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Regionalliga Nord: Spitzenspiel in Flensburg
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Regionalliga Nord: Spitzenspiel in Flensburg

Autor: Stefan Freye am 26.08.2021
Logo Nord FVEs gibt eine ganze Reihe von interessanten Paarungen an diesem Wochenende. Aber eine Partie überstrahlt alles: In Flensburg treffen mit dem SC Weiche und dem VfB Lübeck zwei Topfavoriten aufeinander. Das Schleswig-Holstein-Derby dürfte deshalb weit über die Landesgrenzen hinaus auf großes Interesse stoßen.

STAFFEL NORD

SC Weiche Flensburg – VfB Lübeck (Fr., 19 Uhr)
Sie haben erst zwei Partien absolviert, und doch erscheint diese Prognose keineswegs gewagt: Zum Auftakt der Spieltags findet gleich das Spitzenspiel der Gruppe Nord statt. Schließlich treten in Weiche und dem VfB nicht nur die beiden Teams ohne Punktverlust an – das Duo zählte schon vorm Saisonbeginn zu den Topfavoriten. Dabei sind die Rollen innerhalb dieses Duells für Lukas Pfeiffer aber klar verteilt: „Für mich ist Weiche Flensburg der Meisterschaftskandidat Nummer eins. Es ist eine gestandene Mannschaft, die in der abgebrochenen Saison schon sehr stark war“, hatte der VfB-Coach noch vorm 1. Spieltag unterstrichen. Dabei trat sein Team bislang sogar souveräner an: Die Lübecker landeten die klaren Siege gegen St. Pauli II (3:0) und Altona (7:0); der VfB mühte sich nach dem 3:1 bei Altona zu einem 3:2 in Kiel. Die Flensburger stehen nun also vor ihrer Heimpremiere. Es ist angerichtet.

Phönix Lübeck – Holstein Kiel II (Sa., 13 Uhr)
Eine Niederlage in Norderstedt (0:4), das Remis gegen Teutonia Ottensen (0:0) und zuletzt ein 3:2 in Heide – die Formkurve des Gastgebers zeigt nach oben. Der Auftakt des Gastes muss dagegen als durchwachsen bezeichnet werden – zumindest von den Zahlen her. Denn dem 1:0 gegen Altona schlossen sich die Niederlagen in Heide (1:2) und gegen Weiche (2:3) an. Allerdings waren es in erste Linie die für ein Nachwuchsteam ganz normalen Anpassungsprobleme, die zuletzt den Ausschlag gaben. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat ein tolles Spiel gegen ein echtes Spitzenteam abgeliefert“, kommentierte Trainer Sebastian Gunkel die Niederlage gegen Flensburg. Am Buniamshof in Lübeck wird der Gastgeber also einen weiteren Ausbildungsschritt unternehmen und seine Fehler minimieren wollen.

SpVgg Drochtersen/Assel – Heider SV (Sa., 17 Uhr)
Dank eines 2:0-Heimerfolgs über Eintracht Norderstedt (Tore: Fabio Manuel Dias (39.), Hassan El Saleh (43.)) sicherte sich die Spielvereinigung am Mittwoch sieben Punkte aus den ersten drei Saisonspielen. Der Gastgeber wird bisher der Rolle als potenzieller Verfolger der Spitzenteams gerecht. Der Gast will sich dagegen offenbar nicht so einfach fügen: Nicht wenige Experten betrachten den Heider SV als Abstiegskandidat. Er verlor zuletzt auch mit 2:3 gegen Phönix, hatte zuvor aber durch einen 2:1-Erfolg gegen Holstein II aufhorchen lassen. Der „Nachbar“ – Heide und Drochtersen werden nur durch rund 50 Kilometer und die Elbe getrennt – ist also für Überraschungen gut.

FC St. Pauli II – Teutonia Ottensen (So., 14 Uhr)
Beim 2:2 in Norderstedt sicherte sich St. Pauli II den ersten Zähler im dritten Saisonspiel. Er soll nun positive Folgen für die kommenden Aufgaben haben. „Der Punkt tut uns hoffentlich sehr gut, den wollen wir mit ins nächste Heimspiel nehmen und dann unseren ersten Dreier holen", sagt Trainer Joachim Philipkowski. Ob die Teutonia da mitmacht? Der Gast hatte zum Auftakt gleich mit 7:0 gegen den Heider SV gewonnen, danach aber mit Phönix (0:0) und Drochtersen/Assel (1:1) die Punkte geteilt. Dabei sorgte vor allem das letzte Remis mit einem Gegentreffer in der Nachspielzeit für Frust bei der Teutonia. Enttäuscht war Dietmar Hirsch allerdings nicht. „Man muss sehen, dass wir unbedingt wollen, dass wir uns weiterentwickeln und dass wir natürlich auch aus so einem Rückschlag lernen“, fasste der Trainer die Partie in Drochtersen zusammen. Insofern dürfte St. Pauli gewarnt sein.

