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Neue Handlungshilfe bei Schädel-Hirn-Trauma
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Neue Handlungshilfe bei Schädel-Hirn-Trauma

Autor: PM VBG am 21.11.2016
DIE FUSSBALLECKEHamburg/Berlin. Schädel-Hirn-Traumen treten in vielen Sportarten im Wettkampf und Training auf. Doch nicht immer werden Schädel-Hirn-Traumen sofort erkannt. Die gesetzliche Unfallversicherung VBG und das Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) stellen deshalb heute beim 13. Symposium Hochleistungssport in Berlin erstmals den neuen „Algorithmus zur praxisgerechten Diagnostik und Therapie bei Schädel-Hirn-Traumen im Sport“ vor.

Die Handlungshilfe richtet sich an Mannschaftsärztinnen und -ärzte, Trainerinnen und Trainer, Physiotherapeutinnen und -therapeuten der Sportvereine sowie Reha-Managerinnen und -Manager der VBG. Sie erleichtert die Diagnose, Behandlung und Rehabilitation eines Schädel-Hirn-Traumas.

Eine in diesem Zuge entwickelte Taschenkarte hilft während eines Spiels oder im Training bei der Einschätzung, ob nach einer Verletzung ein Schädel-Hirn-Trauma vorliegt. Ist dies der Fall, navigiert der neue Algorithmus ab dem Unfalltag weiter zur Beobachtung im Krankenhaus, der Überweisung zum Neurologen, zur Durchführung eines Brain Checks und schließlich zur Rehabilitation und Vorbereitung auf die Rückkehr ins Training und ins Spiel.

„Kopfverletzungen treten vor allem bei Kontaktsportarten wie Eishockey, Basketball, Fußball und Handball auf. Das belegt der VBG Sportreport 2016, der das Unfallgeschehen im professionellen Sport auswertet. Im Eishockey ist der Kopf mit 17,9 Prozent die am häufigsten verletzte Körperregion“, sagt Dr. Jörn Moock, Projektleiter und Referent Versicherung und Leistungen der VBG, der die Handlungshilfe gemeinsam mit Dr. Ingo Schmehl vom Unfallkrankenhaus Berlin vorstellt. „Der neue Algorithmus ist eine Empfehlung der VBG. Er fokussiert diagnostische und organisatorische Aspekte und klärt das ‚Wer‘, ‚Wann‘ und ‚Wo‘ der notwendigen Behandlung.“

 „Gegenwärtig gibt es in Deutschland keinen allgemein anerkannten Versorgungspfad, der die gefahrlose Wiederaufnahme des sportlichen Wettbewerbs gewährleistet“, erklärt Dr. Ingo Schmehl. Aus diesem Grund entwickelte die VBG mit Neurologen, Neuropsychologen, Durchgangs- und Mannschaftsärzten sowie Sportwissenschaftlern in einer Konsensuskonferenz Anfang 2016 den Algorithmus.
 
„Ziel der Konferenz war es, die relevanten diagnostischen und therapeutischen Prozesse sowie die Schnittstellen zwischen den beteiligten Professionen praxisnah abzubilden und konkrete Versorgungspfade je nach Verletzungsschwere zu entwerfen“, so Dr. Ingo Schmehl weiter. Anwendungsergebnisse aus der Praxis sollen nun dabei helfen, die Handlungshilfe weiterzuentwickeln und zu aktualisieren.  

Das 13. Symposium Hochleistungssport veranstalten das Unfallkrankenhaus Berlin und die gesetzliche Unfallversicherung VBG heute im Berliner Olympiastadion. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Sportmedizin, Orthopädie, Physiotherapie, Psychologie und dem Profisport nutzen das Symposium zum Fachaustausch. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.vbg.de.  

Gruppenbild

Stellten den Algorithmus beim Pressegespräch vor: (v. l.) Dr. Moritz Morawski (Unfallkrankenhaus Berlin), Dr. Jörn Moock (Referent Versicherung und Leistungen, VBG) und Dr. Ingo Schmehl (Unfallkrankenhaus Berlin). Foto: VBG/Michael Hübner








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