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Regionalliga Nord:Ein Monat der Vorentscheidung
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Regionalliga Nord:Ein Monat der Vorentscheidung

Autor: Stefan Freye am 30.09.2021
Logo Regionalliga NordDer Oktober kommt. Und mit ihm eine Vorentscheidung? In beiden Staffeln haben sich einige Teams abgesetzt, und so droht den restlichen Teilnehmern der Verlust des Anschlusses. Wie geht es also im neuen Monat weiter mit Teutonia, Holstein II, Weiche (Gruppe Nord), dem VfB Oldenburg und Werder II (Gruppe Süd)?


STAFFEL NORD:

SC Weiche Flensburg – SpVgg Drochtersen/Assel (Fr., 19 Uhr)
Weiche-Kapitän Torge Paetow hat eine ziemlich genaue Vorstellung von dieser Partie: „Ein hart umkämpftes Spiel mit einigen Nickligkeiten“. Schließlich verfüge der Gegner über eine Menge Qualität und gute Einzelspieler. „Drochtersen ist eine Mannschaft, die sich nie aufgibt und immer bis zum Ende kämpft“, so Paetow. Der Tabellenvierte aus Drochtersen beendete beim 2:1 über Altona zudem gerade eine zwei Spiele währende Negativserie. Bei Weiche ist man also gewarnt. Der Gastgeber wird der SpVgg mit Respekt begegnen. Angst werden sie beim Gastgeber dagegen nicht haben: Der jüngste 7:1-Erfolg bei Phönix Lübeck untermauerte den dritten Tabellenplatz – die Flensburger liegen stolze vier Zähler vor ihrem kommenden Gegner.

VfB Lübeck – Phönix Lübeck (Fr., 19.30 Uhr)
Darauf hat man lange gewartet in Lübeck: Das letzte Derby um Punkte wurde 1989 ausgetragen. Nun steht allerdings bereits das 140. Spiel zwischen den beiden Nachbarn an – die traditionsreichen Duelle um die Nummer eins der Stadt hatten bereits 1924 begonnen. Nach einem Favoriten muss nicht lange gesucht werden: Der VfB siegte zuletzt mit 2:0 in Heide und belegt mit 13 Zählern (4-1-3) den fünften Platz, während Phönix zuletzt eine 1:7-Pleite gegen Weiche kassierte und mit acht Punkten (2-2-4) zwei Ränge hinter dem Gastgeber liegt. Aber dafür waren Derbys ja schon immer gut: Mit einem Spiel könnte sich eine ganze Menge verändern.

Hamburger SV – Heider SV (Sa., 14 Uhr)
Der große HSV empfängt den kleinen HSV, und in der Tabelle ist man sich deutlich näher als eigentlich gedacht. Denn derzeit wird der Gastgeber (8.) lediglich durch einen Zähler von seinem Gegner (10.) getrennt. Das liegt allerdings in erster Linie daran, dass sich der Heider SV besser schlug als erwartet. Zuletzt verlor der Gast zwar gegen den VfB Lübeck (0:2), und dabei blieb er bereits zum dritten Mal in Folge ohne Punktgewinn. Er schaffte bislang aber auch zwei Siege, stellte seine Konkurrenzfähigkeit also unter Beweis. Mit einem dreifachen Punktgewinn beim großen HSV würde der kleine HSV nun sogar den Kontakt zum Mittelfeld herstellen.

Eintracht Norderstedt – Teutonia 05 Ottensen (So., 14 Uhr)
Hinter der Eintracht liegt ein echtes Spektakel, nämlich ein 4:4 bei Holstein II. Es galt angesichts der Ausfälle von elf Spielern allerdings als Punktgewinn. „Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Das war eine grandiose kämpferische und läuferische Leistung mit teilweise guten Szenen beim Umschalten“, meinte Trainer Jens Martens begeistert. Gegen den Nachbarn aus Hamburg kommt es vermutlich erneut auf eine erfolgreiche Offensive an. Noch wichtiger erscheint allerdings eine sichere Abwehr: Der Gast ist das einzige noch ungeschlagene Team der Staffel (6-2-0). Er tritt als Tabellenführer beim Sechsten an und trägt deshalb die Favoritenrolle.

Altona 93 – FC St. Pauli II (So., 14 Uhr)
Das nächste Stadtderby, die nächste spannende Partie. Dabei tritt das gastgebende Schlusslicht mit einer Aufwärtstendenz an. Zwar verlor Altona zuletzt mit 1:2 in Drochtersen, kassierte den zweiten Gegentreffer aber erst in der Schlussminute. Es geht also was, und das soll der Gast aus der Nachbarschaft nun zu spüren bekommen. Noch wartet man schließlich auf die ersten Punkte in der Adolf-Jäger-Kampfbahn. Aber Vorsicht! St. Pauli kommt ausgeruht, nämlich nach einer zweiwöchigen Pause. Der Tabellenneunte sammelte zudem bereits sieben Zähler, und das sind immerhin drei mehr als Altona.

