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Oberliga Niedersachsen 2011/12 - Spielbericht

18. Spieltag - Sonntag, 04.12.2011 - 14:00
SC Langenhagen - BSV Rehden 0:0


Diepholzer Kreisblatt

Rene Damerow verletzt sich – und Ölge fehlt das Glück
Rehdens Trainer Stoffregen nach 0:0 in Langenhagen: „Zwei Punkte verloren“

REHDEN · Ein Unentschieden beim starken Oberliga-Dritten SC Langenhagen: Was zunächst für den BSV Rehden nicht schlecht klang, hinterließ gestern nach dem 0:0 zerknirschte Gesichter innerhalb der Mannschaft von Trainer Jürgen Stoffregen. Denn dem laufstarken Erdal Ölge blieb in seinem 111. Punktspiel für die Schwarz-Weißen mindestens ein Tor verwehrt, und – schlimmer noch – Torwart Rene Damerow musste nach 60 Minuten verletzt vom Platz. „Es deutet einiges auf eine Muskelverletzung in der Wade hin“, schilderte Stoffregen.

Die Winterpause sehnt der BSV-Coach deshalb aber nicht herbei: „Wir haben einen starken Christian Ceglarek als weiteren Keeper – und im jungen Timo Nietsch noch einen weiteren in der Hinterhand.“ Vielmehr wurmten den 54-Jährigen die „zwei verlorenen Punkte“, denn der Tabellensechste nutzte teils beste Gelegenheiten nicht.

„Vor allem in der ersten Halbzeit waren wir haushoch überlegen“, fasste Rehdens Teammanager Heiner Bünte zusammen. Schon nach 180 Sekunden zwang Ölge Langenhagens Schlussmann Alexander Dlugaiczyk aus spitzem Winkel zur ersten Parade. Neun Minuten später leistete er eine sehenswerte Vorarbeit für Christian Schiffbänker, doch „Schiffis“ Schuss stand noch ein Gegner im Weg.

Rehdens gestern wieder bärenstarker „Sechser“ Maarten Schops leitete die nächste Chance ein, als er Ölge bediente und der seinen Sturmkollegen Cüneyt Özkan in Szene setzte. Der allerdings schoss aus sechs Metern Dlugaiczyk an (20.). Sekunden danach scheiterte Florian Greve knapp, und Özkan vergab die dickste Möglichkeit mit einem Lattenkracher nach Vorarbeit von Viktor Pekrul (36.).

Auf der anderen Seite herrschte Flaute. „Langenhagen hat sich aber nicht hinten reingestellt“, verdeutlichte Bünte. Dass kein Ball den Rehdener Strafraum erreichte, lag vielmehr am starken Mittelfeld mit Schiffbänker, Schops und Greve, die sehr früh störten. Und wenn doch ein Ball den Weg an ihnen vorbei fand, räumten Michael Wessel und Manual Meyer als sein wieder genesener Partner in der Innenverteidigung auf.

Nach der Pause zielte Ölge aus spitzem Winkel drüber und ärgerte sich, den besser postierten Özkan übersehen zu haben (54.). Erst jetzt kamen die Langenhagener häufiger vors Tor – und bei einer Aktion verletzte sich Damerow: Als er heraus gelaufen war und einen Ball geklärt hatte, spürte er die Schmerzen in der Wade. Für ihn kam Ceglarek in den Kasten. Ein Schuss von Michael Kiefer (68.) bereitete ihm jedoch keine Probleme, und Torben Deppe zielte aus 14 Metern zu hoch (71.).

Es folgten die nächsten Versuche von Erdal Ölge, das Spiel doch noch zu entscheiden: Nach einem „Zuckerpass“ des eingewechselten Francis Banecki schoss er vorbei, und eine Hereingabe von Alexander Burgardt donnerte er an den Innenpfosten. Von dort sprang die Kugel Keeper Dlugaiczyk in die Arme (79.). Den letzten Hochkaräter vergab Außenverteidiger Thorsten Tönnies freistehend in der Schlussminute.

„Es war eine der besseren Nullnummern“, kommentierte Bünte äußerst gefasst diesen vergebenen Sieg. Trainer Stoffregen fand noch einen positiven Aspekt: „Wir haben jetzt zweimal auswärts gegen Top-Teams nicht verloren – das ist ja auch schon was.“ Und er erkannte das Warnsignal: „Es wird schwierig, am Ende unter den ersten Fünf zu landen.“ Nur dieses Quintett qualifiziert sich für die Regionalliga. · ck


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