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| Fares Hadj machte Sieg perfekt |
| Autor: Bernhard Knothe am 19.10.2025 - 19:24 |
Vierfacher Führungswechsel – erster Sieg in Berlin seit 555 Tagen
Nach den beiden Siegen gegen den TuS Makkabi (3:0 im Heimspiel) und dem 4:0-Auswärtssieg im Landespokal bei der LSG Elmenhorst fuhr das Ankerteam optimistisch zur Partie bei Regionalligaabsteiger Viktoria 1889 Berlin. Mit Lucas Meyer, Jonas Hurtug, Lukas Schmitt, Nico Billep und Valentin Rode fehlten aber gleich fünf Spieler. FC Anker dreht die Partie nach Eigentor Doch die Partie begann für die Gäste sehr unglücklich, denn bereits in der 7. Minute fälschte Lares Kodanek eine Eingabe von rechts ins eigene Tor ab. Tchadjei kam auch ich der Folge oft über die rechte Außenbahn, aber die Ankerhintermannschaft stabilisierte sich und konnte gefährliche Konter setzen. So kam es dann auch zum Ausgleich. Niklas Tille spielte aus dem Mittelfeld zum außenstehenden Max Hauer, der zog fast bis zur Grundlinie durch und seine Flanke drückte Pascal Breier über die Linie. Und es ging gut weiter für die Gäste, denn nach Vorarbeit von Breier konnte Danilo John noch vor dem Pausenpfiff die Partie drehen. Pascal Breier (39, FC Anker Wismar) im Zweikampf mit Muhammed Zekir (6, FC Viktoria Berlin) Tille verschießt Foulelfmeter Mit dieser Führung im Rücken wollten die Ostseestädter die Vorentscheidung und hatten nach einem Foul an Danilo John bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff die große Möglichkeit, die Führung durch einen Foulelfmeter auszubauen. Doch nach zwei Jahren verschoss Mannschaftskapitän Niklas Tille erstmals wieder einen Strafstoß. Danach noch gute Möglichkeiten bei einer Doppelchance durch Breier und Eric Birkholz, doch dessen Schuss aus der Drehung landete an der Querlatte. Jubel bei den Spielern des FC Anker Wismar nach dem 4:3 durch Fares Hadj. Finn Jahnke (22) und Lares Kodanek (15) jubeln mit ihm. Jetzt drehte Viktoria das Spiel …aber der FC Anker kam zurück Dieser verschossene Elfmeter rächte sich dann nach gut einer Stunde Spielzeit, denn in etwas weniger als neunzig Sekunden drehte die Viktoria die Partie. Zuerst war Leart Halimi nach Vorarbeit von Miftari, Gencel und Zekir erfolgreich. Kurz danach spielte Mannschaftskapitän Enes Küc den tödlichen Pass in den Strafraum und Ron Breca Hasani stieß die Tür zum ersten Saisonsieg der Berliner wieder ganz weit auf. In der 77. Minute verhinderte dann Lares Kodanek mit letztem Einsatz gegen das 4:2 der Hausherren. Doch die Ankercrew gab nicht auf und nach einem Angriff über die rechte Seite kam die Kugel zu Hadj, der spielte weiter auf „Pata“ und mit einer tollen Einzelaktion in der linken Strafraumseite dribbelte sich Evgeni Pataman durch und verwandelte ins kurze Eck zum Ausgleich. Es war sein sechster Saisontreffer, damit liegt er auf dem vierten Platz der Oberliga-Torjäger. Endergebnis Fares Hadj mit Vorlage und Siegtor nach 555 Tagen Aber damit noch nicht genug, denn die Hansestädter wollten nach 555 sieglosen Tagen in Berlin - der letzte Erfolg gelang am 11. Februar 2024 beim späteren Regionalligaaufsteiger Hertha 03 Zehlendorf - endlich wieder einmal die drei Punkte mit an die Küste nehmen. Und das gelang. Nach Vorarbeit von Danilo John und Evgeni Pataman zog Neuzugang Fares Hadj aus zwölf Metern ab und ließ Viktoria-Schlussmann Laurenz Pohlmann keine Abwehrchance. Doch die letzte Chance in dieser Partie hatten noch einmal die Hausherren, doch Justin Borchardt klärte glänzend und hielt so die drei Siegpunkte fest. „Ich bin stolz auf euch, dass ihr euch noch selbst belohnt habt und nun ein sehr schönes langes Wochenende habt“, so Ankertrainer Matthias Fink nach diesem Auswärtssieg. „Nach zwanzig Monaten wurde es jetzt auch einmal Zeit in Berlin zu gewinnen. Nächste Woche gilt es beim Training einige Schwachstellen abzustellen, damit wir auch das Heimspiel am nächsten Samstag gegen Neustrelitz erfolgreich gestalten können.“ Nach diesem Erfolg belegt die Ankercrew mit 16 Zählern im Augenblick den dritten Tabellenplatz, zusammen mit vier weiteren Teams. |