Meldungen der vergangenen Tage aus der Oberliga Niedersachsen.
Verdener Aller Zeitung (05.02.10)
Thinius coacht ab sofort BW Bornreihe
Ex-TBU-Trainer für halbes Jahr engagiert
BORNREIHE (vst) · Es war der 15. März 2009, als Frank Thinius nach rund eineinhalb Jahren die Segel als Trainer beim hiesigen Bezirksoberligisten TB Uphusen strich. Gut neun Monate später nun meldet sich der 43-jährige Bremer in der Fußball-Szene zurück, unterschrieb einen Kontrakt beim SV BW Bornreihe, dem Tabellenvorletzten und damit natürlich arg abstiegsgefährdeten Oberliga-Konkurrenten des TSV Ottersberg.
„Erst einmal für die kommenden sechs Monate bis zum Ende der Saison. Doch schon im April werden wir uns zusammensetzen, um die weitere Zukunft zu besprechen. Jedenfalls ist mein Engagement nicht davon abhängig, ob ich mit meiner neuen Mannschaft die Oberliga halte oder nicht. Wenn alles passt, gehen wir zusammen auch in die nächste Saison“, verriet der Übungsleiter gestern.
Thinius’ Arbeit wird also auch weiterin im hanseatischen Umland geschätzt. Schon zu Uphuser Zeiten lobte TBU-Macher Reiner Kreie immer wieder die fachliche Kompetenz des Bremers. Doch nachdem sich die Blau-Weißen in der vergangenen Saison immer wieder Entgleisungen leisteten, die mit fünf Roten Karten im Auswärtsspiel beim späteren Meister SV Ahlerstedt/Ottendorf gipfelten, ging er mit seinen damaligen Schützlingen in einem klärenden Gespräch hart ins Gericht – und stolperte letztlich über seine klaren Worte. „Stimmt, ich habe mich damals quasi selber abgesägt“, nimmt es der Übungsleiter heute recht gelassen. Im vergangenen März allerdings konnte Thinius über die Gleichgültigkeit innerhalb der Mannschaft nur mit dem Kopf schütteln, zeigte sich ob der Uneinsichtigkeit und geringen Selbstkritik enttäuscht (wir berichteten).
In den vergangenen Monaten flatterten dem Fußball-Trainer dann zwar einige Angebote von Vereinen aus dem Bremer Fußball-Verband ins Haus, doch das kleinste Deutsche Bundesland übt für den 43-Jährigen kaum noch Reize aus: „In der Bremen-Liga habe ich ja schon fast alles gesehen. Außerdem ist das Niveau in der Oberliga doch sehr viel höher. Und gerade ein Traditionsverein wie Bornreihe mit seinen zahlreichen und lautstarken Zuschauern sowie die eigentliche sportliche Aussichtlosigkeit haben mich bewogen, hier meine fußballerischen Zelte aufzuschlagen.“
Damit hat das Trainer-Hickhack bei den „Moor-Teufeln“ ein Ende. Denn nachdem Marko Rebien schon früh in der Hinserie nach anhaltender sportlicher Talfahrt abgedankt hatte, musste bis dato die eher unbefriedigende Doppellösung Jan Meyerdierks/Marcel Baake als Interimstrainer herhalten.
Grafschafter Nachrichten (05.02.10)
Eintracht-Sanierung: Spieler verzichten auf 15 Prozent
Fußballer mit Gehaltseinbußen – Spiel in Oythe abgesagt
how Nordhorn. Auch die Spieler des Fußballer-Oberligisten Eintracht Nordhorn wollen ihren Teil dazu beitragen, dass der Traditionsklub vom Heideweg seine finanziellen Probleme überwindet: Die Mannschaft und Trainer Shefqet Lajci stimmten in dieser Woche geschlossen für einen Gehaltsverzicht. Bis zum Ende der laufenden Saison erhalten die Fußballer vom Verein monatlich 15 Prozent weniger Aufwandsentschädigung. „Um dem Verein zu helfen, muss jetzt von allen Seiten etwas kommen“, sagt Trainer Lajci, „also nehmen auch wir Einbußen in Kauf.“
Bereits in der vergangenen Woche hatten Verwaltung und Politik der Stadt Nordhorn im Verwaltungsauschuss ein Hilfspaket für den ranghöchsten Grafschafter Fußballklub beschlossen, das unter bestimmten Voraussetzungen das Einlösen einer Bürgschaft und die Übernahme von Verbindlichkeiten vorsieht. Das Volumen der städtischen Hilfe beläuft sich auf rund 200000 Euro (die GN berichteten gestern).
Die Oberliga-Fußballer, die ungeachtet der Finanzsorgen bislang immer ihr Geld bekommen haben, hatten sich mit Vorstandsmitgliedern zusammengesetzt und über Möglichkeiten gesprochen, sich an einem Sanierungskonzept zu beteiligen. Der 15-prozentige Gehaltsverzicht fand schnell die Zustimmung aller Spieler. „Was soll man machen? Man muss in diesen Zeiten Verständnis für die Lage des Vereins haben“, sagte Zoran Milosevic, einer der dienstältesten Eintracht-Kicker.
