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Futsal: NFV-Auswahl erreicht nur Platz 18
Autor: PM NFV am 09.01.2017 - 17:55
Die Futsal-Krone geht zurück in den Norden! Dank eines umkämpften 4:3 im finalen Topspiel gegen die bis dahin führende Bayernauswahl setzte sich die Mannschaft aus Hamburg am Schlusstag an die Spitze des Futsal-Landesauswahlturniers in der Sportschule Duisburg-Wedau und nahm nach 2014 und 2015 bereits zum dritten Mal die Siegerschale mit in den hohen Norden. Die Auswahl Niedersachsens, im Vorjahr noch Vizemeister geworden, kam über einen 18. Platz nicht hinaus.Während sich die Bayern mit dem Silber-Rang begnügen mussten, schoss sich die Westfalen-Auswahl dank eines 4:2 über Titelverteidiger Sachsen auf den dritten Platz. Nur knapp verfehlten die Teams vom Mittelrhein auf Rang vier und die fünftplatzierten Berliner die Medaillenränge.
Beim zum vierten Mal ausgetragenen Länderpokal-Turnier für Futsal-Landesauswahlmannschaften präsentierten sich drei Tage lang die Auswahlteams aller 21 Landesverbände in der Sportschule Wedau. Als 22. Team komplettierte eine Auswahlmannschaft aus dem französischen Lothringen das Teilnehmerfeld und sorgte für etwas internationales Flair in Duisburg. Die besten Futsal-Spezialisten bewarben sich unter den Augen des verantwortlichen Cheftrainers Paul Schomann für die Nationalmannschaft und bewiesen, wie positiv sich die international etablierte Variante des Hallenfußballs in Deutschland entwickelt hat.
Zum Auftakt des Turniers hatte die niedersächsische Futsal-Auswahl gegen den späteren Vizemeister aus Bayern eine 1:5-Niederlage hinnehmen müssen. Es folgten ein 4:2-Erfolg gegen Team Lothringen, eine unglückliche 1:2-Niederlage gegen das Team des Südwestdeutschen Fußballverbandes, ein 2:2-Unentschieden gegen die Niederrheinauswahl und erneut eine knappe 1:2-Niederlage gegen die Auswahl des Badischen Fußballverbandes. Vier Punkte bei 9:13 Toren waren am Ende die magere Ausbeute der Niedersachsen, die nur die Teams des Saarlandes, des Rheinlandes, aus Mecklenburg-Vorpommern und Lothringen hinter sich lassen konnten.
Dabei hatte der Trainer der NFV-Futsal-Auswahl, Sebastian Rauch, dem Turnier optimistisch entgegen gesehen: „Genau wie letztes Jahr sind wir richtig geil auf dieses Turnier. Der zweite Platz im letzten Jahr war ein verdientes und schönes Erlebnis, aber das hat nichts mit der Erwartungshaltung für dieses Jahr zu tun. Wir haben ein Team zusammengestellt, dass futsalerisches Potenzial und richtig Bock hat, zusammen gegen jeden Gegner Gas zu geben.“
„Die Qualität ist vor allem in der Spitze nochmals gestiegen. Die Spieler, die sich im regelmäßigen Futsal-Spielbetrieb in den höchsten Ligen miteinander messen, haben dominiert und sich mit ihren Auswahlmannschaften durchgesetzt“, sagte Schomann, der die Kandidaten für die DFB-Auswahl bei der letzten offiziellen Maßnahme vor der anstehenden EM-Qualifikation genau unter die Lupe nahm. Vom 26. bis 29. Januar tritt die deutsche Futsal-Nationalmannschaft im lettischen Jelgava zunächst gegen Armenien, Gastgeber Lettland und abschließend gegen Estland an.
Neben Schomann machten sich auch die DFB-Co-Trainer Fred Michalsky, Wendelin Kemper und Daniel Gerlach ein genaues Bild vom aktuellen Leistungsstand der in den beiden ersten Länderspielen für das DFB-Team aktiven Nationalspieler und jener Kandidaten, die die Chance haben, sich noch in den 14er-Kader für die EMQuali zu spielen.
Die längerfristige Zukunft des Futsals hat Bernd Schultz im Blick. Der Vorsitzende der DFB-Futsal-Kommission zählte ebenso wie Kommissionsmitglied und Vorsitzender des NFV-Spielausschusses, Jügen Stebani, zu den interessierten Zuschauern vor Ort und erklärte: „Das Landesauswahlturnier als Leistungsschau der besten Futsalspieler hat sich etabliert. Im Zusammenspiel mit weiteren Aktivitäten wie einer nachhaltigen Qualifizierung und der Schaffung optimaler Ligenstrukturen hilft es uns dabei, den Futsal weiter nach vorne zu bringen. Unser Ziel ist es, Futsal auch für den Nachwuchs noch attraktiver zu machen, um den nötigen Unterbau zu schaffen. Schließlich soll sich unsere Nationalmannschaft mittelfristig international bewähren und sich für große Turniere qualifizieren. Nicht zu vergessen ist, dass das Länderpokalturnier auch eine Leistungsschau der Schiedsrichter ist. Deren Qualität ist ebenso wichtig für die positive Entwicklung des Futsals.“
NFV-Trainer Sebastian Rauch setzte in Duisburg auf einen Kader, der primär aus Futsalern des BFC Braunschweig bestand: Benjamin Kubiak, Konstantin Sabelfeld, Arne Ruff, Niklas Noeske, Olcay Irek, Daniel Heidenreich, Rezan Bilmez, Gerrit Placzek, Lukas Molter (alle BFC Braunschweig), Kadiralb Dibra (SV Hellern Futsal), Melvin Krolikowski (Buchholzer FC), Christian Küffmeier (UFC Göttingen). Als Co-Trainer stand Rauch in Duisburg David Arrebola zur Seite. Für die Organisaton war Kim Neubert verantwortlich.