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Regionalliga Nord startet in eine ungewöhnliche Saison
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Regionalliga Nord startet in eine ungewöhnliche Saison

Autor: Stefan Freye am 03.09.2020
Logo Nord FVMit fünf Spielen startet die Staffel Nord in der Regionalliga Nord am Freitag in eine ungewöhnliche Saison. Angesichts der elf Teilnehmer wird jeweils ein Team pausieren. Diesmal ist Holstein Kiel II spielfrei.


SC Weiche Flensburg – FC Eintracht Norderstedt (Sa., 13.30 Uhr)
Es ist kein Wunder, dass Weiche zu den heißesten Anwärtern auf den Titel gezählt wird: Der Dritte der Vorsaison zählt nun seit Jahren zur Spitzengruppe und war 2018 noch Meister der Regionalliga Nord geworden. Unter dem neuen Trainer Thomas Seeliger – er beerbte Daniel Jurgeleit nach zehnjähriger Amtszeit – gelang dem Gastgeber beim 1:0 gegen Altona 93 zudem eine ordentliche Generalprobe. Der Eintracht allerdings auch: Mit 1:0 gewann der Gast am Wochenende gegen den FC Oberneuland, Aufsteiger in die Staffel Süd. Dass auch mit Norderstedt zu rechnen sein wird, ließe sich auch an der vergangenen Saison festmachen. Der fünfte Abschlussrang war die beste Platzierung seit dem Aufstieg in 2013. Insofern findet in Flensburg also ein erstes Spitzenspiel statt.

Hamburger SV II – Lüneburger SK Hansa (So., 13 Uhr)
Mit einer neuen Mannschaft und einem neuen Trainer geht der HSV an den Start: Nun ist es an Pit Reimers, aus den jungen Kickern seines Kaders eine Mannschaft zu formen. Dabei sollte der zuvor für die U17 zuständige Coach den 14. Platz der letzten Spielzeit übertreffen können. Der letzte Test gibt Hoffnung: Beim SV Werder Bremen II gewannen die Hamburger mit 3:2. Eine gelungene Generalprobe hätte sich sicher auch der Lüneburger SK gewünscht. Sie blieb beim 1:2 gegen den Hamburger Oberliga-Aufsteiger VfL Lohbrügge allerdings aus. Obwohl einige Stammkräfte geschont wurden, hätte das natürlich nicht passieren sollen. Beim LSK stellt man sich nun schon die Frage, ob es in dieser Saison deutlich besser laufen wird als im Vorjahr (11.).

FC St. Pauli II – Heider SV (So., 14 Uhr)
Hoppla, das war mal ein Ausrufezeichen: Im letzten Test gelang St. Pauli am Wochenende ein 4:2 (1:0)-Erfolg beim VfL Wolfsburg II. Der Sieg gegen den Vizemeister lässt auf eine gute Form schließen. Der 13. des Vorjahres besitzt nun wohl auch gute Chancen auf eine Revanche: Im letzten Jahr war es vorm Abbruch lediglich zu einem Duell mit dem Heider SV gekommen, und das hatte der Gegner mit 1:0 für sich entschieden. Der Gast könnte dagegen wohl gut mit einer Wiederholung leben. Seine Generalprobe ging angesichts des 1:5 gegen den frischgebackenen Drittligisten VfB Lübeck erwartungsgemäß verloren.

Altona 93 – 1. FC Phönix Lübeck (So., 14 Uhr)
Das Führungsduo ist relativ neu, verfügt aber über eine ganze Menge Erfahrung: Mit Andreas Bergmann (Trainer) und Richard Golz (Sportchef) will sich Altona nach Platz 17 in der Aufstiegssaison in den kommenden Monaten etablieren. Im letzten Test blieb es immerhin bei einer knappen 0:1-Niederlage gegen Weiche Flensburg. Der Aufsteiger aus Lübeck entledigte sich seiner Generalprobe mit einem 4:0-Sieg gegen den Hamburger Oberligisten SV Curslack-Neuengamme. Bei Phönix ist man sich gleichwohl darüber im Klaren, dass es im ersten Jahr wohl nur im den Klassenerhalt gehen wird. „Wir wissen um die Schwierigkeit der Aufgabe“, sagt Sportchef Frank Salomon.

