Oberliga Niedersachsen 2011/12 - Spielbericht
1. Spieltag - Sonntag, 07.08.2011 - 15:00
VfV 06 Hildesheim - VfB Oldenburg 0:1 (0:0)
VfV 06 Hildesheim: David Primke - Shahin Faridonpur (88. Ranko Sankovic), Björn Zimmermann, Sven Pohl, Christopher Nachtwey, Marco Menneking, Agron Luma, Philipp Rockahr (74. Christian Oganesian), Niklas Kiene, Luc Ndjock (78. Tae Yun Lim), Omar Fahmy
Trainer: Andreas Golombek
VfB Oldenburg: Christian Meyer - Peer Wegener, Robert Littmann, Tim Petersen, Julian Harings - Jan Löhmannsröben, Mustafa Azadzoy (63. Jascha Stern), Fabian Burdenski, Mehmet Ari (63. Abdullah Basdas) - Sebastian Ferrulli, Mehmet Ali Fidan (54. Patrick Degen)
Trainer: Timo Ehle
Tore: 0:1 Patrick Degen (85.)
Schiedsrichter/in: Dennis Krohn (TSV Reinbek) - Assistenten: Adrian Höhns (TuS Dassendorf), Tim Milinovic (SV Altengamme)
Zuschauer: 650
Hunte Report
Degen steht genau richtig
Von
Fabian Speckmann
Hildesheim. Der VfB Oldenburg ist erfolgreich in die neue Saison gestartet. Beim VfV Borussia 06 Hildesheim taten sich die Gäste allerdings lange schwer. Der eingewechselte Patrick Degen erzielte vor 500 Zuschauern das Siegtor für die Blauen, die am kommenden Mittwoch im Achtelfinale des NFV-Pokals bei Eintracht Nordhorn eine deutlich stärkere Leistung abrufen müssen, um weiterzukommen.
Timo Ehle hatte seine Anfangsformation im Vergleich zum Spiel gegen Meppen erneut verändert. Tim Petersen kehrte in die Innenverteidigung zurück, Fabian Burdenski spielte im rechten, Mehmet Ari im linken Mittelfeld.
Maßnahmen, die sich anfänglich auszahlen sollten, denn die Anfangsphase gehörte allein dem VfB. Die Oldenburger begannen schwungvoll, störten die Hildesheimer bereits an deren Strafraum und erzwangen so Ballverluste. Bereits nach vier Minuten wurde es für die Gastgeber eng. Ari hatte den Ball nach innen gepasst, Mustafa Azadzoy direkt abgezogen, das Spielgerät allerdings wuchtig über die Latte gedroschen.
Der Schwung der Anfangsphase war allerdings nicht von Dauer. Nach einer guten Viertelstunde verflachte das Spiel zusehends. Die Hildesheimer scheuten sich, die Oldenburger Hälfte überhaupt zu betreten. Ganz offensichtlich waren sie zufrieden, solange sie einen Rückstand verhindern konnten. Der VfB wiederum wusste mit dem deutlichen Mehr an Platz und Ballbesitz wenig bis gar nichts anzufangen. Auf den Aussenbahnen konnten sich weder Burdenski noch Ari entscheidend durchsetzen und im Angriffszentrum wurden Sebastian Ferrulli und Mehmet Fidan kaum einmal effektiv in Szene gesetzt. Als Folge dessen passierte nichts mehr, was auch nur im Ansatz in einer Statistik zu diesem Spiel hätten Erwähnung finden müssen.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit legten die Gastgeber ihre Zurückhaltung ab. Ganz offensichtlich hatte Trainer Andreas Golombek seinen Kickern mit auf den Weg gegeben, dass dieser VfB keine Übermannschaft darstellt. Rockahr versuchte sich erstmals mit einem strammen Schuss aus der Distanz (48.), verfehlte das Tor aber knapp. Im Gegenzug zielte Ferrulli nach einem Pass von Burdenski zu hoch.
Sollte sich hier etwa ein offener Schlagabtausch entwickeln? Mitnichten. Der VfB stand defensiv sehr sicher, so dass die Hildesheimer einzig mit Distanzschüssen das Oldenburger Tor gefährdeten. In der 61. Minuten musste sich Torhüter Christian Meyer dann ganz lang strecken, um einen Freistoss von Shahien Faridonpur aus dem Winkel zu fischen. Zwei Minuten später zielte Agron Luma knapp daneben. Hildesheim schien das Spiel in den Griff zu bekommen, doch die Gastgeber konnten letztlich keinen entscheidenden Druck aufbauen.
Timo Ehle hatte längst reagiert. Als erster musste Mehmet Fidan Platz machen, der bemüht aber wenig effektiv gespielt hatte. Seinen Platz im Sturmzentrum übernahm nach 55 Minuten Patrick Degen. Nach einer guten Stunde kam Abdullah Bastas für Mehmet Ari und in der 71. Minute machte Mustafa Azadzoy für Jascha Stern Platz. Wechsel, die sich am Ende auszahlen sollten. Der VfB wurde jetzt wiederholt über die Aussenbahnen gefährlich, allein im Zentrum kamen die Stürmer nicht zum Abschluss, bis zur 85. Minute. Björn Zimmermann hatte bei dem Versuch, das Spielgerät aus der Gefahrenzone zu schlagen ein Luftloch getreten, Degen stand richtig und traf in allerbester Abstaubermanier zum Sieg.
Timo Ehle: Wir haben heute nicht gut gespielt, das war mir insgesamt zu wenig Bewegung und unsere Stürmer hatten kaum einen Abschluss. Am Ende zählt aber nur, dass wir mit einem Sieg in die Saison gestartet sind. Dass es hier nicht einfach sein würde, haben wir vorher gewusst. Jetzt werden wir uns ausruhen und dann am Mittwoch versuchen, das Pokalspiel in Nordhorn zu gewinnen.