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DIE FUSSBALLECKE
Jeddeloh II gewinnt erstmals den niedersächsischen Verbandspokal der Herren
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Jeddeloh II gewinnt erstmals den niedersächsischen Verbandspokal der Herren

Autor: Niedersächsischer FV am 25.05.2026 - 01:09
Logo NFVDer SSV Jeddeloh II hat zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den niedersächsischen Verbandspokal der Herren gewonnen. Im Barsinghäuser August-Wenzel-Stadion bezwang der Klub vom Küstenkanal im Wettbewerbsbaum „3. Liga&Regionalliga“ die Spielvereinigung Drochtersen/Assel mit 3:0 (1:0). 1.556 Zuschauer sahen die Tore von Dome Ndure (4.) sowie des eingewechselten Pascal Steinwender, der nach 79 Minuten vorentscheidend und in der Nachspielzeit zum Endstand traf.

Erst vor einer Woche waren beide Teams im letzten Punktspiel der Regionalliga-Saison aufeinandergetroffen (2:2). Während Jeddelohs Coach Björn Lindemann gegenüber dieser Partie nur einen Wechsel vornahm (für Tobias Bothe rückte Torjäger Max Wegner im letzten Pflichtspiel seiner Karriere in die Startelf), nahm D/A-Trainer Oliver Ioannou drei personelle Wechsel vor. Für Nikola Serra rückte Liam Giwah in die Dreierkette. Zudem verdrängte Matti Steinmann im defensiven Mittelfeld Sebastian Haut und Dennis Rosin (Offensives Mittelfeld) kam für Stürmer Haris Hyseni.

Die Partie startete mit einem Paukenschlag: Nach vier Minuten bediente Niklas von Aschwege auf der rechten Seite mit einem langen Ball aus der eigenen Hälfte Dome Ndure, der die Kugel im Strafraum technisch perfekt herunterpflückte und D/A-Keeper Patrick Siefkes mit einem platzierten Schuss ins rechte lange Eck keine Chance ließ. Ndure kam nach zwölf Minuten erneut aussichtsreich zum Abschluss, doch Tjorve Mohr konnte im letzten Moment den Ball zur Ecke klären. Sechs Minuten darauf lenkte Siefkes einen direkten Freistoß von Kasra Ghawilu über die Latte. Keine Frage: Die Ammerländer waren in der Anfangsphase das bessere, weil aktivere Team.

Die Spielvereinigung Drochtersen/Assel, bei der Ioannou in der 33. Minute Serra für den gelbverwarnten Nico von der Reith brachte, kam ab erst ab Mitte der ersten Hälfte besser ins Spiel, ohne aber zwingend zu werden. Daran ändert sich bis zum Seitenwechsel nichts.

Mit Beginn der zweiten Hälfte beorderte Ioannou Haris Hyseni für Philipp Aue aufs Feld, der nun mit Jannes Wulff die Doppelspitze bildete. Ein Volleyschuss von der Strafraumgrenze von Jorik Wullf, den Onken parierte, war kurz nach Wiederanpfiff die bis dahin beste D/A- Chance. Die Elf aus dem Kehdinger Land war jetzt klar tonangebend, konnte die Jeddeloher Defensive aber zu selten ernsthaft in Bredouille bringen.

Jeddeloh wartete auf den entscheidenden Umschaltmoment, der sich Robin Krolikowski nach 59 Minuten bot, als er allein auf Siefkes zusteuerte, der D/A-Schlussmann aber spektakulär mit dem Kopf parierte. Auf der Gegenseite verlängerte Wulff kurz darauf einen Freistoß auf den aufgerückten Serra, dessen Kopfball aus kurzer Distanz aber die Power fehlte, so dass Onken problemlos halten konnte (61.).

In der 79. Minute fiel die Vorentscheidung: Finn Cremer bediente auf der linken Seite Pacal Steinwender, der im Strafraum an einem Gegenspieler und dem herausgeeilten Siefkes vorbeizog und einschoss. Kurz vor Schluss bot sich Kanowski die dicke Chance, den Deckel endgültig drauf zu machen, als er frei vor Siefkes am erneut glänzend parierenden D/A- Schlussmann scheiterte.

In der siebenminütigen Nachspielzeit rettete Siefkes für sein weit aufgerücktes Team noch einmal, ehe er sich aber Steinwender zum zweiten Mal geschlagen geben musste. Bothe setzte sich nach einem Abstoß von Onken auf der rechten Seite gegen seinen Gegenspieler durch, lief anschließend weiter Richtung Tor, ehe er in die Mitte zum mitgelaufenen Steinwender passte, der den Ball annahm, sich um die eigene Achse drehte und die Kugel dann sehenswert ins lange Eck schlenzte.

„In einem Pokalspiel entscheiden oftmals kleine Dinge. Das war auch heute der Fall. Wir sind gut reingekommen und die frühe Führung hat uns natürlich in die Karten gespielt. Danach hatten wir zu kämpfen, sind wenig am Ball gewesen und haben die eine oder andere Spielsituation überstanden. Am Ende konnten wir dann zwei Konter setzen“, resümierte SSV-Coach Björn Lindemann, für den es sein letztes Spiel auf der Jeddeloher Bank war. Der 42-Jährige übernimmt zur kommenden Saison Kickers Emden.

D/A-Vereinspräsident Rigo Gooßen stufte den Sieger Ammerländer als verdient ein, „weil unsere Mannschaft nicht das gezeigt hat, was sie kann.“

Das Spiel in der Statistik

SSV Jeddeloh II – SV Drochtersen/Assel 3:0 (1:0)

Jeddeloh: Moritz Onken – Niklas von Aschwege, Gazi Siala, Fynn Friedrichs, Tim Janßen (83. Tom-Julian Kanowski) – Keita Taguchi (87. Philip Gramberg), Moritz Brinkmann – Dome Ndure, Kasra Ghawilu (76. Tobias Bothe), Robin Krolikowski (65. Finn Cramer) – Max Wegner (57. Pascal Steinwender).
Trainer: Björn Lindemann

D/A: Patrick Siefkes – Liam Giwah, Tjorve Mohr, Nico von der Reith (33. Nikola Serra) – Philipp Aue (46. Haris Hyseni), Matti Steinmann (63. Miguel Fernandes), Jannes Elfers (81. Matti Cebulla) – Jorik Wulff, Dennis Rosin – Allah Aid Hamid, Jannes Wulff.
Trainer: Lars Jagemann

Schiedsrichter: Björn Behrens (TuS Wettbergen); Assistenten: Felix Mutz (HSC Hannover), Leo Heckmann (TSV Asendorf). 4. Offizieller: Alexander Jahn (TSG Ahlten).

Gelbe Karten: von der Reith (18.), Mohr (50.), Serra (90+4) – Wegner (54.), Brinkmann (55.), Steinwender (73.), Bothe (82.).

Tore: 1:0 Ndure (4.), 2:0, 3:0 Steinwender (79., 90+4).

Zuschauer: 1.556 im Barsinghäuser August-Wenzel-Stadion



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