Derzeit geht es bei Eintracht viel um Geld und weniger um Punkte. Auch das für Sonntag terminierte Oberligaspiel beim VfL Oythe fällt – wie erwartet – aus. Die Gastgeber hatten den vereisten Platz bereits gestern Vormittag für unbespielbar erklärt, am Nachmittag sagte NFV-Spielleiter Burkhard Walden den kompletten Spieltag ab. Auch das für Sonnabend geplante Testspiel der Nordhorner in Zwolle geht nicht über die Bühne, weil dem SV Eintracht sieben Spieler aus beruflichen Gründen bzw. grippebedingt fehlen.
Wolfsburger Nachrichten (05.02.10)
Feers Wunsch: Eine Truppe von hier
Fußball-Oberliga: Gifhorns künftiger Coach will verstärkt auf Spieler aus der Region setzen
GIFHORN. Seine Drähte dürften längst glühen: Willi Feers wichtigstes Arbeitsmittel ist zurzeit zweifelsohne der Telefonhörer. Der künftige Coach des Fußball-Oberligisten MTV Gifhorn – Feer tritt im Sommer bekanntlich die Nachfolge von Klaus Fricke an – bastelt mit Hochdruck am Kader für die neue Saison. Worauf er dabei besonderen Wert legt, erzählt der 47-Jährige im Interview mit unserem Redakteur Jens Neumann.
Hand aufs Herz, Herr Feer: Wie viele Telefonate haben Sie in den vergangenen Tagen denn in Sachen MTV Gifhorn geführt?
Oh, das waren ganz schön viele. Das könnten seit letzten Freitag schon so an die 100 Gespräche gewesen sein – allerdings nicht nur mit Spielern, sondern auch zum allgemeinen Austausch. Eines kann ich aber genau sagen: Mir brennt schon so langsam das Ohr.
Es drohen viele Weggänge im Sommer beim MTV. Inwieweit überrascht Sie diese Entwicklung?
Diese Entwicklung zeichnet sich so ab – leider. Darauf kann ich momentan aber keinen Einfluss nehmen. Wenn sich die große Anzahl bestätigen sollte, wäre das schon überraschend für mich.
Viele Weggänge bedeuten zugleich auch die Chance für einen völligen Neuanfang. Sehen Sie das denn auch so?
Ja, das würde ich auch so unterschreiben.
Und worauf legen Sie da besonderen Wert?
Wir werden versuchen, Spieler zu bekommen, die sich mit dem Verein identifizieren – und mit denen sich das Umfeld auch identifiziert. Ich weiß, so etwas ist leicht gesagt, es wird aber ein schwieriges Unterfangen. Nur allein mit jungen Spielern kann man die eingleisige Oberliga nicht halten oder im Falle eines Abstiegs in der Bezirksoberliga gleich wieder oben mitspielen – das sollte allen Beteiligten klar sein. Das ist ein langwieriger Prozess, den man einleiten muss.
Auch wenn es für Namen denn noch zu früh sein dürfte: Wie soll Ihre neue Mannschaft denn konkret aussehen?
Das Gros der Mannschaft muss aus dem Umkreis von Gifhorn kommen. Wenn es uns gelingt, 15 bis 17 Spieler aus der Region im Team zu haben, dann wäre das eine absolut gesunde Basis für die Zukunft. Am schönsten wäre für mich, wenn ich als Peiner die weiteste Anreise zum Training hätte.
Arbeiten Sie daran, ehemalige MTV-Spieler nach Gifhorn zurückzulotsen?
Auf jeden Fall – und das kann man dick und fett unterstreichen. In den vergangenen Jahren haben viele Akteure den Verein verlassen, aus den verschiedensten Gründen. Und natürlich wäre es schön, wenn wir ein paar Ehemalige zurückgewinnen könnten. Schade dabei ist nur, dass es so einen Stürmer wie Fabian Klos nur alle 20 Jahre geben wird. Wir haben aber schon viele Spieler auf unserem Zettel. Und auch, wenn ich nicht aus Gifhorn komme, kenne ich mich in der Region sehr gut aus.
Was ist dabei Ihre Hauptaufgabe?
Ich möchte einige Spieler, die zum aktuellen Kader gehören, davon überzeugen, dass sie beim MTV bleiben. Und ich möchte die anderen Spieler davon überzeugen, dass wir hier in Gifhorn etwas Neues aufbauen werden. Eine Truppe von hier, in der sie ein wichtiger Bestandteil sein können.
Nordwest Zeitung (05.02.10)
Risikospiele bleiben großes Reizthema
FUßBALL 100 VfB-Fans diskutieren mit Polizei über Stadionsicherheit - Runder Tisch geplant
Beide Seiten wollen im Gespräch bleiben. Das Oberliga-Derby gegen Emden erhitzt noch immer die Gemüter.
VON OLIVER BLOCH
OLDENBURG - Über das Ziel waren sich Fans, Polizei und Verein trotz vieler Streitpunkte einig. „Wir wollen Emotionen im Stadion erleben, die aber nicht in Gewalt umschlagen dürfen“, sagte Jörg Rosenbohm, Geschäftsführer des VfB Oldenburg zu Beginn der Podiumsdiskussion am Mittwochabend im Müggenkrug.
