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Kein Aufstieg von SV SCHOTT Jena also – keine Relegation
Autor: Bernhard Knothe am 15.05.2026 - 18:48
Vier Vereine müssen noch zittern
NOFV-Oberliga. 29. Spieltag: Am vorletzten Oberligaspieltag steigt die Spannung noch weiter, an der Tabellenspitze und im Tabellenkeller. Und die Spannung beginnt bereits heute Abend, wenn der FSV Optik Rathenow (Platz 11, 35 Punkte) beim bereits feststehenden Absteiger Viktoria Berlin antritt. Rathenow gehört (noch) zu den Teams, die noch direkt absteigen können. Weiterhin sind noch der Berliner AK 07 (Platz 12, 33 Punkte), die SG Dynamo Schwerin (Platz 13, 31 Punkte) und Tennis Borussia Berlin (Platz 14, 30 Punkte) abstiegsgefährdet.
Nach dem Aufstiegsverzicht vom SV SCHOTT Jena hat sich die Abstiegsregelung der Oberligen Nord und Süd aber etwas verändert: Gewinnt der Nordost-Meister die Drittliga-Relegation, steigen die Plätze 15 und 16 beider Oberliga-Staffeln direkt ab und die beiden Tabellen-14. spielen eine Relegation, der Verlierer steigt ab.
Wenn der Nordost-Meister die Drittliga-Relegation verliert, gibt es drei Absteiger aus der Regionalliga Nordost und die Plätze 14, 15 und 16 beider Oberliga-Staffeln steigen direkt ab.
Klar ist aber in beiden Fällen, dass die Teams, die am Ende auf Tabellenplatz 13 in den Oberligen stehen - aktuell der 1. FC Lok Stendal in der Süd-Staffel und die SG Dynamo Schwerin in der Nord-Staffel - den Klassenerhalt aufgrund des Aufstiegsverzichts aus Thüringen jeweils schon sicher hätten. Die Frage nach der konkreten Anzahl der Absteiger wird dann erst mit der Drittliga-Relegation beantwortet. Für Spannung ist also an den beiden letzten Spieltagen gesorgt.
Durch den Wegfall der Relegation kann der FC Anker Wismar seine beiden letzten Punktspiele am Wochenende gegen Eintracht Mahlsdorf und am letzten Spieltag in Rathenow ohne jeglichen Druck bestreiten.
Das Heimspiel gegen Mahlsdorf ist das letzte Heimspiel der Hansestädter in dieser Saison. Zu Hause ist die Ankerelf besonders erfolgreich, denn acht Siege und drei Remis sind die Grundlage für den jetzt sicheren Klassenerhalt. In der separaten Auswärtstabelle liegt das Ankerteam mit nur zehn Zählern mit nur einem Punkt Vorsprung vor Sparta Lichtenberg und Tennis Borussia auf Platz zwölf. Zuletzt gewannen die Ostseestädter mit 2:1 gegen Sparta 1911.
Im 397. Oberligaheimspiel wollen die Gastgeber ihren insgesamt 130. Oberligaheimsieg feiern. Für Trainer Matthias Fink und sein Team wäre ein Sieg gegen die Eintrachtler auch ein besonderer Erfolg, denn es wäre der erste gegen die Randberliner. Bisher haben die morgigen Gastgeber nur einen Zähler gegen das Team von Karsten Heine holen können.
Für Fink ist es das letzte Heimspiel als verantwortlicher Ankertrainer, denn nach Saisonende beendet er seine Trainertätigkeit beim Oberligateam. Die Nachfolger stehen aber bereits fest. Tobias Sieg wird neuer Trainer der Oberligamannschaft des FC Anker Wismar. Der 45-jährige kommt nach Saisonende von Hansa Rostock. Dort ist er derzeit noch Trainer der U17-Mannschaft. Vorher war er unter anderem Trainer des FC Mecklenburg Schwerin und Jugendtrainer beim 1.FC Neubrandenburg. Er besitzt eine UEFA-Lizenz, die ihm erlauben würde, Cheftrainer einer Regionalligamannschaft zu sein. Nach Angaben von Anker Wismar soll Sieg den sportlichen Neuaufbau begleiten und gemeinsam mit dem Verein eine langfristige und nachhaltige Entwicklung vorantreiben. Mit Paul Stubbe kommt auch ein neuer Co-Trainer zu den Hansestädtern. Der 28-jährige kehrt damit zu seinem Heimatverein zurück. Zuletzt war er Cheftrainer beim Verbandsligisten MSV Pampow.
Nach dem 5:0-Auswärtssieg bei Croatia Berlin liegt Dynamo Schwerin mit 31 Punkten auf Platz dreizehn. Das Team von Trainer Jano Klempkow muss im Abstiegskampf mit Tennis Borussia Berlin und dem Berliner AK 07 aber das Heimspiel gegen Lichtenberg 47 unbedingt gewinnen, denn TeBe hat mit dem Heimspiel gegen Croatia Berlin die deutlich leichtere Aufgabe. Der BAK empfängt am Sonntag das Überraschungsteam aus Klosterfelde. Die endgültige Abstiegsfrage wird sich also erst am letzten Spieltag am 30. Mai klären.
Auch im Kampf um den Regionalligaaufstieg ist noch nichts entschieden. Zwar geht Tasmania Berlin mit drei Punkten Vorsprung in die Doppelaufgabe und muss zumindest vier Punkte aus den Begegnungen gegen Siedenbollentin und in Mahlsdorf holen. Aber auf Grund des deutlichen besseren Torverhältnisses der Tasmanen wäre ein Nichtaufstieg der Neuköllner schon eine kräftige Überraschung.
NOFV-Oberliga. 29. Spieltag:
Freitag, 15.05.2026 19:00
FC Viktoria 1889 - FSV Optik Rathenow
Freitag, 15.05.2026 19:30
Tennis Borussia Berlin - S.D. Croatia Berlin
Samstag, 16.05.2026 13:00
FC Anker Wismar - BSV Eintracht Mahlsdorf
Samstag, 16.05.2026 14:00
SG Dynamo Schwerin - SV Lichtenberg 47
Sonntag, 17.05.2026 13:00
Berliner AK - SG Union Klosterfelde
Sonntag, 17.05.2026 14:00
Sparta Lichtenberg - TSG Neustrelitz
TuS Makkabi Berlin - FC Hansa Rostock II
SV Tasmania Berlin - SV Siedenbollentin