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FC Anker mit zu vielen Abwehrschnitzern
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FC Anker mit zu vielen Abwehrschnitzern

Autor: Bernhard Knothe am 07.09.2015
Niederlage gegen Regionalligist Schönberg

Logo FC Anker WismarIn dieser Saison ist der FC Anker so früh wie lange nicht mehr aus dem Landespokal ausgeschieden. Nachdem die Wismarer Fußballer in den beiden vergangenen Jahren ins Halbfinale einzogen, war in diesem Spieljahr bereits in der zweiten Runde Endstation. Der Oberligist verlor am Sonnabendnachmittag vor 530 Zuschauern im Kurt-Bürger-Stadion gegen den Regionalliga-Aufsteiger FC Schönberg 95 mit 1:3.

„Wir haben einfach zu viele Geschenke verteilt und diese Nachlässigkeiten sind von den Schönbergern eiskalt bestraft worden. Wir haben uns selbst rausgekegelt und werden jetzt in der Oberliga weitere Erfolge anstreben“, sagte Anker- Trainer Christiano Dinalo Adigo.

ür die Hansestädter, die die erste Heimniederlage im Pokal seit dem Pokalfinale am 18. Mai 2011 gegen den FC Hansa Rostock kassierten, begann die Partie sehr schlecht. Abwehrspieler Philip Sibrins, Keeper Benjamin Heskamp und Ivanir Rodrigues waren sich bei einer Flanke von der linken Seite nicht einig und Henry Haufe war der lachende Vierte. Er brachte die Gäste bereits in der 1. Minute in Führung. Aber nur vier Minuten später lag der Torjubel schon auf den Lippen der Gastgeber, doch Kai-Fabian Schulz konnte einen Schuss von Sebastian Schiewe gerade noch abblocken. Die letzte gute Möglichkeit in der ersten Halbzeit hatte der Schönberger Marcus Steinwarth in der 27. Minute, doch Heskamp parierte seinen Schuss aus halblinker Position.

„Männer, es sieht gar nicht so schlecht aus, denn Schönberg ist auch verunsichert. Wir müssen versuchen, öfter zu schießen, dann werden wir auch Erfolg haben“, munterte Anker-Kapitän Fabian Bröcker seine Mitspieler in der Kabine auf. Aber innerhalb von drei Minuten war der Traum vom Einzug in die nächste Runde ausgeträumt. Zuerst staubte Haufe bei einem Schuss, den Heskamp nicht festhalten konnte, ab (53.), dann verspielte Abwehrchef Philipp Unversucht die Kugel gegen Haufe und der brauchte nur noch zum frei stehenden Maximilian Rausch passen, der das dritte Tor für den FC 95 erzielte. Doch das Anker-Team steckte nicht auf und nach Flanke von Abdoul Baraka Traore konnte Fabian Bröcker Jörg Hahnel ohne Mühe zum 1:3 überwinden (60.).

Vielleicht wäre die Partie noch einmal spannend geworden, wenn sieben Minuten später der nächste Versuch von Bröcker gesessen hätte. Doch Daniel Halke konnte im Fünf-Meter-Raum klären. Die letzte Möglichkeit hatte dann noch einmal der stark spielende Bröcker. Diesmal zischte sein Schuss aber um Zentimeter am langen Pfosten vorbei ins Aus (83.).

Am Ende waren beide Trainer nicht mit der Leistung ihrer Mannschaft zufrieden, wobei FCS-Coach Axel Rietentiet diese Aussage auf Grund des Weiterkommens deutlich leichter fiel als Ankertrainer Christiano Dinalo Adigo. „Wir haben einfach zu viele Gastgeschenke verteilt und haben uns beim ersten und dritten Gegentor absolut anfängerhaft verhalten. Der FC Schönberg hat diese Geschenke natürlich dankend angenommen. Aber diese Niederlage wird uns nicht umwerfen. Wir werden uns jetzt auf die nächsten Oberligaspiele konzentrieren und wollen dabei unseren guten Start weiter fortsetzen“, so Adigo.

Für den FC Anker steht in der Oberliga nun ein Auswärtsspiel auf dem Programm. Der Tabellenführer muss am Sonntag, dem 13. September, um 14 Uhr beim FC Strausberg (11.) antreten. Der FC Schönberg, der in der Regionalliga-Tabelle auf Platz acht steht, ist am gleichen Tag beim FSV Budissa Bautzen (11.) im Einsatz.

FC Anker mit: eskamp - Salzard, Unversucht, Sibrins - Bröcker, Martens - Jeune (36. Gois), Michajlov, Rodrigues (60. Rahmig) - Schiewe (46. Ezz), Traore

FC 95 mit: Hahnel - R. Müller, Halke, K.-F. Schulz, T. Schulz -Matern, A. Müller (70. Okada), Rausch, Steinwarth - Haufe (87. Rönnau), Kunstmann (90.+1 Vogel).





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