Oberliga Nordost Nord 2012/13 - Spielbericht
18. Spieltag - Mittwoch, 01.05.2013 - 15:00
SV Altlüdersdorf - FSV 63 Luckenwalde 2:0 (1:0)
SV Altlüdersdorf: Dennis Rahden - Steven Russow, Salih Cetin, Ronny Ermel, Zvonimir Penava - Özgür Özvatan, Sebastian Lentner - Emre Demir (88. Koray Yesilli), Kemal Atici (73. Sven Marten), Garth Juckem (65. Jerome Maaß) - Ibrahima Sory Cissé
Trainer: Ersan Parlatan
FSV 63 Luckenwalde: Robert Petereit - Tim Ruttke, Christian Hanne, Marcel Hadel, André Leimbach - Michael Leschnik (45. Erik Beckmann), Markus Müller, Felix Nachtigall (64. Florian Schmidt), Aaron Bogdan - Henry Haufe, Daniel Becker (81. Benjamin Dowall)
Trainer: Ingo Nachtigall
Tore: 1:0 Steven Russow (5.); 2:0 Emre Demir (59.)
Schiedsrichter/in: Stefan Karnatz (Tessin) - Assistenten: Matthias Bastian (Rostock), Martin Westendorf (Rostock)
Zuschauer: 122
Gelbe Karte: Ibrahima Sory Cissé (5., gesperrt) / Christian Hanne (7.), Aaron Bogdan (2.), Florian Schmidt (3.), Markus Müller (9.)
Beste Heimspielleistung der Saison
Mit Luckenwalde erwartete der SVA heute zum Nachholspiel einen spiel- und offensivstarken Gegner. Entsprechend war man von Trainer Parlatan auf ein „Spiel auf Augenhöhe“ eingestellt.
Nach den 90 Minuten muss man aber einschätzen, dass die Zuschauer eine sehr konzentrierte Leistung ihrer Mannschaft mit hoher Spielkultur und enormen Laufaufwand zu sehen bekamen, die letztlich zu einem unerwartet souveränen Sieg führte.
Von Beginn an bestimmte der SVA das Spiel, ließ Ball und Gegner gut laufen und hatte auch den notwendigen Zug zum Tor. Dabei wirkte natürlich die frühe Führung fördernd und gab Sicherheit. In einen Freistoß von Penava von halblinks lief Russow überraschend ein und drückte das Leder ins Tor (5.). Dann zog Özvatan knapp links vorbei (9.). Eine weitere Hundertprozentige sollte folgen. Einen langen Flugball leitete Cissè per Kopf weiter auf Demir, der allein auf FSV–Keeper Petereit zusteuerte, aber an selbigen scheiterte (14.).
Nachdem Rahden im SVA–Tor dann einen ersten Schuss der Gäste durch Müller glänzend parierte (15.), musste er wenig später mit ansehen, wie ein weiterer „Riese“ ausgelassen wurde. Lentner steckte super auf Demir durch, der erneut allein an Petereit scheiterte (17.). Es folgte eine ruhigere Phase im Spiel, in der die Lila–Weißen sicher den Gegner beherrschte. Luckenwalde spielte zwar mitunter optisch gefällig, aber Drang zum Tor war so gut wie nicht zu erkennen.
Dann ging es wieder ganz schnell beim Gastgeber. Aus der Abwehr heraus kam der Ball zu Demir, der geschickt zu Atici weiterleitete. Der Doppeltorschütze vom Wochenende vergab von halbrechts nur knapp, wurde dabei aber auch hart attackiert (43.). Nach einem laschen Versuch von Becker, problemlos für Rahden (45.), war Abschnitt eins beendet.
Die Altlüdersdorfer Führung war hoch verdient, hätte aber 1 - 2 Tore höher sein müssen.
Nach dem Wechsel sah es so aus, als ob Luckenwalde noch einmal Druck machen würde. Aber mehr als ein Schuss von Becker, den Rahden wieder locker hielt (55.), war nicht zu verzeichnen.
Dann aber kam der nächste starke Angriff des SVA. Schnell trieb Juckem aus dem Mittelfeld heraus den Ball. Es folgte ein gutes Zuspiel zu Demir auf der rechten Seite. Demir ließ diesmal nichts aus und verwandelte ins lange Eck (59.). Haufe mit einem Lattenstreifer (62.) und ein Schüsschen von Müller (66.) waren die letzten FSV–Offensivaktionen im Spiel.
Dann zog der SVA nochmal fast ein Powerplay auf mit vielen guten Chancen. Lentner passte zu Cissè, der erneut an Petereit scheiterte. Dann traf der flinke Demir nach Zuckerpass von Lentner nur das Außennetz (78.). Es folgten weitere Chancen von Maass (81.), Marten (83.) oder Cissè (87.), aber alle ohne Erfolg durch gute Klärungsleistungen der Gäste–Defensive.
So blieb es beim sicheren und in dieser Souveränität nicht erwarteten 2:0 – Sieg des SVA.
Trainerstimmen
Ingo Nachtigall (FSV): „Altlüdersdorf hat absolut verdient gewonnen. Wir sind deutlich unter unseren Möglichkeiten geblieben. Nach den englischen Wochen „pfeift“ der FSV aus dem letzten Loch. Das Spiel hätte auch 4:1 ausgehen können. Man spürt hier deutlich die gute Arbeit von Ersan Parlatan. Altlüdersdorf ist unheimlich stark, wir haben nie Zugriff zum Spiel bekommen. Mit der überragenden Laufbereitschaft des SVA konnten wir nie mithalten.“
Ersan Parlatan (SVA): „Wir waren über das gesamte Spiel spielbestimmend und hätten zur Halbzeit schon 3:0 führen können, ja müssen. Trotz der Rotation in den letzten Spielen ist eigentlich nie eine Schwächung aufgefallen. Alle Spieler sind in einem Leistungshoch und das freut mich natürlich als Trainer. Das war heute für mich der stärkste Heimauftritt in dieser Saison und in meiner Zeit beim SVA ist es das erste Mal, dass wir 3 Siege in Folge erreicht haben.“
Dirk Wieland