Rund 100 Fans des Fußball-Oberligisten nutzten die Gelegenheit, auf Einladung des Vereins mit Vertretern von Polizei und Niedersächsischem Fußball-Verband (NFV) über ein „entspannteres Miteinander“ im Stadion zu sprechen.
„Die gute Beteiligung zeigt die Bedeutung des Themas“, stellte Dr. Frank Quante vom Oldenburger Präventionsrat fest, der die knapp zweistündige Diskussion moderierte. Entspannt und friedlich ging es jedenfalls in den vergangenen Monaten rund um das Marschwegstadion nicht immer zu. Die Gewaltausbrüche beim Spiel gegen Meppen und vor allem gegen Goslar hätten viel Vertrauen zerstört, kritisierte die Polizei.
„Ein friedliches Miteinander ist wichtig. Über die Regeln können wir sprechen, sie müssen dann aber auch eingehalten werden“, forderte Johann Kühme, Leiter der Polizeiinspektion Oldenburg/Ammerland.
In diesem Punkt sahen die Fans aber auch die Polizei in der Pflicht und erinnerten an den umstrittenen Einsatz der Sicherheitskräfte vor dem „Risikospiel“ gegen Kickers Emden im November des Vorjahres. Eine Spezialeinheit der Bereitschaftspolizei war unter anderem vor den Räumen der Oldenburger Faninitiative (OFI) aufgetaucht und vergriff sich nach deren Angaben deutlich im Ton und bei der Wahl ihrer Mittel. „Da hat die Polizei uns friedlichen Fans gegenüber wenig Fingerspitzengefühl gezeigt und viel kaputt gemacht“, bemängelte VfB-Fan Christoph Janßen.
Einsatzleiter Norbert Münch kritisierte zwar das geschilderte Verhalten seiner Kollegen, rechtfertigte aber das Anfordern der Spezialeinheit: „Wenn zu befürchten ist, dass verfeindete Fangruppen aufeinander treffen, müssen wir sie trennen.“ In der laufenden Saison stufe die Polizei - neben allen Auswärtsspielen des VfB - jedoch nur zwei Heimpartien als Risikospiel mit erhöhter Brisanz ein: die gegen Emden und den SV Meppen (Rückrunde).
Bei diesen Spielen könne die Polizei keine Fahnen am Zaun des VfB-Blocks dulden, da aus Sicherheitsgründen freie Sicht gewährleistet sein müsse. Die OFI hingegen bestreitet, dass sich Gewalttäter dahinter verstecken können. „Für uns ist Fußball ein Teil der Kultur. Wenn wir dann in wichtigen Spielen die aufwendig gestalteten Fahnen nicht zeigen dürfen, ist das frustrierend“, erläuterte OFI-Mitglied Jost Glaeseker.
Polizei, Verein und Fans verständigten sich darauf, in diesem Punkt Lösungen zu suchen. Pierre Groen vom Fanclub „Commando Donnerschwee“ schlug vor, dass sich die Polizei während der Risikospiele trotz Zaunfahnen im freien Nachbarblock einen Überblick verschaffen könne.
Einen Neubeginn empfahl auch Eckehard Schütt vom NFV, der dem VfB nahe legte, einen Fanbeauftragten zu ernennen. „Es muss wieder Vertrauen aufgebaut werden. Die Verantwortung für die Sicherheit kann der Polizei jedoch keiner nehmen.“
Am Schluss der Diskussion herrschte dann wieder Einigkeit im Müggenkrug: Die Beteiligten wollen im Gespräch bleiben und einen Runden Tisch zum Thema gründen.
Schaumburger Zeitung (05.02.10)
Und jährlich grüßt das Murmeltier
Fußball (ku). Mit der schönsten Regelmäßigkeit taucht nach der Winterpause der große Frust bei den Fußballern und ihren Fans auf. Die Plätze sind schneebedeckt, sind knüppelhart gefroren oder stehen schlammig unter Wasser. Und alle Jahre wieder, die dringenden Bitten der Verantwortlichen in den Vereinen an die entsprechenden Funktionäre doch die Spielplangestaltung endlich den Witterungsbedingungen anzupassen.
Vorschläge dazu gab es in der Vergangenheit genug, etwa die Winterpause, durch Einfügen von ein paar englischen Wochen in den Zeiten, in denen das Freiluftvergnügen Fußball auch entsprechend Spaß macht, zu verlängern. Wie immer blieben auch im letzten Jahr die Wünsche und Anregungen unberücksichtigt und wie immer fallen fast programmgemäß die ersten Punkt- und Nachholspiele aus. Die Vereine haben sich entsprechend vorbereitet, konnten dabei aber wie in jedem Jahr bestenfalls eine Halle buchen oder auf geräumten Wegen intensives Lauftraining abspulen. Frust pur bei allen Beteiligten ist vorprogrammiert.
