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Regionalliga Nord: Was macht der VfB Lübeck?
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Regionalliga Nord: Was macht der VfB Lübeck?

Autor: Stefan Freye am 27.10.2022
Logo Regionalliga NordAm letzten Spieltag kassierte der Spitzenreiter beim 0:1 in Flensburg die erste Saisonniederlage. Lässt sich der bislang souveräne VfB davon verunsichern oder knüpft er am 16. Spieltag der Regionalliga Nord an seine alte Form an? Eine Antwort dürfte das Heimspiel gegen Drochtersen/Assel liefern, eine von gleich vier Partien am Freitagabend.


Hannover 96 II – SV Werder Bremen II (Fr., 19 Uhr)
Die Vorbereitung auf dieses Nachwuchsduell unterschied sich deutlich: Der Gastgeber war nach drei ungeschlagenen Spielen (2-1-0) zuletzt spielfrei, während Werder das Derby gegen den Bremer SV souverän mit 3:0 für sich entschied. „Mit dem letzten Aufgebot“, wie Trainer Konrad Fünfstück anschließend betonte. Er war schon stolz, wie gut seine Mannschaft die aktuellen Personalprobleme kompensiert hatte. Beim Gastgeber war man dagegen nicht ganz so zufrieden gewesen mit dem 2:2-Remis gegen Phönix Lübeck im letzten Spiel. Die Punkteteilung war nämlich das Ergebnis des ein oder anderen groben Fehlers im Spiel der 96er. Allerdings steht fest, dass auch die Entwicklung der Niedersachsen zuletzt in die richtige Richtung ging. Insofern dürfte sich das Duell des Sechsten gegen den Fünften zu einer recht interessanten Partie entwickeln.

VfB Lübeck – SpVgg Drochtersen/Assel (Fr., 19.30 Uhr)
Ein Duell zwischen dem Spitzenreiter und dem Tabellenvierten ist sowieso etwas Besonderes. In diesem Fall kommt der Partie allerdings noch eine weitere Bedeutung zu, konnten beide Teams ihre letzten Spiele doch nicht gewinnen. Vermochte das 3:3-Unentschieden der Spielvereinigung gegen Holstein Kiel II dabei schon ein bisschen zu überraschen, kam die 0:1- Niederlage des VfB bei Weiche Flensburg ziemlich unerwartet. Nun hat es den Spitzenreiter also erwischt. Dabei kassierte er die erste Saisonniederlage allerdings bei jener Mannschaft, die im Sommer noch zu seinem härtesten Konkurrenten erklärt worden war, aber gerade auf eigenem Platz lange nicht in diese Rolle gefunden hatte. Insofern sagt der Ausgang des letzten Spitzenspiels wohl mehr über den Flensburger Aufschwung aus als über ein Leistungsloch des VfB. Trotzdem dürfte die Reaktion auf den Verlust der weißen Weste eine der spannendsten Fragen des Spieltags sein. Und der Gast? Da das Remis gegen Holstein II bereits die vierte sieglose Partie markierte, könnte D/A sicher auch mal wieder einen Dreier gebrauchen.

SSV Jeddeloh – BSV Rehden (Fr., 19.30 Uhr)
Es läuft richtig gut für den SSV, und das hat er in erster Linie seiner Heimbilanz zu verdanken. Nach sechs Partien in der 53acht-Arena ist das Team noch unbesiegt (5-1-0). Nun treten die Jeddeloher bereits zum dritten Mal an einem Freitagabend und unter Flutlicht an. Das hat ihnen bislang Glück gebracht. Also gilt der SSV als Favorit. Eine leichte Aufgabe erwartet den Gastgeber gegen einen im Aufwind befindlichen BSV aus Rehden aber nicht: In den vergangenen sieben Partien kassierte der Gast nur beim 0:4 gegen den VfB Lübeck eine Niederlage.

Kickers Emden – Blau-Weiß Lohne (Fr., 20 Uhr)
Das Duell der Aufsteiger ist gleichzeitig ein Kräftemessen zweier Mannschaften, die zuletzt positiv auf sich aufmerksam machten: Die Kickers landeten beim 3:2 auf St. Pauli nach langer Durststrecke mal wieder einen dreifachen Punktgewinn, der die Stimmung beim Schlusslicht natürlich deutlich verbesserte. Allerdings: Der Aufschwung des Gastes ist noch ein bisschen beeindruckender. Drei Siege in Folge gelangen BWL, bevor es am letzten Wochenende eine deutliche 1:4-Niederlage in Norderstedt setzte. Angesichts dieses Rückschlages könnten die Kickers sogar im Vorteil sein. Sie stehen allerdings auch unter Zugzwang: Die insgesamt sechs Punkte haben bislang ja noch keinen Anschluss zum Rest der Liga ermöglicht.

