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Ein Spitzenspiel im „Süden“
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Ein Spitzenspiel im „Süden“

Autor: Stefan Freye am 26.11.2021
Logo Regionalliga NordNun geht es langsam um die letzten Punkte, und so steht die eine oder andere Vorentscheidung an in den Partien des Wochenendes. Um wichtige Punkte geht es eigentlich auch in Spitzenspielen. Allerdings musste das Duell zwischen Weiche Flensburg und Teutonia 05 Ottensen (Staffel Nord) kurzfristig abgesetzt werden. In der Staffel Süd kommt es dagegen zum Topspiel zwischen Hildesheim und Bremen.


STAFFEL NORD

VfB Lübeck – Eintracht Norderstedt (Sa., 14 Uhr)
Das kann man sich nicht ausdenken: Mit dem VfB (14 Spiele/17 Punkte) und der Eintracht (15/19) treffen am Wochenende die beiden aussichtsreichen Verfolger der Top 5 aufeinander. Um den Tabellenfünften Hamburger SV II (14/21) noch abfangen zu können, sollten drei Punkte her – auf beiden Seiten, natürlich. Der VfB verlor zuletzt bereits an Boden, war das Duell gegen den HSV am vergangenen Spieltag doch mit 0:3 verloren gegangen. Dabei vermochte die schwache Leistung sogar noch ein wenig mehr zu enttäuschen als das Ergebnis. Auch die Eintracht blieb beim 1:2 gegen Weiche Flensburg ohne Punkte. „Für unsere Mannschaft ist das wirklich traurig, denn sie hat wieder einmal gezeigt, dass sie nicht schlechter ist als Flensburg“, meinte Trainer Jens Martens nach der erneuten Niederlage gegen Weiche. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison hatte er aber auch den „letzten Punch“ in seinem Team vermisst. Wer nun an der Lohmühle den entscheidenden Tick zu geben bereit ist, sollte seine Chancen auf die Meisterrunde erhalten können.

FC St. Pauli II – SpVgg Drochtersen/Assel (So., 14 Uhr)
Der Gastgeber war lange gut im Geschäft. Nach fünf sieglosen Spielen rutschte St. Pauli aber auf den neunten Tabellenplatz ab und besitzt angesichts von nur noch vier ausstehenden Spielen allenfalls durchwachsene Chancen auf den Einzug in die Meisterrunde. „Ich denke, dass wir die letzte Chance auf den fünften Platz verspielt haben", fand Trainer Joachim Philipkowski nach dem 0:2 gegen Phönix Lübeck am letzten Spieltag. Ein Heimsieg über den Vierten aus Drochtersen dürfte wohl trotzdem eine sehr gute Idee sein. Aber wie soll er den derzeit eher formschwachen Hamburgern gelingen? Der Gast ist nun seit zehn Partien ungeschlagen. Ihre letzte Niederlage kassierte die Spielvereinigung vor einigen Wochen - beim 0:4 im Hinspiel gegen St. Pauli II.

Altona 93 – Heider SV (So., 14 Uhr)
Das Schlusslicht empfängt den Vorletzten. In dieser Partie geht es nicht mehr um den Einzug in die Meisterrunde. Hier stehen sich zwei Teams gegenüber, die in einigen Wochen in die Abstiegsrunde einziehen werden. Es geht also um wichtige Punkte. Hinter dem Gastgeber liegt dabei eine Serie von sechs Niederlagen in Folge. Der zuletzt spielfreie Gast aus Heide hatte sich immerhin mit einem 1:1 gegen St. Pauli in die kurze Pause verabschiedet. Er war im September allerdings als Verlierer aus dem Duell mit den AFC gegangen (1:2) – dem Gastgeber war in dieser Partie wiederum der erste und bislang einzige Saisonsieg gelungen.