Am kommenden Wochenende sollte es losgehen. Der VfL Bückeburg hatte ein Punktspiel beim VfB Oldenburg auf dem Spielplan, Oldenburg sagte aber schon am Donnerstag ab. Vielleicht sogar ein Glücksfall für die Bückeburger, denn eine Anreise bei Glatteis oder Schneefall zählt zu Recht nicht unbedingt zu den Herzenswünschen der Residenzler. Timo Nottebrock nahm es mit Humor. „Wir versuchen so gut wie möglich in unseren Rhythmus zu kommen, wollen dabei möglichst die Arbeit mit dem Ball in den Vordergrund stellen. Aber bislang geht gar nichts. Selbst unser neuer Kunstrasenplatz war bis zur Wochenmitte unbespielbar, obwohl wir ihn schon einmal komplett geräumt haben.“
Burkhard Walden, Spielleiter im Verbandsspielausschuss, reagierte und sagte am Donnerstagnachmittag den kompletten Spieltag für die Oberliga Niedersachsen Ost und West ab.
Für den VfR Evesen stand ein Nachholspiel gegen den TSV Kirchbrak auf dem Programm. Betreuer Jürgen Bolte quittierte die Frage, ob denn angepfiffen werden wird mit einem breiten Grinsen und der Gegenfrage, ob er vielleicht verpasst hätte, dass der Eveser Sportplatz mittlerweile mit Rasenheizung und einem automatisch herausfahrbarem Dach versorgt worden wäre. Auch der SC Rinteln bleibt ohne den anstehenden Leistungsvergleich gegen den TV Jahn Leveste. Die Gastgeber sagten das Nachholspiel schon zur Wochenmitte ab.
Grafschafter Nachrichten (04.02.10)
Eintracht: Stadt schnürt Hilfspaket
Vorschlag für Beteiligung am Sanierungskonzept – Volumen: 200000 Euro
Das Einlösen einer im Jahr 2007 gewährten Ausfallbürgschaft würde den Verein nach GN-Informationen um etwa 140000 Euro entlasten. Zudem soll die Stadt bereit sein, 60000 Euro Verbindlichkeiten zu übernehmen, die der Klub innerhalb von zehn Jahren mit Zinsen zurückzahlen muss. Stadt und Verein wollten zu dem erarbeiteten Lösungsvorschlag keine Stellung nehmen.
ml Nordhorn. Die Stadt Nordhorn hat auf das Hilfeersuchen des finanziell angeschlagenen Sportvereins Eintracht Nordhorn reagiert und einen Vorschlag erarbeitet, wie ein Beitrag der Stadt an einem Sanierungskonzept aussehen könnte. Der Verein hatte um Hilfe gebeten, da ihn Verbindlichkeiten drücken, die Eintracht-Berater Heinrich Heidkamp bei der Jahreshauptversammlung im Dezember des vergangenen Jahres auf etwa 380000 Euro beziffert hatte. 230000 Euro von dieser Summe resultieren aus dem Umbau des Eintracht-Stadions am Heideweg.
Die Verantwortlichen des SV Eintracht haben in den vergangenen Monaten Sponsorengelder eingeworben, deren Ausschüttung zum Teil offenbar aber davon abhängt, ob ein tragfähiges Sanierungskonzept zustande kommt. Und in dieser Hinsicht kommt einem möglichen Engagement der Stadt eine wesentliche, wenn nicht gar die entscheidende Rolle zu.
ach GN-Informationen beinhaltet ein nun erarbeiteter Vorschlag, dass die Stadt für eine Bürgschaft eintritt, die im Zusammenhang mit dem Tribünenneubau gewährt wurde – finanzielles Volumen: etwa 140000 Euro. Zudem sieht der Lösungsansatz vor, dass 60000 Euro an Verbindlichkeiten übernommen werden, die der Verein innerhalb von zehn Jahren mit Zinsen zurückzahlen muss; dies käme einem städtischen Darlehen gleich. Der mögliche Beitrag der Stadt soll allerdings an eine Bedingung geknüpft sein: Der SV Eintracht soll seine Tennisabteilung, die gegenüber den Fußballplätzen am Heideweg angesiedelt ist, aufgeben und die Tennisanlage der Stadt zur freien Verfügung überlassen.
Marlies Schomakers, Stadträtin und zuständige Fachbereichsleiterin, will zu dem mit der Politik in der vergangenen Woche im Verwaltungsausschuss abgestimmten Vorschlag keine Stellung nehmen. Sie verweist darauf, dass man zunächst den Verein informieren und dann das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen müsse. Schomakers bezeichnet das Vorgehen in dieser Sache als „Stilfrage“. Reinhard Gebbeken, einer von zwei zweiten Vorsitzenden des SVE, die zurzeit an vorderster Front in der Verantwortung stehen, hatte bis gestern in dieser Sache keine Post der Stadt auf dem Tisch. Daher wollte auch der Eintracht-Verantwortliche keinen Kommentar zu dem Vorgang abgeben.
Die Ausfallbürgschaft war vom Nordhorner Rat vor ziemlich genau drei Jahren beschlossen worden. Damit sollte dem Verein geholfen werden, eine Lücke im Finanzierungskonzept zu schließen, die in der Planungs- und Bauphase entstanden und mit der Zeit immer größer geworden war. Und da die Sportstätte am Heideweg städtisches Eigentum ist, konnte der Verein hierüber keine Sicherheiten für ein Darlehen bieten.
