Oberliga Nordost Nord 2016/17 - Spielbericht

20. Spieltag - Samstag, 18.03.2017 - 14:00
SV GW Brieselang - SV Altlüdersdorf 0:2 (0:1)



Vierter SVA – Sieg in Folge
 

Gastgeber Brieselang ging durchaus optimistisch in dieses Spiel. In der Vorwoche überraschte man durch einen 2:0–Erfolg bei Hertha 03 Zehlendorf. Daran wollte Grün-Weiß anknüpfen auch in der Hoffnung, im Kampf gegen den Abstieg weiter zu punkten. Beim Gegner Altlüdersdorf machte Coach Mike Frank im Vorfeld klar: „Der SV ist eine andere Hausnummer als Frankfurt. Wir müssen uns spielerisch steigern, aber wir wollen weiter punkten, um unseren Fokus, einen einstelligen Tabellenplatz, weiter anzupeilen.“

Das Spiel stand dann aber doch sehr unter dem Einfluss des starken, böigen Windes. Und die Gäste sollten mit ihrem Flachpassspiel damit besser klar kommen. So ging es zunächst beiderseits zielstrebig in die Partie. Bei Brieselang auch wieder Torjäger Filip Marciniak als Hoffnungsträger mit an Bord. Der setzte auch ein erstes Offensivzeichen. Seinen Freistoß hielt Younes Itri im SVA–Tor aber sicher (4.). Auf der anderen Seite prüfte Faruk Sentürk nach Zuspiel von Burak Aktas erstmals Torhüter Eike Doht (13.).

Nach verteiltem Mittelfeldspiel beiderseits stand Doht auch im Mittelpunkt der nächsten, ersten entscheidenden Aktion. Einem lang nach vorn geschlagenen Ball von Aktas eilte Sven Marten auf der linken Seite hinterher. Doht kam entgegen, hatte den Ball eigentlich sicher. Doch mit einem unnötigen Tritt in die Rippen legte er den SVA–Stürmer im Strafraum. Ein klares Foul und Gelb für den Keeper. Den fälligen Strafstoß verwandelte Kapitän Kevin Owczarek flach und sicher ins untere Eck – 0:1 (26.). Eine Führung, die das Spiel der Gäste in die gewünschte Richtung lenkte.

Bis zur Pause blieben weitere gefährliche Aktionen relative Mangelware. Nur einmal bot sich Brieselang noch die Chance zum Ausgleich. Niklas Jordanov setzte mit einem langen Schlag Tarik Wenzel über rechts in Szene. Der marschierte Richtung SVA–Tor, schoss aus spitzem Winkel aber knapp am langen Pfosten vorbei (35.).

Die Führung passte den Gästen natürlich super ins Konzept für die zweite Halbzeit. Man konnte nun spielerisch überlegen seinen Part aufziehen. Sentürk prüfte in „Robbenmanier“ Torhüter Doht mit einem strammen Linksschuss (47.). Für Brieselang setzte sich Marciniak über rechts energisch durch, fand aber im Zentrum keinen Abnehmer (52.).

Wenig später eigentlich schon eine Art Vorentscheidung. Marc Moldenhauer setzte Grün-Weiß durch frühes Pressing unter Druck und erkämpfte sich so das Leder. Ein präzises Zuspiel auf Stürmer Ricky Djan-Okai folgte. Mit einer technisch sensationellen Einzelleistung ließ er auf engstem Raum gleich drei (!) Abwehrspieler aussteigen, umkurvte auch noch den Torhüter und schob ins leere Tor ein (55.). Ein klasse Treffer.

Brieselang wehrte sich zumeist mit Fernschussversuchen. Nino Hippe rechts vorbei (59.), Marciniak links (61.). Aber insgesamt zu einfallslos und ohne Erfolg. So auch ein „Flatterfreistoß“ von Marc Reichel, den Itri zur Ecke abwehrte (79.). Spielerisch besser die Gäste. Ihnen boten sich nun die Räume für Konter, die aber teilweise zu fahrlässig ausgespielt wurden. So wurde auf der rechten Seite Szymon Sidorowicz in Fahrt gebracht. Der Abwehrspieler lief noch bis zur Grundlinie und passte nach innen. Djan-Okai scheiterte aus Nahdistanz jedoch an Doht (82.).

Auch Itri konnte sich noch zweimal auszeichnen. Sowohl gegen Ali-Ihsan Tatli, als auch den Nachschuss von Marciniak hielt er prächtig (84.). Nach zwei weiteren Gästechancen von Arda Saatci (86.) und Owczarek (87.) beendete der umsichtig leitende Schiedsrichter Kohnert pünktlich die Partie. Der 4. SVA–Sieg in Folge, fast schon unheimlich. Gleichzeitig aber auch ein schönes Gefühl.

Trainerstimmen:

Mike Frank (Altlüdersdorf): „Insgesamt ein absolut verdienter Sieg meiner Mannschaft. In der ersten Halbzeit hatten wir vielleicht 1-2 mal etwas Glück. Der Elfmeter kam aber zu einem günstigen Zeitpunkt. Danach hatten wir das Spiel dann besser gestaltet. Im zweiten Abschnitt kamen wir dann kaum noch in Gefahr. Nach dem 2:0 hatten wir Chancen zu weiteren Treffern, haben die aber teilweise etwas schlampig vergeben.“

Patrick Schlüter (Brieselang): „Insgesamt ein verdienter Sieg für Altlüdersdorf. Ich bin schon enttäuscht, dass wir nicht an die Leistung der vorigen Woche anknüpfen konnten. Man sieht nun, dass es noch ein schwerer Kampf, ein hartes Stück Arbeit wird. Kurz zusammengefasst: ein scheiß Samstag.“

Dirk Wieland




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