STAFFEL SÜD

Atlas Delmenhorst – BSV Rehden (Sa., 14 Uhr)
Der Gastgeber wusste seinen vierten Platz zuletzt zu verteidigen. Den einen oder anderen Punkt wird Atlas aber wohl noch gewinnen müssen, um den Einzug in die Meisterrunde perfekt zu machen – die Zone der Verfolger beginnt schließlich nur drei Punkte hinter den Delmenhorstern. Und mittendrin in dieser Zone befindet sich der BSV Rehden, mit einem Abstand von mittlerweile fünf Punkten. Der Gast kassierte beim knappen 2:3 gegen den SSV Jeddeloh gerade eine bittere Niederlage, die den sechsten Rang kostete. Für den BSV gilt: Jede weitere Pleite könnte die Chancen auf die Meisterrunde deutlich reduzierten. Er steht in Delmenhorst mindestens so unter Zugzwang wie sein Gegner.

Hannover 96 II – FC Oberneuland (So., 13 Uhr)
Lediglich ein Sieg gelang 96 II in den vergangenen sechs Partien. Ein dreifacher Punktgewinn wäre also mal wieder an der Reihe, und er erscheint auch möglich gegen den FC Oberneuland. Das Schlusslicht wartet nun bereits seit neun Partien auf einen Sieg. Zuletzt war der FCO beim 1:0 gegen 96 im September erfolgreich gewesen. Insofern besteht nun die Chance auf eine Revanche, und zudem stimmte die Leistung zuletzt: Beim jüngsten 1:2 gegen den SVW II war 96 keineswegs die schlechtere Mannschaft.

VfB Oldenburg – Lüneburger SK Hansa (So., 14 Uhr)
Die Tabellenführung ist weg: Weil der SV Werder II am Mittwoch das Nachholspiel gegen den HSC Hannover gewann (2:0), fiel der VfB auf den zweiten Rang zurück. Das hat er aber vor allem sich selbst, nämlich einer Serie von drei sieglosen Partien (0-2-1) zu verdanken. In Oldenburg wird man das Heimspiel gegen den LSK also für eine Rückkehr in die Erfolgsspur nutzen wollen. An der nötigen Ruhe sollte das nicht scheitern: Gerade erst wurde der Vertrag mit Trainer Dario Fossi über das Saisonende hinaus verlängert. Der LSK wartet nun bereits seit vier Partien auf einen dreifachen Punktgewinn (0-2-2). Diese Serie ist vergleichbar mit jener des VfB. Die aktuelle Situation dagegen nicht: Als Tabellenachter haben die Lüneburger nur noch theoretische Chancen auf den Einzug in die Meisterrunde.

VfV Borussia 06 Hildesheim – SV Werder Bremen II (So., 14 Uhr)
Der Dritte empfängt den Tabellenführer, und so kommt es wenig überraschend zum Duell der beiden formstärksten Teams dieser Tage. Während der VfV zuletzt vier Siege in Folge feierte, gelang den Bremern beim 2:0 über den HSC am Mittwoch sogar der fünfte Erfolg in Serie. Die nun seit 14 Spielen ungeschlagenen Bremer sind derzeit das Maß der Dinge. Aber auch der VfV strotzt nur so vor Selbstbewusstsein. Längst verflogen sind die Gedanken an das Hinspiel aus dem September: In Bremen hatten die Hildesheimer noch mit 1:8 verloren. Nun ist es an der Zeit für eine Revanche. Dem VfV winkt dabei am Wochenende, was Werder bereits gelang: Die vorzeitige Qualifikation zur Meisterrunde. Sie erfordert lediglich drei weitere Punkte.

HSC Hannover – SSV Jeddeloh (So., 14 Uhr)
Beim 0:2 in Bremen kassierte der HSC die dritte Niederlage in Folge, blieb dabei bereits zum siebten Mal ohne dreifachen Punktgewinn. Der Tabellenneunte besitzt nur noch theoretische Chancen auf den Einzug in die Meisterrunde, müsste er in den kommenden drei Partien doch stolze acht Punkte aufholen. Anders der SSV. Nach drei Siegen aus den vergangenen fünf Partien hat sich der Gast auf den sechsten Platz vorgearbeitet, mit nur noch zwei Zählern Rückstand. Es ist also etwas drin für den SSV. Er wird seine gute Ausgangsposition sicher nicht mit einer Niederlage in Hannover verschlechtern wollen.




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