Sollte die Stadt Nordhorn tatsächlich zur Bedingung machen, dass der SV Eintracht seine Tennisabteilung aufgeben und das Gelände zur Verfügung stellen soll, ist fraglich, wie der Verein darauf reagiert. Schließlich hat der SVE gerade erst seine komplette Volleyballabteilung zum TV Nordhorn ziehen lassen.
Mit dem Einlösen der Ausfallbürgschaft und der Bewilligung eines Darlehens bleibt die Stadt angeblich unter den Vorstellungen des SV Eintracht. Dem Vernehmen nach soll das Hilfeersuchen des Vereins ein Volumen von etwa 250000 Euro umfasst haben. Eine Bewilligung des Differenzbetrages zum jetzt möglichen Volumen in Höhe von etwa 200000 Euro fand hinter den Rathausmauern offenbar keine Mehrheit. Zum Einlösen der Ausfallbürgschaft dagegen gibt es kaum eine Alternative, da die Stadt im Falle eines Insolvenzverfahrens ohnehin einspringen müsste.
Meppener Tagespost (03.02.10)
Veendam fordert SVM richtig
um Meppen/Vriezenveen.
„Richtig gefordert“, so Trainer Hubert Hüring, wurden die Spieler des SV Meppen gestern beim Test auf Kunstrasen in Vriezenveen vom niederländischen Zweitligisten BV Veendam. Die 0:3-Niederlage (0:1) fiel nach seiner Einschätzung zu hoch aus.
Die Niederländer, die ohne den angeschlagenen ehemaligen Meppener René Wessels antraten, nutzten einen Abwehrfehler zur Führung und später eine zehnminütige SVM-Schwächephase für die weiteren Tore. „Das müssen wir abstellen“, blickte Hüring nach vorn und bescheinigte Torwart Florian Hillebrand eine starke Vorstellung. Gut eine Stunde bot Veendam die erste Elf auf. Meppen verfügte nur über vier Wechselspieler, Sebastian Ferrulli, Andreas Mayer und Timo Klemm trafen wegen der schlechten Witterung verspätet ein, Issa Issa und René Lewejohann wenigstens noch kurz vor dem Anpfiff.
Einen weiteres Testspiel bestreitet der SV Meppen am Samstag um 12 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Heiden. Die Hüring-Elf trifft auf den Spitzenreiter der westfälischen Landesliga West, SW Wattenscheid 08. Heute sucht Geschäftsführer Hermann Plagge Kontakt mit SF Lotte, um herauszufinden, ob noch ein Spiel auf dem Kunstrasen des Regionalligisten möglich ist.
Meppener Tagespost (03.02.10)
„Vielleicht noch eine zweite Chance?“
um Meppen.
„Wer weiß, was noch kommt. Vielleicht erhalte ich noch eine zweite Chance.“ Moritz Steidten, der seinen Vertrag beim SV Meppen aus gesundheitlichen Gründen aufgelöst hat, hat die Zuversicht nicht verloren. Er nutzte die Gelegenheit, dem Verein und den Sponsoren auch im Namen seiner Familie zu danken. Von 2004 bis 2006 bestritt sein Bruder Tim beim SVM 36 Oberligaspiele.
Moritz Steidten war im November beim Training des SV Meppen zusammengebrochen. Danach folgte ein Krankenhausaufenthalt. Herzbeschwerden oder Kreislaufprobleme wurden genannt. Die Zukunft war hochgradig ungewiss. Und das ausgerechnet in einer Phase, in der der im Sommer vom BV Cloppenburg gekommene 21-jährige Defensivallrounder sich längst zum Stammspieler gemausert hatte. Er galt trotz seiner jungen Jahre als stärkster Akteur in der schwierigen Situation des SVM. Und dann der Rückschlag, den er nach eigener Einschätzung noch immer nicht ganz überwunden hat. „Es ist belastend, wenn man nicht weiß, wie es weitergeht“, beschreibt er seine damalige Situation.
Doch der SV Meppen habe sich stets um ihn gekümmert, erklärt Steidten. Es habe viele Anfragen nach seinem Befinden gegeben. Zuletzt habe ihm der Verein über den Sponsor iHp aus Lingen kurzfristig einen Termin beim Spezialisten Prof. Dr. Martin Halle in München besorgt.
„Eine Kreislaufgeschichte, Stress ist dazugekommen“, sagt Steidten und erinnert an die tägliche Reise von Bremen nach Meppen und zurück. Er habe seinem Körper vielleicht zu viel zugemutet. Die Ärzte hätten jetzt „eine kleine Entwarnung gegeben“.
„In Meppen ist es unheimlich gut gelaufen für mich“, weiß Steidten, der 13 Spiele absolvierte und ein Tor erzielte. Er kam in der Innenverteidigung und auf der Sechser-Position zum Einsatz. „Ich habe mich hier sauwohl gefühlt. Ich glaube, das hat man gesehen“, sagt der Student, der als Zehnjähriger mit dem Fußballspielen begann und über TS Woltmers-hausen zur U19 von Werder Bremen kam und dann beim VSK Osterholz-Scharmbeck wechselte.
