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Regionalliga Nord: Der Start steht bevor
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Regionalliga Nord: Der Start steht bevor

Autor: Stefan Freye am 29.07.2022
Logo Regionalliga NordEs geht wieder los, die Regionalliga Nord startet am Wochenende in eine neue Spielzeit. Und diese Saison ist eine besondere, gleich in mehrfacher Hinsicht. Nach zwei Jahren in Staffeln wird erstmals wieder in einer Liga gespielt, allerdings mit 19 Mannschaften, da sie Sollstärke trotz der deutlichen Reduzierung nach der letzten Spielzeit noch nicht ganz erreicht wurde.

Zum Start treten allerdings nur zwölf Mannschaften an. Die Teams des Bremer SV und des BSV Rehden, Blau-Weiß Lohne, Holstein Kiel II, der Hamburger SV II und der VfB Lübeck pausieren aufgrund eigener oder gegnerischer Verpflichtungen im DFB-Pokal, der SV Werder Bremen II ist am 1. Spieltag spielfrei.

Hannover 96 II – Teutonia 05 Ottensen (Sa., 13 Uhr)
Beim Gastgeber ergab sich der für eine Nachwuchsmannschaft fast übliche Umbruch: Viele junge Spieler kamen, ein Großteil aus der eigenen Jugend. Sie sollen Abgänge von Stammkräften wie Mick Gudra, Moussa Doumbouya, Grace Bokake oder Kevin Kalinowski ersetzen. „Wir haben eine motivierte, aber auch sehr junge Mannschaft“, sagt Daniel Stendel. Der Trainer ist ebenfalls neu, aber nicht unbekannt, gilt er in Hannover doch als 96-Urgestein. Er sieht sein Team gegen die Teutonia vor einer Herausforderung: „Das wird ein echter Härtegrad gleich zu Beginn.“ Tatsächlich gilt die Teutonia als Topteam der Liga. Dabei sind es vor allem die Ambitionen, die vom Siebten der letztjährigen Meisterrunde eine Menge erwarten lassen. Neutrainer David Bergner spricht von einer „guten Rolle“, die sein neuformiertes Team spielen soll. Aber mittelfristig möchte die Teutonia schon gern an die Spitze der Liga, auch die 3. Liga hält man in Hamburg für denkbar. Zu diesem Zweck wurden 16 neue Spieler verpflichtet, in Luis Coordes unter anderen einen Stürmer, der einst für St. Pauli in der 2. Bundesliga angetreten war.

Kickers Emden – Weiche Flensburg (Sa., 14 Uhr)
Niemand erwartet etwas von einem Aufsteiger. Es ginge darum, sich „in der Liga zu konsolidieren und zu etablieren“, unterstreicht Kickers-Coach Stefan Emmerling die angenehme Ausgangslage. Da der Kader vor allem punktuell verstärkt werden sollte, zählt der Neuling zu den Mannschaften mit vergleichsweise wenig Personalwechseln. In Nick Köster wurde dabei ein sehr erfahrener Kicker aus Delmenhorst verpflichtet. Auch der Gast aus Flensburg verzichtete auf einen Umbruch, vermochte die Qualität des Kaders aber mit dem ein oder anderen Spieler zu erhöhen, etwa durch Tobias Fölster (TSV Havelse) und René Guder (SV Meppen). Während Trainer Thomas Seeliger das „obere Drittel“ anpeilt, werden die Flensburger von den meisten Experten zu den Topteams gezählt.

Hamburger SV II – Holstein Kiel II (So., 13 Uhr)
Das Nachwuchsduell zum Auftakt und damit ein Spiel zwischen zweier recht unerfahrenen Mannschaften. Sowohl der HSV als auch die kleinen Störche nahmen rund ein halbes Dutzend Spieler aus der eigenen A-Jugend auf, und die anderen Neuzugänge zählen überwiegend ebenfalls zu den jüngeren Kickern der Liga. Dagegen verzichten beide Seiten zukünftig auf den einen oder anderen Spieler mit einer gewissen Erfahrung im Herrenfußball. Aber auch das ist ja keineswegs unüblich in einem Nachwuchsteam. Wenig überraschend ähneln sich auch die Zielsetzungen der Trainer. „Bei uns steht die Entwicklung unserer Talente im Vordergrund“, sagt HSV-Trainer Pit Reimers, und Holstein-Coach Sebastian Gunkel unterstreicht: „Wir wollen möglichst viele Talente auf eine mögliche Profikarriere vorbereiten.“