SpVgg Drochtersen/Assel – F.C. Teutonia 05 (So., 15 Uhr)
Beim Gastgeber sitzt ein alter Bekannter auf der Bank – und das ist eine kleine Überraschung. Denn eigentlich hatte Lars Uder zu Jahresbeginn angekündigt, die Spielvereinigung im Sommer verlassen zu wollen. Doch in der Corona-Pause folgte das Umdenken, Uder blieb und tritt nun an, den guten vierten Platz aus dem Vorjahr zu verteidigen. Das könnte klappen angesichts einer weitgehend eingespielten Mannschaft. Die wusste beim glatten 3:0 im Test gegen den HSC Hannover (Staffel Süd) bereits am Wochenende zu überzeugen. Auf Teutonia kommt also eine Herausforderung zu, gleich im ersten Spiel. Aber die Hamburger – am Wochenende 2:4 gegen Mitaufsteiger VfV Hildesheim (Staffel Süd) – gehen auch ziemlich selbstbewusst an die neue Aufgabe. „Wir werden uns nicht verstecken“ sagt Liberio Mazzagatti, Teutonias Sportlicher Leiter. In den kommenden Monaten würden sich „Viele wundern“ über das Team von der Elbe. Womöglich schon die SpVgg Drochtersen/Assel? Am 22. Spieltag der Regionalliga Nord wird die letzte reguläre Runde im Jahr 2019 ausgetragen. Das eine oder andere Team wird am Wochenende also das letzte Spiel des Jahres absolvieren. Für alle Mannschaften gilt dagegen: Es werden die Weichen gestellt für die Stimmung in einer langen Winterpause.

Staffel Süd

Mit lediglich vier Partien startet die Staffel Süd. Das Duell zwischen dem VfL Wolfsburg II und dem BSV Rehden wurde angesichts der zahlreichen Länderspiel-Abstellungen des VfL auf den 21. Oktober verlegt. Der SV Werder Bremen II ist zudem spielfrei.

Hannover 96 II – Atlas Delmenhorst (Fr., 19.30 Uhr)
Die erste Partie der neuen Saison, das Eröffnungsspiel, wenn man so will. Der Talentschuppen von 96 möchte das Heimspiel natürlich zu einem guten Start nutzen. Er wäre der erste Schritt zu einem besseren Ergebnis als im Vorjahr (12.). Aber mit wem bekommt es der Gastgeber zu tun? Sicher ist, dass Atlas als Aufsteiger antritt. Gleichwohl erwarten die Experten eine ganze Menge vom Gast aus Delmenhorst. Womöglich liegt es am routinierten Kader. „Es gab keinen Umbruch, denn wir haben bereits acht, neun Spieler mit Regionalliga-Erfahrung“, sagt Bastian Furhken, der Sportvorstand des Neulings. Man darf also gespannt sein vor dem ersten Auftritt der Delmenhorster.

SSV Jeddeloh – VfV Borussia 06 Hildesheim (Sa., 15 Uhr)
Oliver Reck fühlt sich sehr wohl beim SSV, aber er kennt das Geschäft. „Schlussendlich brauchen wir Ergebnisse, sonst haben wir keine Argumente“, sagt der Ex-Profi auf der Jeddeloher Trainerbank. Es wäre also eine gute Idee, würde sich der SSV besser platzieren als im Vorjahr (15.). Beim 2:1 gegen den Bremen-Ligisten Brinkumer SV gelang ihm schon mal eine gelungene Generalprobe. Der VfV blieb beim 4:2 gegen Mitaufsteiger Teutonia Hamburg (Staffel Nord) ebenfalls siegreich in seinem letzten Test. Bescheiden ist man in Hildesheim trotzdem. „Als Aufsteiger geht kein Weg am Klassenerhalt vorbei“, sagt Trainer Benjamin Duda. Ein „dynamischer Prozess“ sei allerdings möglich – wenn alles gut läuft, ist also mehr drin als ein Platz im Tabellenkeller.

FC Oberneuland - TSV Havelse (So., 14 Uhr)
Mit dem 0:1 beim Test in Norderstedt (Staffel Nord) war man beim Aufsteiger nicht unzufrieden. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht“, sagt FCO-Coach Kristian Arambasic. Als „Herausforderung“ beschreibt er die kommenden Monate in der neuen Liga gleichwohl: Die Bremer spielen von Anfang an um den Klassenerhalt. Ihr erster Gegner vermutlich nicht. Als Neunter des Vorjahres gilt der TSV Havelse natürlich als Kandidat für einen Platz in der Meisterrunde. Der Gast hat zudem schon ein ebenso schweres wie erfolgreiches Pflichtspiel hinter sich: Vor rund zwei Wochen gewann der TSV das Finale des Niedersachsen-Pokals glatt mit 4:1 gegen den BSV Rehden. Die Elf von Jan Zimmermann scheint also gut gerüstet.

VfB Oldenburg – HSC Hannover (So., 15 Uhr)
„Wir haben Potenzial, müssen es aber auch auf die Platte bringen“, sagt VfB-Trainer Dario Fossi. Einige durchwachsene Testspielergebnisse – zuletzt ein 1:4 gegen Rot Weiß Ahlen – lassen nicht den Schluss zu, dass die Oldenburger ihre Möglichkeiten bereits ausgeschöpft haben. Ob es gleichwohl zu einem Erfolg über den 18. des Vorjahres reicht? Der HSC Hannover möchte es auf jeden Fall besser machen als in der letzten Saison, bei seiner Premiere in der Regionalliga Nord. Die Generalprobe geriet angesichts einer 0:3-Niederlage gegen Drochtersen/Assel allerdings ebenfalls zu einem Misserfolg.

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