Zurzeit versucht sich Steidten nach eigenen Angaben fit zu halten. „Ich kann schon wieder etwas machen.“ Er will sich jedoch nicht unter Druck setzen. Auf alle Fälle will er den ehemaligen Mitspielern beim Kampf um die Qualifikation für die eingleisige Oberliga die Daumen drücken und ab und an bei den Heimspielen vorbeischauen. Und wenn es wirklich sportlich weitergehe, sagt Steidten, dann werde er zuerst beim SV Meppen anrufen.
Erstaunt registrierte der SVM eine Mutmaßung aus Osterholz-Scharmbeck, nach der Steidten für den Oberligisten auflaufen soll. Geschäftsführer Hermann Plagge mag nicht daran glauben: „Er wollte sich vor Ort fit halten.“
Hunte Report (03.02.10)
Nur Meppen legt kräftig nach
Von
Fabian Speckmann
Oldenburg. Kurz vor dem Ende der Wechselfrist hat der VfB Oldenburg seinen Kader nochmals aufpoliert. Ronny Ermel, zuletzt bei Kickers Emden, wird um einen Platz in der Viererkette kämpfen, Arne Ruff, gekommen vom BSV Ölper, gilt als Perspektivspieler. An deutlich mehr neue Gesichter müssen sich dagegen die Fans beim SV Meppen gewöhnen.
An der Seitenlinie des kriselnden Traditionsvereins steht in der Rückrunde einmal mehr Hubert Hüring. Der erfahrene Fußballlehrer hat die Nachfolge von Frank Claaßen angetreten, versehen mit dem Auftrag, die Emsländer in die neue Oberliga zu führen. Weil man selbiges dem vorhandenen Personal wohl nur bedingt zugetraut hat, wurde der Kader in den vergangenen Wochen nachhaltig aufgepeppt. Bis über den Appenin haben die Späher geschaut, um zum Beispiel Julio Armando Casco zu verpflichten. Der Argentinier mit italienischem Pass kommt aus Mailand ins Emsland. Auch ein ehemaliger Oldenburger soll dem SV Meppen helfen, Andreas Mayer. Der Routinier war zuletzt beim VfB Süsterfeld am Ball.
Deutlich mehr Zurückhaltung haben sich die Spitzenmannschaften auferlegt. Der TSV Havelse verpflichtete lediglich Fabian Wetter vom SV Bavenstedt und der BV Cloppenburg geht ohne Neuzugang in die Rückrunde. Auch Nordhorn hat nicht nachgelegt, während Rehden immerhin drei neue Kräfte verpflichten konnte.
Wann diese allerdings gegen den Ball treten können, ist offen. Das Spiel des VfB Oldenburg gegen den VfL Bückeburg wird angesichts des Winters nicht stattfinden, so dass sich die Oldenburger heute mit Bowling die Zeit vertreiben und an den kommenden Tagen im Soccerland trainieren werden. Auch Ronny Ermel wird dann zur Mannschaft stoßen, in der er als Linksfuß herzlich willkommen ist, schließlich fallen mit Christian Thölking und Waldemar Kowalczyk zwei andere Linksfüßer vorerst aus.
Technisch gut ausgebildet sei Ermel, zudem körperlich stark, beschreibt Trainer Joe Zinnbauer seinen Neuzugang, der in Oldenburg beruflich Fuß fassen will. Letzteres war ihm in Emden nicht möglich, deshalb hatte er seinen Vertrag bei den Kickers aufgelöst. Arne Ruff, dem Trainer zufolge ein fußballverrückter Student, muss sich erst über die Bezirksliga-Mannschaft für Einsätze in der Oberliga empfehlen.
Emsland Kurier (03.02.10)
Hüring: Härtetest gegen deutsches Team fehlt noch
SVM: Riedesel fehlt beim Neustart – Auch Thalmann fraglich
Meppen (eb) – Jan-Dirk Riedesel wird dem Fußball-Oberligisten SV Meppen wochenlang wegen einer „weichen Leiste“ fehlen. Der Rechtsverteidiger hatte sich im ersten Test des Jahres in Vriezenveen verletzt.
Gestern wurde eine Computer-Tomografie angefertigt. „Wenn diese ausgewertet ist“, sagt der 22-Jährige, „ist klar, ob ich operiert werden muss“. So oder so ist sein Einsatz beim möglichen Auftakt am 14. 2. gegen Bavenstedt ausgeschlossen.
Die weiteren Kandidaten für die rechte Außenverteidigung sind Elmar Bruns, Stephan Wille und auch Talent Tim Natusch. In den beiden vergangenen Testspielen überzeugte Bruns als Außenverteidiger, er dürfte die Nase derzeit vorne haben.
Auch um die Position zentral hinter dem Stoßstürmer gibt es einen Dreikampf mit Sebastian Ferrulli, Eray Bayraktar und Aaron Thalmann als Anwärter. Wobei Thalmann („Meine schlimmste Vorbereitung“) der Pechvogel ist. Eine Woche verpasste er wegen einer Grippe, eine zweite wegen einer Uni-Fahrt, nun ist seine Achillessehne entzündet, die gestern mit Cortison behandelt wurde. Eine Trainingspause zumindest bis Freitag ist die Folge.