Hamburger SV II – Atlas Delmenhorst (Sa., 13 Uhr)
Der Gastgeber war zuletzt beschäftigungslos, nachdem die Partie in Lohne verschoben werden musste. Dafür hatte der HSV II zuvor mit deutlichen 5:1-Siegen gegen St. Pauli II und beim SV Werder II auf sich aufmerksam gemacht. Die Rothosen können sich in Nachwuchsduellen also behaupten. Wie sieht es nun gegen eine gestandene Regionalligamannschaft aus? In jeden Fall dürfte der Gast angeschlagen nach Hamburg reisen: Atlas wartet nun seit sechs Spielen (0-2- 4) auf einen dreifachen Punktgewinn. Nach ordentlichem Start fielen die Delmenhorster auf den 15. Platz zurück. Ob sie eine Herausforderung für den formstarken HSV sind, muss also bezweifelt werden. Andererseits gilt die Liga ja gerade in dieser Spielzeit als sehr ausgeglichen, und das könnte sich natürlich auch auf dieses Duell auswirken.

TSV Havelse – Weiche Flensburg (Sa., 14 Uhr)
Dem Trainerwechsel war ein Sieg bei St. Pauli gefolgt (2:0). Danach gab es aber auch unter Samir Ferchichi lediglich zwei Punkte in vier Spielen für den TSV Havelse zu gewinnen. Noch bliebt der Aufschwung also auch unter dem neuen Mann auf der Bank des Drittligaabsteigers aus. Ob es gegen Weiche besser wird? Der Gast hat ebenfalls einen Trainerwechsel hinter sich und hatte damit offenbar mehr Erfolg: Unter Mamadou Sabaly gelang nach dem 2:1 über D/A am letzten Spieltag ein 1:0-Erfolg über den VfB Lübeck. Wer dem Spitzenreiter die erste Saisonniederlage beibringt, dürfte recht selbstbewusst zum Duell nach Garbsen reisen.

Eintracht Norderstedt – Teutonia 05 Ottensen (Sa., 14 Uhr)
So richtig war lange nicht klar, wie stark die Eintracht in dieser Saison auftritt. Doch mittlerweile scheinen die Schwankungen der Vergangenheit anzugehören: Die Gastgeber landeten zuletzt drei Siege in Folge. „Wir waren über weite Strecken des Spiels die aktivere, spielbestimmende Mannschaft und sind megaglücklich, dass wir hier bestehen konnten“, meinte Olufemi Smith nach dem 1:0 bei Atlas am vergangenen Wochenende. Die Eintracht will nun dranbleiben und sich vor allem für die Niederlage im Halbfinale des letztjährigen Hamburger Pokals revanchieren. Der vierte Sieg in Folge würde den Tabellenneunten wohl auch einige Plätze klettern lassen. Einen ganz ähnlichen Plan verfolgt allerdings auch die Teutonia, die als 16. noch immer ein gutes Stück hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Dass der Gast nun auch noch seit acht Partien auf einen Sieg wartet (0-4-4), lässt ihn nicht gerade als Favorit antreten.

Holstein Kiel II – Phönix Lübeck (So., 14 Uhr)
Wo geht es hin, Holstein II? Der Gastgeber startete ordentlich, blieb zuletzt aber viermal in Folge ohne Sieg. Immerhin lassen die jüngsten Unentschieden gegen den VfV (2:2) und D/A (3:3) aber die Hoffnung auf bessere Zeiten zu. Beim Gast hofft man dagegen, dass in etwa alles so bleibt, wie es zuletzt war. Mittlerweile sind die Adler nämlich seit fünf Spielen ungeschlagen (3- 2-0). Das führte sie auf den achten Platz und so fehlen nur noch wenige Punkte zum Vorstoß in die erweiterte Spitzengruppe. Jedenfalls tritt Phönix als Favorit zum Spiel in Kiel an - was auch immer das heißen mag in dieser Saison.

Bremer SV – St. Pauli II (So., 14 Uhr)
Mit drei ungeschlagenen Spielen war der BSV zum Derby bei Werder II angetreten – und verlor gegen das ersatzgeschwächte Team mit 0:3. „Wir haben nicht abgerufen, was wir können“, bekannte Trainer Torsten Gütschow enttäuscht. Gleichwohl wollen die Bremer die nach wie vor sehr präsente Euphorie nicht verlieren. Es ist ja auch noch nicht allzu viel passiert. Jedenfalls befindet sich der Gastgeber (12.) in einer deutlich besseren Position als der 17. aus Hamburg: Seit sieben Spielen wartet St. Pauli II nun auf einen Sieg, die letzten fünf Partien gingen alle verloren. „Das Engagement ist da, aber es fehlte in gewissen Situationen die Qualität, das Tor zu verteidigen“, kritisierte Elard Ostermann nach dem 2:3 gegen Kickers Emden am letzten Wochenende. Der Trainer forderte angesichts der Niederlage beim Schlusslicht: „Wir müssen stabiler im Defensivverhalten werden.“




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