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Fehlt Schwerin in der nächsten Saison auf der Oberligakarte ?
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Fehlt Schwerin in der nächsten Saison auf der Oberligakarte ?

Autor: Bernhard Knothe am 28.05.2026 - 21:20
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Letztes Spiel für scheidenden Ankertrainer Matthias Fink

Der letzte Spieltag der Oberliga Nordost Nord hat zwar in der Aufstiegsfrage keine große Bedeutung mehr, aber im Abstiegskampf stehen zwei bekannte Teams mit dem Rücken zur Wand, die traditionsreichen Tennis Borussen aus Berlin und die SG Dynamo Schwerin.

Beide Teams haben schwere Auswärtsspiele vor der Brust: Die Borussen müssen zum SV Lichtenberg 47, die MV-Landeshauptstädter gastieren beim sehr engagierten Neuling in Klosterfelde. Die Brandenburger haben bisher neun Heimsiege einfahren können, Schwerin nur zwei Auswärtssiege. Das gleiche gilt für die Borussen, die auch nur zweimal auf fremden Gelände siegen konnten, wogegen Lichtenberg mit bisher zehn Siegen die zweitbeste Bilanz aller sechzehn Oberligateams vorweisen kann. Für die Elf aus dem Mommsenstadion spricht nur die Tatsache, dass sie zwei Zähler mehr auf dem Konto haben. Da auch der FC Mecklenburg Schwerin drei Spieltage vor Saisonende den Oberligaaufstieg nicht mehr aus eigener Kraft schaffen kann, droht das Szenario, dass aus der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns im kommenden Spieljahr kein Vertreter mehr dabei ist.

In allen andere sechs Begegnungen sollte Spaß am Fußball im Vordergrund stehen. Aufsteiger SD Croatia kann sich mit einem Heimsieg gegen den TuS Makkabi von seiner kleinen Fangemeinde verabschieden, der F.C. Hansa Rostock II mit seinem neunten Sieg in Folge den Bronzeplatz bestätigen und der FC Anker Wismar mit einem Sieg in Rathenow seinem scheidenden Trainer Matthias Fink ein prima Abschiedsgeschenk machen.


Jean Sanguinette im Laufduell mit Gia Huy Phong (Szene aus dem Hinspiel Wismar - Rathenow)

In dieser Partie zwischen zwei alteingesessenen Vereinen der Oberliga wird es zumindest auf Wismarer Seite etliche Veränderungen geben, im Trainer- und Spielerbereich sowie im Umfeld. Trainer Matthias Fink hört nach fünf Jahren auf. Für ihn kommt Tobias Sieg von der U17 des FC Hansa Rostock, mit Paul Stubbe kommt auch ein neuer als Co-Trainer zu den Hansestädtern. Der 28-jährige kehrt damit zu seinem Heimatverein zurück. Zuletzt war er Cheftrainer beim Verbandsligisten MSV Pampow. Nicht mehr dabei sein wird auch in der kommenden Saison Sportvorstand Danny Pommerenke, der sich seinem beruflichen Werdegang als Unternehmer widmen wird. Seine Funktion übernimmt der 33-jährige Hannes-Michel Köhn, der vor ein paar Jahren noch im Kader der Oberligaelf stand. Auch für Mannschaftsleiter Bernhard Knothe (nach 42 Jahren) und Zeugwärtin Christin Krischewski wird es nach fast drei Jahrzehnten das letzte Spiel im Stuff der Hansestädter sein.

Das Aufstiegsrennen hatte sich in diesem Spieljahr bereits in den letzten dreißig Minuten auf dem Werner Seelenbinder Sportpark entschieden. In diesem kurzen Zeitraum haben Florian Baak (60.), Jeanpaul Uzuamaka (75.) und Konstantinos Grigoriadis (83.) den 3:0-Erfolg der Tasmanen perfekt gemacht und damit praktisch auch den Regionalligaaufstieg. Mitkonkurrent SV Lichtenberg 47 gewann zwar sein Spiel bei Dynamo Schwerin auch durch einen späten Handelfmeter mit 1:0, doch trotz Punktgleichheit hat Tasmania das um 15 Treffer besseres Torverhältnis. Ein Fakt, der die Aufstiegsambitionen der 47-ger völlig verblassen lässt.

Nach dem Regionalligaabstieg im Sommer 2023 fehlte der Elf aus dem Zoschkestadion am Ende immer nur etwas mehr Fortune. In der Saison 23/ 24 landete man mit 70 Punkten einen Zähler hinter Hertha Zehlendorf, in der vergangenen Saison einen Zähler hinter dem BFC Preussen und diesmal machte wohl das 4:4 gegen den Berliner AK 07, nach eigener 4:1-Führung, einen dicken Strich durch die Aufstiegshoffnungen. Sind auch aller schlechten Dinge Drei, oder geschieht in dieser Saison ein Wunder? 

Die Paarungen des 30. und damit letzten Spieltags der Oberliga Nordost Nord:

Samstag, 30.05.2026  14:00
SV Siedenbollentin (7.) – SV Sparta Lichtenberg 1911 (10.)
BSV Eintracht Mahlsdorf (6.) – SV Tasmania Berlin (1.)
FSV Optik Rathenow (11.) – FC Anker Wismar (9.)
F.C. Hansa Rostock II (3.) – FC Viktoria 1889 Berlin (16.)
S.D. Croatia Berlin (15.) – TuS Makkabi Berlin (8.)
SV Lichtenberg 47 (2.) – Tennis Borussia Berlin (13.)
SG Union Klosterfelde (5.) – SG Dynamo Schwerin (14.)
TSG Neustrelitz (4.) – Berliner AK 07 (12.)

Foto: Bernhard Knothe




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