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Evgeni Pataman mit neunten Saisontor – Samstag gegen Viktoria 1889
Autor: Bernhard Knothe am 09.04.2026 - 23:30
„Eigentlich müsste ich euch für dieses Leistung gratulieren, doch wir stehen ja letztlich mit leeren Händen da. Lichtenberg weiß gar nicht, warum sie den Platz als Sieger verlassen haben“, versuchte Wismars Trainer Matthias Fink seine Spieler nach der unnötigen Niederlage gegen Lichtenberg zu trösten.„Zwei Standardsituationen, einmal nach einem Eckball und einmal durch einen direkt verwandelten Freistoß ließen den neuen Spitzenreiter trotz unserer Chancenvorteile mit 2:0 führen. Dann haben wir endlich den verdienten Anschlusstreffer erzielen können und wir lagen nur noch mit 1:2 hinten. Ein grober Abwehrschnitzer ließ die Lichtenberger dann in der Nachspielzeit noch einmal jubeln und uns mit leeren Händen dastehen“, lautete das Fazit des scheidenden Trainers, der nach fünf Jahren zur neuen Saison eine andere Aufgabe beim FC Anker Wismar übernehmen wird.
Gleich drei Spieler, darunter auch der Lichtenberger Kapitän Sebastian Reiniger (2. von links), klären in dieser Szene (Foto: Bernhard Knothe)
Mit viel Engagement gingen die Ostseestädter auch in die zweite Hälfte, doch auch hier ein schneller Rückschlag. Einen Freistoß von der Strafraumgrenze setzte Kevin Owczarek direkt in die Maschen. Danach verteidigte die Elf von L47-Trainer Rudy Raab diese Führung geschickt.
Doch die Hansestädter schnupperten dann noch einmal Morgenluft. Evgeni Pataman zog von der linken Seite gefährlich ab, sein „Kunststoß“ prallte an den langen Pfosten und von dort ins Tor. Danach verpasste Jonas Hurtig auf der Torlinie eine gefährliche Eingabe, ein Kopfball von Julian Wallenta wurde von L47-Keeper Maximilian Zunker pariert. So blieb es bis in die Nachspielzeit, in der der kurz zuvor eingewechselte 47-iger Timo Schröder noch die rote Karte sah, bei der knappen Lichtenberger Führung. Aber die Ankercrew belohnte sich nicht mehr, im Gegenteil, ein Fehler im Mittelfeld war der Ausgangspunkt für den entscheidenden Treffer zum 3:1 für die Berliner. Dadurch übernahm das Team von Trainer Rudy Raab auch die Tabellenführung von Tasmania Berlin.
FC Anker Wismar: Kurth – Hurtig (76. Sanguinette), Kodanek, Esdorf, Schmitt – L. Billep, Birkholz – Jahnke (76. Wallenta), Pataman, John (46. Hauer) – Breier; Trainer: Matthias Fink
SV Lichtenberg 47: Zunker - Becker, Reiniger, Luis Millgramm (90.+4 Dyckhoff), Gruber (86. Schröder), Graupner, Görlitz, Owczarek, Graf (76. Grießig), Oglou, Krüger; Trainer: Rudy Raab
Tore: 0:1 Hannes Graf (9., im Nachschuss nach einem Eckball, vorher hatte Kurth hervorragend pariert), 0:2 Kevin Owczarek (53., direkt verwandelter Freistoß), 1:2 Evgeni Pataman (70., toller Schlenzer von links ins lange Eck), 1:3 Nils Grießig (90.+3, Konter über links nach Abwehrfehler im Mittelfeld).
Schiedsrichter: Tom Heilmann, Assistenten: Tobias Starost, Cornelius Grigoleitis (alle LV Brandenburg)
Rote Karte: - / Timo Schröder (90.+3)