STAFFEL SÜD:

SSV Jeddeloh – SV Werder II (Sa., 15 Uhr)
Ein weiteres Remis wäre diesmal wohl eine gute Sache: Der SSV teilte in den vergangenen vier Partien jeweils die Punkte und geht nun als Außenseiter in das Duell mit dem SVW. Der Gast siegte beim 2:1 über den Lüneburger SK Hansa am Mittwoch (Tore: Min-woo Kim (53.), Belal Halbouni (54.) / Malte Meyer (59., FE) ja bereits zum fünften Mal in Folge. Er tritt als Tabellenführer an. „Wir nehmen die Liga an, und darauf können die Jungs stolz sein“, meinte Trainer Konrad Fünfstück danach. Ein ähnlicher Gegner erwarten die Grün-Weißen nun wohl auch in Jeddeloh: Das noch sieglose Schlusslicht verfügt über eine gestandene Mannschaft – und sie wird vermutlich alles dafür tun, auch im fünften Spiel in Folge zu punkten.

Atlas Delmenhorst – HSC Hannover (Sa., 16 Uhr)
Viermal war der Gastgeber sieglos geblieben, ehe ihm beim 2:1 in Rehden ein dreifacher Punktgewinn gelang – ein Big-Point. Die zehn Punkte aus sieben Spielen (2-4-1) reichten Atlas nämlich zum Sprung auf Rang drei. Das Team von Key Riebau tritt nun als Favorit zum Duell mit dem HSC an. Der Vorletzte der Staffel (1-2-4) blieb bei der 1:2-Derbyniederlage gegen 96 II am Mittwoch (Tore: Moritz Dittmann (27.), Tom Trybull (42.) / Nico Vukancic (62.)) bereits zum dritten Mal in Folge ohne Punkte. Er wartet nun schon etwas länger auf einen Big-Point.

Lüneburger SK Hansa – Hannover 96 II (So., 15 Uhr)
Am Mittwoch mussten beide Teams antreten, und nur der Gast feierte einen Erfolg. Aber was bedeutet das für dieses Duell? Vermutlich nur wenig: Der LSK (8.) und 96 II (7.) werden in der Tabelle nur durch einen Platz und zwei Zähler getrennt. Hier treten zwei Mannschaften an, die sich derzeit um den Anschluss an die weiter oben platzierten Konkurrenten bemühen. Dabei wartet der Gastgeber noch auf den ersten Sieg im heimischen Stadion, während 96 II immerhin eines seiner bislang zwei Auswärtsspiele gewinnen konnte.

VfB Oldenburg – BSV Rehden (So., 15 Uhr)
Eine Corona bedingte Pause liegt hinter dem VfB. Die einzige noch ungeschlagene Mannschaft der Staffel vermochte ihre Ausbeute also nicht zu verbessern und musste den SV Werder an sich vorbeiziehen lassen. Gegen den BSV Rehden sollen nun aber wieder drei Punkte her. Der Tabellensechste geht jedenfalls als klarer Außenseiter ins Spiel. Allerdings: Vor der knappen 1:2-Niederlage gegen Atlas Delmenhorst war der BSV dreimal ungeschlagen geblieben. Die Rehdener wissen also, wie es geht. Sie werden nicht als Laufkundschaft in Oldenburg antreten.

VfV Borussia 06 Hildesheim – FC Oberneuland (So., 15 Uhr)
Nach dem 1:8 in Bremen wurde das Duell mit dem FCO in Hildesheim zum „Spiel der Wahrheit“ erklärt: Alles andere als eine Wiedergutmachung der heftigen Pleite kommt nicht in Frage. Deshalb führte Trainer Markus Unger zahlreiche Gespräche in dieser Woche. Einen umfassenden Umbau plant der Coach des Tabellenfünften nicht. Der Vierte aus Bremen wird wohl auch nicht umbauen: Beim wichtigen 1:0 über 96 II hatte Oberneuland am letzten Spieltag den zweiten Sieg in Folge gefeiert. „Diese Mannschaft hat heute erneut bewiesen, dass sie wirklich immer alles geben und jegliche Nackenschläge wegstecken kann“, meinte Trainer Kristian Arambasic begeistert. Er habe auf vier Stammkräfte verzichten müssen und sein Team sich das nötige Glück erarbeitet.




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