Oberliga Nordost Nord 2017/18 - Spielbericht

1. Spieltag - Samstag, 05.08.2017 - 14:00
FC Anker Wismar - CFC Hertha 06 1:1 (0:0)

Taktikschema ist eine mögliche Variante.



André Wenzel sicherte dem Ankerteam das hochverdiente Unentschieden

Der FC Anker Wismar ist mit einem 1:1-Unentschieden in die neunte Oberligasaison gestartet. Allerdings stellt das Ergebnis den Spielverlauf komplett auf den Kopf, denn die Hansestädter waren das eindeutig bessere Team, hatten deutlich mehr Torchancen, waren aber im Torabschluss in dieser Partie absolut nicht auf der Höhe.

Der Ausweichspielplatz Jahnplatz bringt der Ankerelf kein Glück, denn nach den Niederlagen gegen den 1. FC Neubrandenburg und die VSG Altglienicke konnte auch diesmal kein Sieg eingefahren werden. Wie gegen die Berliner (Rodrigues) beendeten die Hausherren auch die Partie am Sonnabend nur mit zehn Spielern. Bei einem Laufduell „hakelte“ Henry Haufe seinen Gegenspieler und sah dafür zur Überraschung aller den roten Karton. Eine überzogene Entscheidung des Unparteiischen, denn eine gelbe Karte wäre auf alle Fälle ausreichend gewesen.


Spielszene 1

Ankerstürmer Henry Haufe (im roten Trikot) sah in der 54. Minute die Rote Karte.


So war es am Ende dem eingewechselten André Wenzel vergönnt, zumindest das Unentschieden abzusichern. Marco Bode spielte André Wenzel schön frei, dieser lief noch ein paar Schritte und schoss den Ball ins lange Eck. „Jetzt kann ich die Hochzeit noch besser mitfeiern“, freute sich der Torschütze, der auf Grund des Spiels nicht bei der Trauung eines befreundeten Paares dabei sein konnte. So war nach der Partie nicht viel Zeit den Torerfolg zu bejubeln, „aber die Freude habe ich zur Hochzeitsfeier mitgenommen“, so Wenzel.

Ankertrainer Christiano Dinalo Adigo brachte mit Henry Haufe, Kevin Mbengani, Marllex Abdulai, Björn Weisenborn und Lucas Vierling gleich fünf Neuzugänge in der Startelf. Bereits von Beginn an drängten die Gastgeber auf den Führungstreffer, doch Abdulai fand mit seinem Schuss in Hahn seinen Meister. Ein Schuss von Henry Haufe nach zehn Minuten klatschte an den Außenpfosten. Doch auch die Herthaner versteckten sich nicht und kamen durch Alkan gefährlich vor das Ankertor, aber Missner klärte glänzend.

Im Verlaufe der ersten Halbzeit und auch danach konnten sich die Gäste bei ihrem Keeper bedanken, dass sie nicht bereits hoffnungslos im Rückstand lagen. Die letzte Möglichkeit der ersten Hälfte hatte der eingewechselte Marcel Ottenbreit, der in der 44. Minute über die rechte Seite in den Strafraum eindrang, aber auch am Hertha-Schlussmann scheiterte.

Spielszene 2

Torschütze Wenzel (rechts) freut sich mit Johannes Plawan (links) und Mauritz Missner über den späten Ausgleichstreffer.

Das gleiche Bild in der zweiten Hälfte. Zwei gefährliche Kopfbälle von Neuzugang Lucas Vierling, ein abgewehrter Schuss von Henry Haufe, ein Schuss von Philipp Ostrowitzki ans Außennetz - diese Aufzählung könnte länger weitergeführt werden.

Nach dem Schock des Platzverweises in der 54. Minute kamen die Hauptstädter besser ins Spiel und gingen dann nach einem schönen Solo von Ergün Cakir völlig überraschend in Führung. Doch das Team von Christiano Dinalo Adigo setzte alles auf eine Karte, aber einer hatte etwas dagegen: CFC-Keeper Ferdinand Hahn.

In der 90. Minute stand der Herthakeeper dann noch einmal im Mittelpunkt. André Wenzel traf den Berliner Schlussmann in einem Zweikampf unglücklich am Kopf. Der Keeper blieb am Kopf blutend am Boden liegen und musste minutenlang behandelt werden. Schiedsrichter Alm stimmte einem Weiterspielen nicht zu, da die Wunde nicht aufhörte zu bluten, doch Hertha Trainer Kemal Halat wollte ihn auch nicht auswechseln, da er keinen zweiten Torhüter dabei hatte. Nach langer Behandlung konnte der Berliner dann doch weiter machen.

Gegen den Ausgleichstreffer war er dann aber machtlos. Trotz weiteren Drucks überstanden die Berliner auch die Zeit bis zum Abpfiff in der 98. Minute.

„Wir haben im Abschlussverhalten zu unkonzentriert agiert. Bei einer solchen Anzahl von Chancen muss einfach ein Sieg herausspringen. Wir werden in der nächsten Woche viermal trainieren und dabei natürlich auch viel Wert auf den Torabschluss legen, damit wir in zwei Wochen in Strausberg erfolgreicher sind. Aber zuerst gilt unsere Aufmerksamkeit dem Pokalspiel am nächsten Sonntag beim Schweriner SC“, so Ankertrainer Adigo.

Text und Bilder: Bernhard Knothe




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