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Oberliga Niedersachsen 2011/12 - Spielbericht

1. Spieltag - Sonntag, 07.08.2011 - 15:00
VfL Bückeburg - Goslarer SC 3:4 (2:1)


Goslarsche Zeitung

4:3-Sieg zum Auftakt: GSC dreht in Bückeburg das Spiel in Unterzahl

Von Frank Saigge

Es war eines dieser Spiele, die man nach den ungeschriebenen Gesetzen des Fußballs eigentlich nicht gewinnen kann. Dass der GSC 08 am Sonntag dennoch den Auftakt in der Fußball-Oberliga beim Aufsteiger VfL Bückeburg nicht in den Sand setzte und nach 90 aufreibenden Minuten mit 4:3 (1:2) gewann, dürfte schon ein Qualitätsmerkmal darstellen.

Es war eines dieser Spiele, die man nach den ungeschriebenen Gesetzen des Fußballs eigentlich nicht gewinnen kann. Dass der GSC 08 am Sonntag dennoch den Auftakt in der Fußball-Oberliga beim Aufsteiger VfL Bückeburg nicht in den Sand setzte und nach 90 aufreibenden Minuten mit 4:3 (1:2) gewann, dürfte schon ein Qualitätsmerkmal darstellen.

Denn die Auftaktphase stammte aus der tiefsten Klischeekiste. Die Gäste dominieren: Sieben Ecken in zehn Minuten, ein Lattenschuss von Filip Sajbidor, ein nicht gegebenes Kopfballtor von Mirhudin Kacar, eine Rettung auf der Linie nach einem von Peter Endres abgeschlossenen Freistoßtrick. Und dann haben die Bückeburger nach ihrem ersten gefährlichen Angriff ihren ersten Eckball, und den wuchtet Torjäger Alexander Bremer dank mangelnder Zuordnung per Kopf ins Netz. Ein Tor aus dem Nichts.

Der GSC schüttelt sich kurz, kommt dann relativ schnell zum Ausgleich, ehe es rund um die Pause nach weiteren zwei, drei guten Gelegenheiten ganz dicke kommt. Erst verhängt der Schiedsrichter nach einem Einsatz von Alessandro Caruso einen Foulelfmeter, der selbst bei den Bückeburger Zuschauern auf den Stehrängen ungläubiges Staunen und Gelächter auslöst, und kaum ist der Wiederanpfiff erfolgt, vertändelt Nils Pölzing den Ball. Die beiden Innenverteidiger behindern sich gegenseitig, und Buchwald hat freie Bahn zum 3:1. Effektiver geht es nicht, zwei Chancen, drei Tore, auch zu sogenannten psychologisch wichtigen Zeitpunkten.

Aber die Goslarer verfügen doch offensichtlich über eine relativ ausgebuffte Truppe, die sich selbst durch einen weiteren Rückschlag nach dem 2:3-Anschlusstor nicht beirren lässt. Nur drei Minuten, nachdem der überragende Kacar per Schlenzer getroffen hat, sieht Tezcan Karabulut nach einer vermeintlichen Tätlichkeit Rot.

Die Unterzahl setzt tatsächlich noch einmal neue Kräfte frei, ganz wie Keeper Nico Lauenstein lautstark angesagt: „Jetzt erst recht.“ Kurz darauf wird Slavomir Lukac im Bückeburger Strafraum umgerissen, den fälligen Elfmeter verwandelt der immer stärker aufdrehende Muhamed Alawie sicher, und in der 79. Minute platziert Sajbidor gegen den relativ kleinen VfL-Keeper Tobias Markowski noch einen weiteren Schlenzer zum Siegtor im Kasten der Gastgeber.


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