Am Ende der umkämpften neunzig Minuten waren letztlich beide Trainer mit der Punkteteilung zufrieden, obwohl Malchows Coach Sven Lange wie auch Ankertrainer Timo Lange mit den vergebenen Siegchancen haderten. Vor allem in der Schlussviertelstunde retteten beide Torhüter ihren Teams mit tollen Paraden das Remis.
Mannschaftskapitän Fabian Bröcker gegen Robert Quaschning
Die Hansestädter begannen die Partie bei sehr windigem Wetter engagiert und hatten in der ersten halben Stunde mehr vom Spiel. Bereits in der zweiten Minute konnte eine Eingabe des sehr agilen Felix Dojahn gerade noch zur Ecke geklärt werden, ebenso in der 17. Minute , als der Ball unmittelbar vor dem einschussbereiten Philipp Ostrowitzki zur Ecke abgewehrt wurde. Und diese Aufzählung kann fortgesetzt werden. In der 19. Minute verpasste Clemens Lange am langen Pfosten einen Eckball von Marcel Heine, in der 20. Minute prüft Heine MSV-Keeper Kornfeld mit einem Distanzschuss und in der 25. Minute „kratzte“ Kornfeld einen Freistoß von Anker-Mannschaftskapitän Fabian Bröcker aus der linken unteren Ecke.
Torjubel nach dem Führungstreffer
In der 32. Minute dann die verdiente Führung der Hansestädter, als Ostrowitzki den Ball in der eigenen Hälfte erkämpfen konnte, die Kugel nach einer schönen Kombination über Topp, Bröcker und Lange zu Felix Dojahn kam, der sie dann in die Maschen hämmerte.
Eigentlich sollte eine solche Auswärtsführung ein Team beflügeln, doch das Gegenteil trat ein. Durch den schnellen Ausgleich von Björn Plate, der den Ball nach einer Ecke unhaltbar für Anker-Schlussmann Maik Sadler ins Dreiangel jagte, wurde das Ankerteam unsicher. „Durch diesen Ausgleich und als der Ball seine Luft verloren hat, fehlte uns auch plötzlich die Luft und die Hausherren dominierten“, ärgerte sich Torschütze Felix Dojahn über das Nachlassen in der Zeit bis zur Pause. So hatten die Gastgeber kurz vor dem Seitenwechsel noch eine große Möglichkeit, doch der völlig freistehende Adrian Rakowski schoss aus Nahdistanz übers Tor.
In der 2. Halbzeit war der FC Anker wieder optisch überlegen und in der 72. Minute lag der Torjubel den Ankerspielern wieder auf den Lippen. Erik Schameitke hatte von der rechten Seiten nach innen geflankt und Dojahn kam mit dem Kopf ans Leder. Allerdings kam Paul-Friedrich Kornfeld noch mit den Fingerspitzen ans Leder und lenkte die Kugel an den Pfosten.
Trainer Timo Lange auf der Pressekonferenz
In der Schlussviertelstunde dominierten dann wieder die Hausherren und sie erarbeiteten sich noch drei sehr gute Einschussmöglichkeiten. Anker-Schlussmann Maik Sadler zeigte sich an diesem Abend aber als Meister seines Faches und vereitelte diese Chancen. In der 92. Minute „kratzte“ er den Ball dann aus dem Dreiangel und retteten seinem Team damit den einen Punkt.
Nach dem folgenden Pokalwochende - ihren Gegner kennen die Hansestädter immer noch nicht - erwartet der FC Anker dann den FSV Luckenwalde zum nächsten Oberligaheimspiel.
Text: Bernhard Knothe
Fotos: Andreas Knothe