Dann hofft der im Sommer vom VfL Oldenburg gekommene Mittelfeldspieler wieder angreifen zu können. „Eray, Sebastian und mich stachelt die Konkurrenzsituation an. Und da wir uns ansonsten gut verstehen, ist der Konkurrenzdruck nur leistungsförderlich für uns“, betont der 24-Jährige.
Gestern bestritt der SVM ein Vorbereitungsspiel gegen den BV Veendam (bei Red.-Schluss noch nicht beendet), am Samstag spielt er in Heiden (12 Uhr) gegen den westf. Landesligisten SW Wattenscheid 08. „Nachdem wir schon viermal gegen ein niederländisches Team gespielt haben, wäre es schön, wir fänden einen höher spielenden deutschen Gegner, am liebsten einen Regionalligisten“, sagt Trainer Hubert Hüring. „Vielleicht können wir hierzu ja einen Platz in Holland mieten.“
Julio Armando Casco bestreitet wieder Lauftraining. Derweil kehrt Moritz Steidten nach seiner Vertragsauflösung in Meppen – laut SVM-Pressemitteilung aus gesundheitlichen Gründen – angeblich zu Oberligist VSK Osterholz-Scharmbeck zurück.
Diepholzer Kreisblatt (02.02.10)
BSV Rehden angelt sich Wagner
Schiffbänker verlängert beim Oberligisten
REHDEN (mbo) · Kurz vor Ablauf der Wechselfrist hat Fußball-Oberligist BSV Rehden nach Torhüter Marc Jamieson (1. FC Wunstorf) und Abwehrspieler Lars Schiersand (SF Lotte) mit Adrian Wagner noch einen dritten Akteur bis zum Sommer verpflichtet. Der 22-Jährige kommt vom Klassenrivalen Spvgg. Preußen Hameln 07, kann in der Viererkette auf beiden Außenbahnen spielen.
Rehdens Trainer Uwe Brunn lobt den „Neuen“: „Adrian Wagner ist technisch und taktisch gut ausgebildet. Er ist variabel einsetzbar, kann auch offensiv rechts spielen. Solch einen Spieler konnten wir noch gebrauchen.“ Der 42-Jährige nennt einen weiteren Grund für die Verpflichtung: „Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.“ Da in der Hinrunde Manuel Meyer und Sören Sandmann verletzungsbedingt nicht alle Begegnungen mitgemacht hatten, hielten die BSV-Verantwortlichen Ausschau nach Alternativen – mit Erfolg.
Adrian Wagner machte am vergangenen Sonnabend bei seinem ersten Training an neuer Wirkungsstätte gleich auf sich aufmerksam. „Er hat einen guten Eindruck hinterlassen, ist schnell auf den Beinen“, sagt Mittelfeldakteur Christian Schiffbänker. Der beidfüßig schießende Fußballer spielte seit dem Jahr 2000 bei Hannover 96 in der Jugend, gehörte ab Juli 2007 zum Regionalliga-Kader von Hannover 96 II. Weitere Stationen waren danach Eintracht Braunschweig II, Bonner SC und Preußen Hameln 07.
Nach Mehmet Koc, Christian Hegerfeld, Manuel Meyer und Sören Sandmann hat jetzt auch Christian Schiffbänker seine Zusage für die kommende Saison gegeben. Der vierfache Torschütze verlängerte gleich für zwei Jahre. „Ich fühle mich beim BSV Rehden wohl. Außerdem sehen die Perspektiven gut aus. Ziel ist der Sprung in die eingleisige Oberliga, und das werden wir schaffen“, sagt der 27-jährige Christian Schiffbänker. Kurz vor dem Abschluss stehen auch die Gespräche mit Benjamin Möllers und Alexander Burgardt.
Nordwest Zeitung (02.02.10)
Berster erinnert sich an dunkelste Stunde des VfB
FUßBALL Ehrenpräsident stellte vor zehn Jahren Insolvenzantrag und rettete den Traditionsverein
VON HEINZ ARNDT
OLDENBURG - „Der VfB Oldenburg hat den Kampf gegen den 1. FC Pleite gewonnen.“ Mit diesen Worten kommentierte der damalige Vorsitzende des VfB, Klaus Berster, den am 8. August 2000 erzielten Vergleich, bei dem 103 Gläubiger Quoten von fünf bis zu 15 Prozent auf ihre Forderungen akzeptierten. Damit sorgte er mit seinen Mitstreitern im Vorstand und Aufsichtsrat des Vereins für den von vielen nicht mehr erwarteten Erhalt des VfB.
