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Das Ende der Fahnenstange ist erreicht
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Das Ende der Fahnenstange ist erreicht

Autor: PM Lok Leipzig am 28.03.2017
Logo 1. FC Lokomotive LeipzigWährend des Halbfinalspiels im Sachsenpokal zwischen dem Bischofswerdaer FV und dem 1. FC Lok Leipzig kam es am Wochenende zu Ausschreitungen, auch begünstigt durch unzulängliche Sicherheitsvorkehrungen im Wesenitz-Sportpark. Zu den Vorkommnissen nimmt Lok Leipzig in einer Pressemitteilung Stellung:

Zuerst das Positive: Der 1. FC Lokomotive Leipzig ist am Sonntag ins Finale des Sachsenpokals eingezogen. Dies gelang zuletzt als VfB im Jahr 2000 und ist sportlich gesehen einer der größten Erfolge der vergangenen Jahre. Doch große Freude über den Sieg mag nicht so recht aufkommen. Denn wieder haben es ein paar Leute geschafft, in aller Öffentlichkeit den Namen unseres geliebten 1. FC Lokomotive Leipzig mit Dreck zu besudeln. Da der Verein von vielen Institutionen keine oder nur unzureichende Unterstützung erfährt, werden zum Selbstschutz in Zukunft weitere Maßnahmen ergriffen, die zu gegebener Zeit bekanntgegeben werden.

Der FCL hat den gestrigen Montag genutzt, um die Ausschreitungen im Pokalspiel beim Bischofswerdaer FV sachlich aufzuarbeiten.

Der Verein schätzt, dass sich gut 1.700 Fans im Gästeblock befanden. Einem kleinen Teil schien der 1. FC Lok vollkommen egal zu sein. Denn deren Aktionen vor und insbesondere nach dem Spiel, sorgen dafür, dass die Loksche in den aktuellen Stunden nicht als verdienter Pokal-Finalist, sondern als Randale-Klub wahrgenommen wird. Das finden wir zum Kotzen! Nur das vehemente Eingreifen der Polizei hat am Sonntag Schlimmeres verhindern können.

Der Großteil des Blocks hat sich lautstark von diesen Typen distanziert und den Einsatz der Polizei mit Pfefferspray sehr begrüßt. Allen sollte klar sein, dass die große Mehrheit den FCL leidenschaftlich unterstützt und sich zu benehmen weiß. Leider lernen es andere nie.

Der ehrenamtlich arbeitende Vorstand des 1. FC Lokomotive ist entsetzt über die wiederholt stattfindende Gewalt bei Spielen seines Vereins. Die strategischen Ziele, die wir uns mit dem „Fahrplan 2020“ und darüber hinaus gesetzt haben, sind ehrgeizig und bedürfen aller Anstrengungen. Derartige Exzesse werfen den FCL auf diesem schweren Weg erneut zurück.

Ihr alle (!) seid in der Pflicht, unseren Verein zu schützen. 99 Prozent der Lokfans sind friedlich - nur das eine Prozent hat sich nicht im Griff. Und dagegen müssen wir alle im Rahmen unserer Möglichkeiten vorgehen, sonst wird es den 1. FC Lokomotive Leipzig irgendwann nicht mehr geben. Das Ende der Fahnenstange ist erreicht!

Auf diesem schweren Weg benötigen wir Hilfe. Gerade nach den langwierigen Ermittlungen im Zuge der Ausschreitungen im Juni 2015 in Erfurt hat der 1. FC Lok keine Hinweise von der Justiz erhalten, um gezielt gegen Personen vorzugehen. Wir rufen hiermit auch Verantwortliche bei der Stadt Leipzig und bei der Sächsischen Landesregierung auf, uns zu unterstützen und endlich bei Strafverfolgung und -aufklärung voranzukommen.

Beim FCL handelt es sich um einen Verein mit vielen Anhängern und Sympathisanten, der allerdings in fast allen Bereichen durch Ehrenamtler mit nichts weiter als einer riesigen Portion Herzblut am Leben gehalten wird. Dieses Engagement darf dieser Stadt nicht verloren gehen! Durch die sehr gute Zusammenarbeit mit Stadt, Polizei und anderen Institutionen ist das Stadionerlebnis im Bruno-Plache-Stadion stets familienfreundlich. Soll das alles wegen dieser kleinen Gruppe von Idioten ein Ende haben? Das darf einfach nicht passieren!

Bereits im Vorfeld hatte der 1. FC Lok mehrfach darauf hingewiesen, dass das Pokal-Halbfinale aus diversen infrastrukturellen Gründen nicht in Bischofswerda stattfinden kann. Die Verantwortlichen des BFV waren allerdings der Meinung, ein solches Spiel ausrichten zu können. Auch ein Tausch des Spielrechts ins Bruno-Plache-Stadion wurde im Vorfeld mehrfach abgelehnt.

Desweiteren wurden einige Sicherheitsmaßnahmen, die im Vorfeld bei den Sicherheitsberatungen besprochen wurden, am Sonntag nicht umgesetzt. Der Bischofswerdaer FV, der sonst im Durchschnitt Spiele vor 180 Zuschauern austrägt, war absolut überfordert mit der Situation. Unter diesen Voraussetzungen hätte man in Leipzig niemals angepfiffen.

So kam es dann dazu, dass sich vor dem Spiel etwa 120 Personen gewaltsam Zugang zum Gästebereich des Wesenitzsportparks verschafften, indem sie Ordner bedrängten, einfache Bauzäune aushebelten und unkontrolliert im Stadion standen. Unter diesen Personen befanden sich u.a. Leute aus Lok-fremdem Umfeld, Personen mit bundesweitem Stadionverbot und Personen, die in Probstheida seit geraumer Zeit Hausverbot haben.

Der 1. FC Lokomotive Leipzig







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