Altona 93 – Hamburger SV II (So., 14 Uhr)
Das zweite Hamburger Derby, und dabei geht es für den Gastgeber wohl bereits um den Anschluss. Der Altonaer Auftakt ist jedenfalls misslungen, punktlos und mit 1:11 Toren belegt das Team von Andreas Bergmann einstweilen den letzten Platz der Staffel. Allerdings: Unter den drei Saisonspielen befanden sich die Duelle mit Weiche Flensburg und dem VfB Lübeck. Gegen den HSV II – bislang eine Niederlage in Drochtersen (2:4) sowie ein Sieg bei St. Pauli (1:0) – rechnet man sich mehr aus. Zumal der Gast zuletzt spielfrei hatte, also noch über relativ wenig Praxis verfügt.

STAFFEL SÜD

Hannover 96 II – VfB Oldenburg (Fr., 18.30 Uhr)
Der Gastgeber befindet sich nach vier Punkten aus zwei Spielen im Soll. Er steht im Duell mit dem VfB Oldenburg aber vor einer echten Herausforderung: Der Gast absolvierte beim 3:0 über den SV Werder II zwar erst ein Saisonspiel, präsentierte sich dabei aber sehr stark. Auf der anderen Seite ist natürlich fraglich, ob sich die fehlende Spielpraxis nicht nachteilig auswirkt. In jeden Fall empfängt in Hannover der Tabellenzweite den Dritten der Staffel, und allein das verspricht natürlich eine Menge Spannung.

BSV Rehden – FC Oberneuland (Sa., 15 Uhr)
Erst ein Punkt aus zwei Spielen – der BSV wartet noch auf den ersten Dreier der Saison. Sein Gegner wartet sogar noch auf das erste Spiel: Nach positiven Corona-Tests hatte der FCO in Quarantäne gemusst, und seine Partien waren abgesagt worden. „Wir wissen nicht, wo wir stehen“, sagt Kristian Arambasic vor dem Duell mit dem BSV, das für die Bremer eben den Saisonauftakt darstellt. Das 3:3 im Test beim Landesligisten TuSPo Surheide am Mittwoch lieferte auch keine entscheidenden Erkenntnisse – dort kamen überwiegend Reservisten zum Einsatz.

Atlas Delmenhorst – VfV Borussia 06 Hildesheim (Sa., 16 Uhr)
Beim 1:1 bei 96 II feierte Atlas nicht nur seinen Saisonauftakt. Das Team von Key Riebau war nahe dran am Dreier, denn es kassierte den Ausgleich erst in der Schlussphase. Nun steht Atlas vor der Heimpremiere und einem neuen Anlauf. Der Gast kommt allerdings mit der Empfehlung von sechs Punkten aus zwei Partien. Nach den Siegen gegen Lüneburg (2:1) und Jeddeloh (4:1) würden drei weitere Punkte dafür sorgen, dass sich der VfV erst einmal an der Spitze seiner Staffel festsetzt – und das dürfte ein richtig guter Anreiz sein.

Lüneburger SK Hansa – SSV Jeddeloh (So., 15 Uhr)
Ein 2:0 beim HSC Hannover sicherte dem LSK die ersten Punkte im zweiten Saisonspiel. Der Gastgeber dürfte also einigermaßen entspannt in das Duell mit dem SSV aus Jeddeloh gehen. Der Gast kassierte dagegen die Niederlagen gegen 96 II (0:5) und Hildesheim (1:4) und belegt nur den letzten Platz in der Staffel. Man benötigt wohl nur wenig Fantasie, um zu wissen: In Lüneburg möchte das Team von Oliver Reck nun endlich mal zu Punkten kommen.

HSC Hannover – SV Werder Bremen II (So., 15 Uhr)
Das 0:2 gegen den LSK spricht nur oberflächlich eine deutliche Sprache. Tatsächlich vergab der HSC in diesem Spiel zwei Strafstöße und ließ auch daneben einige Möglichkeiten aus. „Ich habe ein sehr gutes Fußballspiel von uns gesehen“, meinte Trainer Martin Polomka, bemängelte aber die Fehler vor den Gegentoren. Die Leistung stimmt also, die Ausbeute dagegen nicht. Vor der Niederlage war der HSC ja lediglich zu einem 1:1 gegen den BSV Rehden gekommen. Nun sollen weitere Punkte folgen. Allerdings vermochte sich der Gast für die 0:3-Niederlage in Oldenburg zu rehabilitieren, als er am vergangenen Wochenende einen 3:0-Erfolg über den BSV landete. Die Bremer sind deshalb sicher eine Herausforderung für den Gastgeber.




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