Auch der FC Anker Wismar konnte die Heimbilanz des Neulings aus Altglienicke nicht sehr beschädigen, denn der Neuling setzte sich mit 4:2-Toren durch. Auf dem sehr kurzen und schmalen Kunstrasenplatz fand das Ankerteam vor allem in der ersten Halbzeit keine Einstellung gegen die Platzherren. Zwar können die Hansestädter für sich verbuchen, die beiden ersten Tore gegen den VSG auf deren Anlage erzielt zu haben, doch dieser Fakt bringt keine Punkte und zählt nur für die Statistik.
Philipp Ostrowitzki (re), hier im Zweikampf mit Timo Breitkopf, hatte mit seinen Mitspielern in der Abwehr alle Hände voll zu tun.
In der ersten Hälfte lief bei den Gästen so gut wie gar nichts zusammen. Die Platzherren kamen immer wieder über die Außenpositionen, flankten dann gefährlich nach innen und fanden meist einen eigenen Mitspieler. Und so fielen auch die beiden ersten Treffer für die Gastgeber nach dem gleichen Muster. Flanke auf den langen Pfosten und Tor. So bereits in der 5. Minute und dann nach Flanke des 38-jährige ehemalige Zweitligaspieler Ronny Nikol in der 23. Minute. Aber damit noch nicht genug Rückschläge für das Ankerteam. Bei einem Zweikampf an der Außenlinie hob der Assistent die Fahne, Schiedsrichter Jens Klemm lief an die Außenlinie, nestelte dann an seiner Hosentasche und zeigte Sebastian Schiewe die rote Karte. „Der Spieler Schiewe hat mit dem Ellenbogen seinen Gegenspieler getroffen“, so der Unparteiische nach Befragen seines Assistenten.
Doch die Ankercrew zeigte nach dem 0:3-Pausenrückstand Moral und mit den für Marcel Heine und Erik Schameitke eingewechselten Martin Karwot und Dennis Marten kam mehr Druck in die Ankerreihen. Während der erste Schuss (!!) auf das VSG-Tor in der 46. Minute von Fabian Bröcker noch vom Altglienicker Keeper Thoralf Stein pariert werden konnte, schlug der zweite im Berliner Tor ein. Nach einem Foul an Martin Karwot verwandelte Fabian Bröcker den Strafstoß sicher. Und die Ankercrew ließ sich auch vom 1:4 nicht erschüttern und erneut war es Fabian Bröcker, der nach Vorarbeit von Philipp Ostrowitzki den Treffer zum 2:4 setzen konnte. „Sicher, der sehr ungewohnte Kunstrasenplatz hat auch viel zu dieser Niederlage beigetragen, doch in der ersten Hälfte standen wir nicht eng genug und haben die Gastgeber praktisch zum Toreschießen eingeladen“, so der noch etwas angeschlagene Felix Dojahn nach dem Spiel.
„Am Ende geht der Sieg der Berliner schon in Ordnung, doch der ungewohnte Kunstrasenplatz spielt dem Neuling doch deutlich in die Karten. Auf diesem Platz werden sich die meisten Teams nicht zurechtfinden. Bei 15 Heimspielen werden die Berliner alleine auf diesem Platz die notwendigen Punkte zum Klassenerhalt holen. Nur gegen den BFC Dynamo musste Altglienicke einen Punkt zu Hause abgegeben, aber auf Rasen! Auswärts haben sie erst einen Sieg verbuchen können. Wir werden uns jetzt konzentriert auf das nächste Heimspiel am Sonntag gegen die Hansareserve vorbereiten. Ich hoffe, dass sich unsere Verletztenmisere bis dahin ändert und Felix Dojahn und Clemens Lange wieder einsatzbereit sind“, so Trainer Timo Lange.
Text: Bernhard Knothe
Foto: Andreas Knothe