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Regionalliga Nord: Die Zeit der Weichenstellung
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Regionalliga Nord: Die Zeit der Weichenstellung

Autor: Stefan Freye am 03.09.2021
Logo Regionalliga NordEs gibt wieder eine ganze Menge sehr interessanter Partien, und zwar in beiden Staffeln der Regionalliga Nord. Mittlerweile dürfte auch die Zeit der Weichenstellung angebrochen sein: Wer bislang keine Punkte sammeln konnte, sollte nun besser damit beginnen, und wer bisher erfolgreich war, kann sich mit einem weiteren Sieg seinen Platz in der Spitzengruppe sichern.


STAFFEL NORD

SC Weiche Flensburg – Eintracht Norderstedt (Sa., 13.30 Uhr)
Drei Spiele, drei Siege: Hinter dem Gastgeber liegt ein perfekter Start. Zumal Weiche am vergangenen Wochenende einen 2:1-Erfolg im Spitzenspiel gegen den VfB Lübeck feierte. In Flensburg ist man sich allerdings bewusst, dass gelegentlich noch Luft nach oben war. So hat Trainer Thomas Seliger die neun Punkte zufrieden kommentiert, allerdings auch auf ein „Quäntchen Spielglück“ hingewiesen. Nun kommt eine Eintracht aus Norderstedt, von der nicht ganz klar ist, wo sie gerade steht. Das 1:1-Heimremis gegen Altona 93 an diesem Mittwoch (Tore: Rico Bork (13.) / Hendrik Bombek (71.)) muss jedenfalls als Misserfolg gelten. Der bereits seit drei Spieltagen sieglose Gast liegt derzeit hinter den Erwartungen zurück.

FC St. Pauli II – Phönix Lübeck (So., 14 Uhr)
So richtig läuft es noch nicht beim FC St. Pauli II: Am Mittwoch kassierten die Hamburger eine 0:1-Niederlage beim Heider SV (Tor: Jan Ole Butzek (61.)). „Wir waren absolut spielbestimmend. Dass der Gegner gefühlt mit seiner einzigen Torchance das Tor macht, ist dann der Klassiker und tut uns natürlich unheimlich weh“, meinte Paulis Co-Trainer Benjamin Olde. Die Enttäuschung ist also vorhanden, die spielerische Klasse offenbar auch. Nun wird der noch sieglose Gastgeber (0-1-4) gegen Phönix Lübeck alles daransetzen, seine Möglichkeiten in zählbare Erfolge umzusetzen. Immerhin einen dreifachen Punktgewinn vermochte der Gast bislang zu landen (1-2-2). Am Mittwoch sicherte sich Phönix zudem ein Heimremis gegen die favorisierte SpVgg Drochtersen/Assel. Keine Frage: Die Lübecker treten zweifellos nicht nach einer Enttäuschung an.

Altona 93 – Teutonia Ottensen (So., 14 Uhr)
Nach vier Niederlagen sicherte sich der Gastgeber am Mittwoch ein 1:1 in Norderstedt – und sorgte damit zugleich für ein Ausrufezeichen. Das Schlusslicht ist offenbar nicht bereit, die sich andeutende Rolle auszufüllen, bei Altona 93 gibt man sich kämpferisch, und das sollen die kommenden Gegner zu spüren bekommen. Nun tritt allerdings eine Teutonia an, die am Wochenende, nämlich beim 3:1 auf St. Pauli, Ihre Ambitionen unterstrichen hatte. Der noch ungeschlagene Gast (2-2-0) möchte an die Spitze der Liga und muss das Duell beim Tabellenletzten deshalb als Pflichtaufgabe begreifen. Das wird spannend.