5,8 Millionen Mark Schulden hatten im Januar des gleichen Jahres dazu geführt, einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren zu stellen. „Fürwahr die dunkelste Stunde in unserer Vereinsgeschichte“, erinnert sich der heutige VfB-Ehrenpräsident. „Das war eine Zeit mit morgens bange aufstehen und abends bange ins Bett gehen. Stellten sich doch die Verhandlungen mit Gläubigern und unserem Rechtsanwalt Harald Naraschewski als sehr schwierig dar. Letztendlich hatten wir aber den erlösenden Erfolg.“
Berster: „Zumal ja schon von anderer Seite Gespräche geführt worden waren, die beinhalteten einen neuen Verein unter dem Namen Blau-Weiß Oldenburg oder Germania zu gründen. Aber der Niedersächsische Fußball-Verband mit Engelbert Nelle an der Spitze hat mich bestärkt, den Traditionsverein VfB unbedingt zu erhalten.“
Nachdem Berster bereits von 1986 bis 1993 den ersten Vorsitz inne hatte, erhielt er 1998 einen Anruf, ob er eine Chance sehe, den VfB noch zu retten. So trat er die Nachfolge seines Nachfolgers Hans-Hermann Meyer an. Eine seiner ersten Handlungen war die Gründung eines Aufsichtsrats u.a. mit dem früheren Oldenburger Oberbürgermeister Dieter Holzapfel und Bezirksregierungs-Vizepräsidenten Dieter Boll.
„Nach eingehenden Untersuchungen kamen wir zu dem Beschluss, dass der Verein anders nicht zu retten ist. So kam es, dass wir im Januar 2000 den Insolvenzantrag stellten. Zu unserem Unverständnis wurden wir deswegen von verschiedenen Seiten stark kritisiert. Doch mit 5,8 Millionen Mark Schulden konnte der Verein nicht weiterleben. Es gab einfach keinen anderen Weg“, erläutert Berster und betont: „Ich habe damals mit meinen Vorstandskollegen und dem Aufsichtsrat abgewickelt, was uns vorgegeben worden war. Wir waren nicht die Verursacher.“
Er sei heute noch den Gläubigern dankbar, dass sie damals zugestimmt haben: „Wobei wir schon arge Bedenken hatten, weil viele, auch kleinere Handwerker, bluten mussten. Auch die Banken verbrannten viel Geld.“
Zur heutigen Entwicklung des VfB sagt Berster: „Der Verein hat sich finanziell konsolidiert, es gibt nicht mehr die großen Sprünge mit den finanziellen Schwierigkeiten, wie wir sie damals vorgefunden haben. Sportlich müssten wir jetzt endlich mal aus dieser Liga heraus. Ich hoffe, dass uns dies bereits in der laufenden Spielzeit gelingt.“
Emsland Kurier (31.01.10)
EL-Live.de informiert:
Beim SV Meppen tobt der Konkurrenzkampf – Neuer Teamgeist – „Wir sind fit“
Meppen (eb) – Step-Aerobic und Body-Pumping im Fitnesstudio als Ersatz für den abgesagten Neustart gegen Hameln. „Wir haben die Jungs gestern ganz schön gescheucht. Das gibt einen guten Muskelkater“, sagt Hubert Hüring als Trainer des Fußball-Oberligisten SV Meppen.
Nachdem der für heute angesetzte Auftakt am Freitag abgesagt wurde, müssen die SVM-Fans zumindest weitere zwei Wochen auf den Neustart warten. „Einerseits gibt es ein wenig die Gefahr, dass die Vorbereitung zu lang wird. Andererseits können wir Issa Issa, Lewejohann und Mayer jetzt noch besser integrieren“, findet der Fußball-Lehrer.
Die vier Testspielsiege mit 22 Treffern und keinem Gegentor freuen den Coach, der die Leistungen seines Teams in der bisherigen Vorbereitung lobt: „Es geht richtig die Post ab, das Niveau ist zweifellos so, wie ich es mir vorstelle.“
Was Innenverteidiger Kay Göttsch bestätigt: „Dadurch, dass alle wussten, dass wir einen neuen Trainer bekommen, kamen alle schon vergleichsweise fit zum Trainingsauftakt. Wir trainieren oft und sehr intensiv – wir sind fit.“ Das absolvierte Trainingslager bezeichnet der 23-Jährige auch deshalb als „vollauf gelungen“, „weil es gut für den Teamgeist war. Und damit meine ich nicht nur den Mannschaftsabend. Es ist zum Beispiel so, dass die Oldenburger und die Emsländer sich jetzt so austauschen, wie es sein soll“.
Der große Konkurrenzkampf im 24er-Kader ist für Göttsch allgegenwärtig. Auch auf seiner Position: Mit Junior Ngole, dem wohl gesetzten Timo Klemm und ihm beanspruchen gleich drei Innenverteidiger für sich einen Stammplatz. „Natürlich könne solche Konkurrenzkämpfe für Schwierigkeiten sorgen. Aber jeder weiß, dass er eine faire Chance auf einen Startplatz hat, wenn er entsprechende, stabile Leistungen bringt.“
Angesichts des wichtigen Ziels – die Oberliga-Qualifikation – ist klar, dass bei entsprechender Leistungsbereitschaft zunächst die Routiniers zum Zuge kommen. „Doch jeder weiß, welches Potenzial unsere Jungen haben. Sie sind wichtig für uns und können sich auch als Einwechselspieler einbringen“, denkt Göttsch. Was Hüring bestätigt, der andererseits betont: „Erbhöfe gibt es keine.“ Bis Montagabend haben seine Spieler frei. Derweil sucht der Verein weitere Testspiel-Möglichkeiten.
Samstag, 06.02.2010 - 11:22 Uhr | 1654 Zugriffe
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