der gastgebenden Spielvereinigung verlief ordentlich. Aber natürlich will das traditionell heimstarke Team von Lars Uder nun nachlegen. Aber ob der Gegner da mitspielt? Zwar verlor der SSV zum Auftakt mit 1:3 beim Topfavoriten VfB Lübeck. Am Mittwoch ließ der Gast allerdings ein 6:0 gegen Hannover 96 II folgen – er gewann also ziemlich klar gegen eine Mannschaft, gegen die Drochtersen/Assel zum Saisonstart noch verloren hatte. Aber man weiß ja, dass nichts von den berüchtigten Quervergleichen zu halten ist. Oder?
 
 

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