SpVgg Drochtersen/Assel - Holstein Kiel II (So., 15 Uhr)
Das 0:0 bei Phönix Lübeck entsprach vielleicht nicht ganz den Erwartungen in Drochtersen. Die Tabellenführung ist der Spielvereinigung aber geblieben, weshalb der Saisonauftakt noch immer als gelungen gelten dürfte. In Holstein Kiel II empfängt der Gastgeber nun allerdings die Überraschungsmannschaft dieser Tage: Am Mittwoch sicherten sich die Störche einen 1:0- Erfolg über den VfB Lübeck (Tor: Tommy Grupe (57., Eigentor)). „Knapp, aber verdient, die Jungs haben sich das verdient“, meinte Holstein-Coach Sebastian Gunkel. Sein Team wird wohl mit einer Menge Selbstbewusstsein anreisen.

STAFFEL SÜD

SSV Jeddeloh – Atlas Delmenhorst (Sa., 15 Uhr)
Knapp zwei Wochen liegt das letzte Spiel des SSV nun zurück. Weil der Gastgeber auch beim 1:4 in Hildesheim ohne Zähler geblieben war, wartet er noch immer auf den ersten Punktgewinn in der noch jungen Saison (0-0-2). Hinter dem Gast liegt dagegen ein fulminantes erstes Saisonspiel: Atlas siegte am Wochenende glatt mit 4:1 gegen den VfV Borussia 06 Hildesheim und feierte damit zugleich den ersten dreifachen Punktgewinn seit dem Aufstieg im vergangenen Jahr. Der überzeugende Einstand dürfte auch darüber hinwegtrösten, dass die Delmenhorster am Dienstag gegen den Drittligisten VfL Osnabrück aus dem Pokalwettbewerb in Niedersachsen ausschieden (0:3). An Selbstbewusstsein sollte es dem Gästeteam jedenfalls nicht mangeln.

HSC Hannover – FC Oberneuland (Sa., 18 Uhr)
Noch sieglos, und zuletzt ein 1:4 gegen den favorisierten SV Werder II – es läuft noch nicht so richtig für den HSC Hannover. Nun kommt allerdings ein Gegner, der auf Augenhöhe sein sollte. Zwar gelang dem FCO beim 3:2 in Rehden am vergangenen Wochenende ein richtig gutes Ergebnis zum Saisonauftakt. Dabei war allerdings auch ein bisschen Glück im Spiel gewesen. Die Bremer werden wissen, dass sie auch nach dieser Partie noch immer zu den Kellerkindern zu zählen sind. Ein Erfolg beim HSC könnte das allerdings einstweilen ändern. In Hannover werden wohl so oder so Weichen gestellt.

Hannover 96 II – BSV Rehden (So., 13 Uhr)
Beim 0:1 gegen den VfB Oldenburg kassierte 96 II im dritten Spiel die erste Saisonniederlage – obwohl das Team lange in Überzahl gespielt hatte. Als unglücklich durfte die Pleite gleichwohl gelten: Der Gastgeber hatte diverse Chancen zu einem eigenen Treffer und scheiterte dabei an Pfosten und Latte. Insofern sollte 96 II recht unbeeindruckt zum dritten Heimspiel in Folge antreten. Zumal der Gast aus Rehden noch auf den ersten Sieg wartet (0-1-2) und zuletzt, beim 2:3 gegen den FCO, nur eine Halbzeit lang zu überzeugen wusste.

VfV Borussia 06 Hildesheim – VfB Oldenburg (So., 15 Uhr)
Das 1:4 bei Atlas Delmenhorst war eine kalte Dusche. Vor allem aber war die Niederlage zumindest in dieser Höhe unnötig. Beim VfV wird man sich also schütteln und sich an die beiden Siege vor der ersten Saisonniederlage erinnern. Der Gastgeber blickt nämlich nach wie vor auf einen sehr ordentlichen Saisonstart zurück. Er dürfte nun aber auch besonders gefordert sein: Im VfB Oldenburg tritt ein Team an, dass sowohl beim 3:0 über den SVW II als auch beim 1:0 bei 96 II zu überzeugen wusste. Der Gast nimmt derzeit die ihm zugedachte Rolle als Mitfavorit auf den Titel ein.



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