Phönix Lübeck – FC St. Pauli II (So., 14 Uhr)
Erst seit Beginn dieses Jahres sitzt Oliver Zapel auf der Phönix-Bank, und nach wie vor ist er dabei, das Team zu entwickeln. Am Ende möchte Zapel einen „guten Mittelfeldplatz“ erreichen, seine Mannschaft also noch ein bisschen mehr in der Regionalliga etablieren. Zu diesem Zweck wurde ein Dutzend neuer Spieler verpflichtet, darunter auch einige Talente. In Fabian Graudenz (Teutonia 05 Ottensen) musste der Gastgeber allerdings auch den Abgang eines torgefährlichen Leistungsträgers verkraften. Der FC St. Pauli tritt mit einem neuen Trainer an, denn Elard Ostermann folgte auf Joachim Philipkowski. Er steht nun wenig überraschend vor der Aufgabe, viele junge Spieler integrieren zu müssen – auch St. Paulis Nachwuchsmannschaft wurde in diesem Sommer nahezu runderneuert. Dabei gaben die Hamburger diverse Spieler an die Konkurrenz der Regionalliga ab: Max Brandt (FC Teutonia 05 Ottensen), Serkan Dursun (TSV Havelse), Jesper Heim, Niclas Nadj (beide SC Weiche Flensburg 08) und Bennet van den Berg (Blau-Weiß Lohne) treten in der kommenden Saison gegen St. Pauli an. Das Ziel ihrer alten Mannschaft ist nicht schwer zu erraten: Die Hamburger möchten Spieler entwickeln und sich im Gegensatz zum Vorjahr gern aus dem Abstiegskampf heraushalten.

Eintracht Norderstedt – TSV Havelse (So., 14 Uhr)
Die Vorbereitung gilt als gelungen, es gab recht wenig neue Spieler zu integrieren, und Trainer Olufemi Smith ist nach dem Abschied von Jens Martens alleinverantwortlich tätig – das sind sie Grunddaten des Gastgebers. Für die Eintracht geht es nach einer souveränen Abstiegsrunde um einen Platz im Mittelfeld. In dieser Saison möchte man sich komplett aus dem Rennen um den Klassenerhalt heraushalten. Das könnte gelingen angesichts einer mehr oder weniger eingespielten Mannschaft. Was dem TSV nach dem Abstieg aus der 3. Liga gelingen könnte? Das ist schwer zu sagen: Die Niedersachsen nahmen einen Umbruch vor, mit rund einem Dutzend neuer Spieler, und in Philipp Gaste kam für Rüdiger Ziehl auch ein neuer Trainer. Der neue Mann auf der TSV-Bank gibt sich optimistisch: „Wir streben einen Platz unter den ersten Fünf an.“

SpVgg Drochtersen/Assel – SSV Jeddeloh (So., 15 Uhr)
In Frithjof Hansen (zuvor Co-Crainer unter Lars Jagemann) installierte auch der Gastgeber einen neuen Trainer. Dessen Team wurde vor allem punktuell verstärkt, am Elbdeich setzt man nach wie vor auf Kontinuität. Dabei will Hansen auf ein allzu pauschales Ziel verzichten, sondern jeweils nach zehn absolvierten Partien ein Zwischenfazit ziehen. Als Kandidat für die obere Tabellenhälfte dürfte die Spielvereinigung allerdings so oder so gelten. Auch dem SSV ist bei positiven Saisonverlauf sicher ein Platz im Mittelfeld zuzutrauen. Allerdings: Der SSV muss sich vermutlich erst einmal finden. Ein Teil des Personals wurde ausgetauscht, und in Björn Lindemann (für Oliver Reck) sitzt auch ein neuer Trainer auf der Jeddeloher Bank.

VfV Borussia 06 Hildesheim – Atlas Delmenhorst (So., 15 Uhr)
Dank des Einzugs in die Meisterrunde war dem VfV06 in der vergangenen Saison frühzeitig der Klassenerhalt gelungen. Einen ähnlichen Verlauf wünscht sich Markus Unger auch in den kommenden Monaten – nur eben ohne Meisterrunde. „Wir wollen uns frühzeitig von der Gefahrenzone absetzen und möglichst konstant einen Vorsprung auf die Abstiegsplätze haben“, sagt der Trainer, dessen Kader auch mit fünf Spielern aus der eigenen Jugend verstärkt wurde. Sein Gegenüber Key Riebau möchte dagegen „besser als in der vorigen Saison“ abschneiden. Das bedeutet: Atlas tritt mit dem Ziel eines einstelligen Tabellenplatzes an, will sich also noch ein Stück mehr etablieren in der Regionalliga Nord. Unter dem Dutzend neuer Spieler befindet sich in Rückkehrer Mustafa Azadzoy ein Kicker, der zuletzt sechs Jahre als Profi in Thailand aktiv war.



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