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Sparta Lichtenberg schoss sich den Frust von der Seele
Autor: Bernhard Knothe am 10.11.2025 - 19:37
Defensive der Hansestädter mit viel Problemen
Oberliga Nordost, 12. Spieltag: Nach dem 11. Spieltag war die Elf von Trainer Dragan Kostic noch belächelt worden, denn die Spartaelf musste sich beim bis dato sieglosen FC Viktoria 1889 mit 1:4 geschlagen geben. Es war der Tiefpunkt einer Serie von sechs Oberligapartien mit nur einem Sieg (3:2 gegen den TuS Makkabi Berlin).
Ankertrainer Fink hatte seine Startelf gegenüber dem 0:3 zu Hause gegen Tasmania Berlin auf vier Positionen umgestellt. Sanguinette und Mura standen nicht im Aufgebot, Hurtig und Hauer saßen zuerst auf der Bank. Für sie spielten Esdorf, Tille, Pataman und John von Beginn an.
Umso selbstbewusster wollten, und gingen, die Hansestädter in diese Begegnung, wollten sie doch den zweiten Sieg in Folge in Berlin nach dem 4:3-Erfolg bei Viktoria 1889 einfahren. Der Spielverlauf bestätigte dann auch diesen Willen, denn schon in der 8. Minute lag die Kugel im Berliner Tor. Doch das sächsische Schiedsrichtergespann entschied nach dem Treffer von Lukas Meyer auf Abseits. Die nächste Möglichkeit für die Gäste hatte Danilo John nach Vorarbeit von Erik Birkholz, doch John verzog knapp.
Pascal Breier im Zweikampf mit Gani Gashi, im Hintergrund Valentin Rode (Foto: B. Knothe)
Und dann der erste gefährliche Angriff der Hausherren, der erfolgreich durch Daniel Hänsch abgeschlossen wird. Dieser Treffer verunsicherte das Ankerteam. Erneut Hänsch sowie Gashi und Tonk tauchten wieder gefährlich vor dem Ankertor auf. Diese Vorteile im Spielaufbau und bei der Torgefahr drückten sich dann auch in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit in Zahlen aus. Nach einer Kombination über Gashi, Hänsch und Nikol markierte Letzterer die 2:0-Pausenführung.
Ankertrainer Fink rüttelte sein Team in der Kabine noch einmal auf und es erinnerte an die erste Halbzeit. Ballbesitz und Chancen für die Ostseestädter, doch das Tor erzielten die Platzherren. So ein Spielverlauf verunsichert und das Ankerteam kann bei den gefährlichen langen Angriffen der Spartaner die Defensivprobleme nicht verstecken. Erst nach dem Treffer zum 4:0 die nächste tolle Möglichkeit für den FC Anker, doch Schnur klärt auf der Linie. Erst der aufgerückte Florian Esdorf konnte nach Vorarbeit des eingewechselten Luis Billep den Anschlusstreffer markieren. Doch damit nicht genug, in der 85. Minute setzte Gani Gashi noch einen drauf und markierte den 5:1-Endstand.
Der eingewechselte Luis Billep bereitet das Ehrentor durch Florin Esdorf vor (Foto: B. Knothe)
Ankertrainer Matthias Fink: „Eine solche Niederlage tut natürlich besonders weh. Doch wir haben im Abwehrbereich nicht eng genug gedeckt und im Angriff zu unkonzentriert agiert. Jetzt müssen wir nach vorne schauen und aus den letzten sechs Punktspielen in diesem Jahr kräftig punkten.“
In der nächsten Woche haben die Hansestädter gleich dreimal die Chance, das 1:5 vergessen zu machen. Heute (10.11.25) ist das Team im Landespokal ab 13 Uhr beim SV Hafen Rostock gefordert. Am Dienstag (18.11.25) um 20 Uhr kommt das Nachholspiel gegen den SV Siedenbollentin auf dem Kunstrasen in der Bürgermeister-Haupt-Straße zur Austragung, bevor die Ankercrew dann am 23. November bei Eintracht Mahlsdorf zu Gast ist.
Sparta Lichtenberg - FC Anker Wismar 5:1 (2:0)
SV Sparta Lichtenberg: Dirk Brändicke - Marius Fleddermann, Gani Gashi (88. Chris Okojie), Daniel Hänsch (88. Nikolas Meyer), Etienne Nikol, Lukas Rehbein (86. Khaled Akasha), Dominic Schmüser, Carl Schnur, Viktor Sizov, Ömer Toktumur (77. Yves Brinkmann), Berkin Tonk (67. Jeremy Gampe). Trainer: Dragan Kostic.
FC Anker Wismar: Hajo-Michel Kurth – Valentin Rode (71. Luis Billep), Lares Kodanek, Florian Esdorf, Lukas Schmitt (64. Jonas Hurtig) – Eric Birkholz, Niklas Tille – Lucas Meyer, Evgeni Pataman (85. Julian Wallenta), Danilo John (71. Max Hauer) – Pascal Breier (85. Leon Henke). Trainer: Matthias Fink.
Schiedsrichter: Tim Haubenschild, SRA: Jens Rohland, Lea Kretschmar (alle LV Sachsen).
Tore: 1:0 Daniel Hänsch (13.) , 2:0 Etienne Nikol (45.+2), 3:0 Lukas Rehbein (61.), 4:0 Etienne Nikol (66.), 4:1 Florian Esdorf (75.), 5:1 Gani Gashi (86.).
Zuschauer: 112
Gelbe Karten: Berkin Tonk (F), Viktor Sizow (F) – Niklas Tille (F), Jonas Hurtig (F)