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Sehr bitter: Niederlage in der 94. Minute
Autor: Bernhard Knothe am 20.04.2026 - 16:39
TSG-Trainer Franke geht nach Saisonende
Ankertrainer Fink musste seine Aufstellung der letzten Woche gleich viermal ändern. Esdorf und Hurtig fehlten verletzt, Wallenta fehlte komplett und Jahnke saß zuerst auf der Bank. Für sie standen Rode, Pataman, John und Hauer in der Startformation.
Der FC Anker Wismar hat dann einen großen Schritt Richtung gesichertes Mittelfeld verpasst, denn nach den zwei Siegen in der englischen Woche gegen Makkabi Berlin und dem FC Viktoria Berlin musste sich das Team von Ankertrainer Matthias Fink beim Tabellendritten TSG Neustrelitz mit 0:1 geschlagen geben. Besonders bitter war dabei die Tatsache, dass der Siegtreffer der Gastgeber erst in der 94. Minute fiel.
Neustrelitz hatte anfänglich optische Vorteile. Die wohl größte Gelegenheit zum Führungstreffer hatte Nick Höfer in der 25. Minute. Mustergültig bedient und völlig frei vor dem Tor, schoss er aber aus Nahdistanz über die Latte. In der 38. Minute klärte dann Ankertorwart Hajo Kurth noch einmal glänzend gegen Maik Frühauf. Aber kurz vor dem Seitenwechsel auch zwei gute Möglichkeiten für die Ostseestädter durch Breier und Pataman, es blieb aber beim torlosen Remis zur Pause.
Ankerkeeper Hajo Kurth bot eine sehr gute Partie, beim Gegentor in der Nachspielzeit hatte er keine Abwehrmöglichkeit.
Ankertrainer Fink: „Wir standen zumindest ganz dich vor dem Unentschieden. Am Ende war dieses Gegentor aber ein harter Schlag für uns. Zwar hatte die TSG die etwas besseren Möglichkeiten, aber wir haben das Spiel in der Abwehr gut beherrscht, deshalb tat dieser Gegentreffer in der Nachspielzeit besonders weh. Den letzten Eckball haben wir einfach katastrophal verteidigt und sind dann bestraft worden. Die drei nächsten Spiele werden aber nicht einfacher, zuerst am nächsten Freitag beim Spitzenreiter Tasmania Berlin und dann das hochbrisante Pokalhalbfinale beim SV Pastow. Drei Tage später am 3. Mai haben wir dann unser nächstes Heimspiel gegen Sparta Lichtenberg.“
Lucas Meyer (2. von rechts) im Zweikampf mit Nick Höfer, Manuel Härtel (links) und Valentin Rode (2. von links) beobachten die Szene
Auf die Frage nach seinem Weggang zum Saisonende teilte er mit, dass er noch keine neue Verpflichtung eingegangen sei. „Ich habe noch gar nichts, aber ich denke, es ist einfach an der Zeit weiterzuziehen. Ich möchte höherklassig als Trainer arbeiten, und die Perspektive ist - das soll kein Vorwurf sein - hier in Neustrelitz nicht gegeben. Immer wieder Umbruch, immer wieder neue Spieler, von vorn anfangen, irgendwann entscheidet man sich schweren Herzens, und das habe ich in dieser Woche getan. Es hat mich sehr berührt, es gestern den Jungs sagen zu müssen. So emotional bin ich sonst nur am Spielfeldrand, weil ich Fußball liebe.“
TSG Neustrelitz – FC Anker Wismar 1:0 (0:0)
TSG Neustrelitz: Höftmann – Härtel (78. Sfishta), Guth, Höger (66. Kmetjuks), Müller (82. Akogo), Gäbel, Ziegler, Schreiber (66. Kruse), Bastin, Frühauf (66. Röth), Inderwisch. Trainer: Thomas Franke.
FC Anker Wismar: Kurth – John, Kodanek, Rode, Schmitt – Birkholz, L. Billep – Meyer (56. Jahnke) , Pataman, Hauer (77. Martin) – Breier. Trainer: Matthias Fink.
Tore: 1:0 (90.+4.) Luis Inderwisch (Kopfball nach Ecke von rechts).
Gelbe Karten: Frühauf – Birkholz, L. Billep, John
Schiedsrichter: Willem Smakman Assistenten: Till Grewe, Eric Wöllner (alle LV MV)
Fotos: Bernhard Knothe